Filter für Versorgungsspannungen

Gast #127819
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Hallo zusammen,

derzeit bin ich gerade dabei, mir ein Messgerät für kleine Ströme und
Spannungen zu bauen. Die Verstärkerschaltung habe ich in ein
abgeschirmtes Gehäuse eingebaut.
Mein Problem ist jetzt, daß der Messverstärker wunderbar funktioniert,
solange ich die Schaltung mit einem Labornetzgerät betreibe
(symmetrisch 12 Volt). Wenn ich das Modul jedoch in das Gehäuse einbaue
und als Spannungsquelle einen DC/DC - Wandler einsetze, geht mein
Ausgangssignal im Rauschen unter. Ich habe mir die
Versorgungsspannungen im Oszi angesehen: Da ist Rauschen von fast 0,2
Volt pp 'drauf.
Meine Frage: Wie kann ich die Versorgungsspannungen (mit geringem
Raumbedarf) effektiv filtern? Ein einfacher LC - Filter hat nicht viel
gebracht.

Viele Grüße,
Holger
Gast #127821
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Hallo harry,

leider habe ich nur +- 12 Volt zur Verfügung. Die Messschaltung dient
als Erweiterung für ein bestehendes, batteriebetriebenes Messgerät.
Das müsste also anders gelöst werden.
Außerdem: Stabil sind die Spannungen, nur halt verrauscht.
Gast #127822
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Die Firma Volgen hat mal Noise Filter speziell für Netzteile
hergestellt. Die scheinen sich jetzt aber nur noch auf komplette
Netzteilmodule zu konzentrieren. Vielleicht gibts ja sowas noch von
anderen Herstellern.

Thorsten
Gast #127823
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Hallo Holger!

Vielleicht hilft nach dem DC-DC-Wandler ein Serienwiderstand um den
LC-Filter wirksamer zu machen. Ich würde mit etwa 10 Ohm anfangen.  Bei
professionellen Meßverstärkern tut man auch gerne eine stromkompensierte
Drossel in + UND - Leitung nehmen. Also quasi ein LC-Glied für die
positive und eines für die negative Spannung. Mit einfachen Spulen in
Widerstandsbauform hab ich bisher jedenfalls so meine Probleme mit dem
Entstören gehabt. Meistens hat das noch zusätzlich geschwungen und das
war dann ganz mies.
Zum Glätten von AVCC an µControllern hat sich ein RC-Netzwerk aus 10Ohm
und 100nF schon oft bewährt.
Gast #127824
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LC-Filter, vernünftig dimensioniert, sollte eigentlich ausreichen. Man
muss natürlich schauen, wo der Schmutz herkommt. Rührt er wirklich von
der bösen Spannungsversorgung von außen? Oder produziert die eigene
Schaltung irgendwo selber was?

Also ich würd mal sagen, 100uH..470uH und 100nF Keramik und nochmal
100uF...1000uF Elko/Tantal parallel sollten gute Ergebnisse bringen für
Ströme bis einige 100mA.

Und dann musst du natürlich aufpassen, dass dein DC-DC Wandler nicht
über Luftwege sich wieder einkoppelt (elektromagnetische Felder). Auch
eine vernünftige Masseführung ist wichtig.

Winfried

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