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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Unerklärbarer Fehler mit Instrumentenverstärker(n)


Autor: Richard B. (richard7)
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Hallo

ich sitze hier schon seit 2 Wochen und versuche mein Schaltung zu 
debuggen.

Zur Schaltung selbst: Es handelt sich um eine linearisierte 
Temperaturauswertung für NTC,PTC,PT100 od. PT1000 je nach Bestückung.
Ein spannungsgeführter Stromgeber sorgt für die Linearisierung. Das 
Signal sollte dann zusätzlich verstärkt werden. Der Part der 
Linearisierung funktioniert einwandfrei. Ich erhalte konstant 42mV/K 
(PT1000) über einen Bereich von 280K (-30° bis 250°C)

Mein Problem ist der nachgeschaltete Instrumentenverstäker. Ich hatte 
die Schaltung berechnet, Simuliert und testweise auf meinem Breadboard 
aufgebaut - alles soweit ok. Eine Schaltung dazu mit Eagle entworfen das 
Layout 4 mal angefertigt.

Alle Platinen sind gleich. Die erste Platine habe ich dann bestückt und 
alle berechneten Werte (Poti) eingestellt. Was sogar relativ gut passte.

Also eine Platine funktioniert: Setzt mir -30 bis 250°C auf 0,1 bis 4,8 
V um.

Die anderen 3 habe ich in Serie gefertigt, also nur bestückt und Werte 
eingestellt. In der Annahme das alles passt.

Als ich sie aber testen wollte musste ich feststellen das ich keinerlei 
Verstärkung erhalte. Die Linearisierung passt bei allen 4. Nur die 
Verstärkung nicht.

Ich verwende einen TS914 pro Platine (Impedanzwandler-Spannungsgeführter 
Stromgeber-Verstärker-Impedanzwandler)

                          TS914

                          |\
2,105V o------------------|+\
                          |  >-------o-------------o  1,508V
                      .---|-/        |
                      |   |/         |
                      |              |
            _       |         _  |
  2,5V o---|___|------o--------|___|-'
                      |
           R1         |         R3
                     .-.
                     | |
                     | | R2
                     '-'
                      |
                      |
                      |
                     ---
(created by AACircuit v1.28.6 beta 04/19/05 www.tech-chat.de)



R1 2490
R2 2276
R3 3505

Eingangsspannung an + : 2,108V
Ausgangsspannung : 1,506

Wie kann das sein ? Wie kann die Ausgangsspannung bei einem 
Instrumentenverstärker kleiner sein als die Eingangsspannung?!
Ist der OP bei allen 3 Platinen defekt? kann ich den OP irgendwie 
"durchmessen" ? Welche Werte müsste ich erhalten? Ist der TS914 
besonders empfindlich und kann sehr leicht zerstört werden?


Ich hoffe ihr habt einen Tip für mich - ich bin echt am ende mit meinem 
Latein :/

mfg

Richard

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Miss als erstes mal die Versorgungsspannung an den IC-Pins nach.

Außerdem ist das kein Instrumentenvertstärker sondern ein ganz normaler 
Verstärker.

Autor: Flo (Gast)
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Wie sieht deine Spannungsversorgung und dein Bezugspotential für den OP 
aus?

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> kann ich den OP irgendwie "durchmessen" ?
Nein, nicht wie einen Transistor oder eine Diode...

> Welche Werte müsste ich erhalten?
Solange deine OP-Schaltung im Verstärker-Bereich läuft (und das willst 
du ja), ist zwischen den + und - Eingängen eine Spannung von 0V zu 
messen...

> Also eine Platine funktioniert...
Dann solltest du mal nachsehen, was an den anderen anders ist.

> Eingangsspannung an + : 2,108V
> Ausgangsspannung : 1,506
Passt, so auf den ersten Blick...
> Wie kann das sein ?
Die Spannung am + Eingang ist tendenziell kleiner als die am - Eingang, 
deshalb ist auch die Ausgangsspannung kleiner als die Spannung am + 
Eingang...

>R2 2276
Woher hast du so einen Widerstand?  :-o

Autor: Bernd (Gast)
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Hast du das ganze in SMD augebaut? Wenn ja, hast du die erste Platine 
per Hand gelötet und die anderen vllt in einem Ofen? Ich hatte mal das 
Problem, dass ich alte SMD Widerstände verwendet habe, die die 
Temperatur im Pizzaofen nicht verkraftet haben, per Hand-Löten aber 
keine Probleme zeigten.
-> Verbaute Bauteile nachmessen

Autor: X- Rocka (x-rocka)
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Bei der oben gezeigten Schaltung sollten 4.79V am Ausgang anliegen.
Aaaalso:

- Pinout des OPV untersuchen
- Versorgungsspannung überprüfen
- Alle Lötstellen überprüfen
- Widerstände rausnehmen, nachmessen.

Vielleicht kommst Du auf diese krummen Widerstandswerte mit parallelen? 
Vielleicht stimmt da was nicht?
Die 2.5V sind auch tatsächlich 2.5V?

Autor: Michael O. (mischu)
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Hast Du die Betriebsspannung des OPAMP per Kondensatoren gepuffert?

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Bei der oben gezeigten Schaltung sollten 4.79V am Ausgang anliegen.

Genau. Uaus = 3,948 x Uein - 3,519V

R2 scheint keine Masseverbindung zu haben.

Kai Klaas

Autor: Richard B. (richard7)
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Das wars Kai Danke!
Der SMD Widerstand war auf der Rückseite angelötet und durch das 
durchbiegen beim einstecken ins breadboard war die lötstelle 
abgebrochen...

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