Hallo,
ich habe hier ein defektes Netzteil von Philips. Eigentlich ist das ein
ganz nettes Gerät und ich würde es gerne weiter benutzen, komme aber mit
meinen Reparaturversuchen nicht wirklich weit.
Die Spannung am Ausgang geht auf Anschlag (gut 60V). Der Längstransistor
V32 war defekt, den habe ich bereits getauscht. V108 und V109 sind in
Ordnung. Die Eingangsbrücke inkl Thyristoren ist auch in Ordnung.
Folglich muss der Fehler wohl irgendwo in der Regelung zu suchen sein.
Ich verstehe aber nicht wirklich was die Schaltung macht, kann mir da
jemand ein bisschen auf die Sprünge helfen?
Soweit ich das sehe ist der TCA280A eine Art Treiber für Thyristoren
inkl. Nulldurchgangserkennung. In der Anleitung des Netzgeräts steht
dass es eine doppelte Regelung hat, nämlihc mit Thyristor und mit
Längstransistor. Fragt sich nur wie. Ist die halbgesteuerte Brücke am
Eingang phasenanschnittgesteuert um in C26 erst garnicht so eine hohe
Spannung auftreten zu lassen wenn die Ausgangsspannung gering sein soll
und somit den Längstransostor weniger thermisch zu belasten? Das würde
auch Energie sparen, hätte aber wohl nen schlechten Powerfactor zur
Folge. Oder wird das irgendwie kompensiert durch die anderen Wicklungen?
Wozu sind die Wicklungen S3 und S5 gut? Aus S4 werden die
Hilfsspannungen gemacht soweit ich das einschätze. Die Spannungen sind
auch alle da.
Und woher nimmt der TCA280 seine Rückmeldung wie er regeln muss? Ich
hoffe mal dass der nicht kaputt ist weil der scheinbar nirgendwo mehr zu
bekommen ist. Genau wie die µA723 im Metallgehäuse.
D102 scheint mir die Stromregelung zu übernehmen und D103 die
Spannungsregelung.
Wozu ist links die Schaltung um Transistor V121?
Hallo
Der Vorteil dieser Schaltung ist, wie du schon erkannt hast, das die
Verlustleistung gering gehalten wird. Der TCA wird von V104 an Pin 5
gestellt. Damit wird erreicht das der Spannungsabfall am Längstransistor
gering bleibt und damit die Verlustleistung. Powerfaktor war zur Zeit
der Erstellung dieser Schaltung noch kein Thema.
S3 versorgt den TCA. S5 versorgt die Transistoren im Steuerkreis des
Längstransistors.
Hi!
>Und woher nimmt der TCA280 seine Rückmeldung wie er regeln muss?
eventuell über R3(I-Regler)
>nirgendwo mehr zu>..bekommen ist. Genau wie die µA723 im Metallgehäuse.
Mit etwas gutem Willen ist der schon noch zu bekommen, notfalls von mir.
>V108 und V109 sind in Ordnung.
Sicher? Wenn ja, müsste beim überbrücken von R103 ?(Knoten R138?
6,8K/10K) die Spannung auf null gehen. Wenn ja, stürze dich auf D103.
Wenn nein, nimm mal die Diode vom Stromregler raus und prüfe erneut. 60V
über def. Transistoren machen manchmal Schaden.
Viel Erfolg, Uwe
Danke erstmal für die Hinweise, das hilft mir wirklich sehr! Ich wollts
schon hinschmeißen aber jetzt werd ich doch weiter machen.
Leider hab ich jetzt noch mehr kaputt gemacht :-( Beim Messen von
Zenerdiode V119 (links) hab ich mit der Messpitze nen Schluss zum
Gehäuse von V121 (gleich daneben) gemacht. Die Diode ist jetzt kaputt,
R158 hat angefangen zu kokeln. R158 ist noch ok, V121 auch. Leider hab
ich keine 3,6V Z-Diode hier, deswegen hab ichs mit einer 2,7er plus
einer 1n4148 in Reihe versucht. Jetzt kommt aber garkeine Spannung mehr
raus. Ich befürchte mal jetzt hab ich den TCA (falls er noch ok war)
völlig zerstört. Von Pin13 gegen Masse messe ich aber knapp 15V, was
eigentlich passen sollte. Nur die Thyristoren werden scheinbar nicht
mehr auf gemsteuert. Mann bin ich blöd...
Ich werd morgen eine passende Z-Diode besorgen, aber ich denke nicht
dass der Schaden damit wieder behoben ist.
Mit R103 war wahrscheinlich R163 gemeint, oder? Der 10k-widerstand gegen
-5,4V?
Dass V108 und V109 in Ordnung waren bin ich ziemlich sicher weil ich sie
ausgelötet habe um sie zu messen. Genauso die Tyristoren und Dioden in
allen Brücken. Aber wer weiß was ich jetzt alles zerstört habe :-(
Hi!
>Dass V108 und V109 in Ordnung waren bin ich ziemlich sicher weil ich sie>ausgelötet habe um sie zu messen.
Gut so, dann muss es ja was anderes zerlegt haben.
>Mit R103 war wahrscheinlich R163 gemeint, oder? Der 10k-widerstand gegen>-5,4V?
Ja, das ist etwas schlecht zu lesen
>Leider hab ich jetzt noch mehr kaputt gemacht :-(
Was natürlich Mist ist.
>Ich wollts schon hinschmeißen
Na, na ein bischen Geduld muss man schon haben.
Viel Erfolg, Uwe
Aumann, das Ding macht mich noch wahnsinnig :-)
Also nachdem ich die Diode und den Widerstand ersetzt habe hab ich noch
eine der Dioden aus V107 als defekt erkannt und ersetzt.
Die Diode V31 war tatsächlich auch defekt. Keine Ahnung ob ich die beim
ersten mal übersehen habe. Eigentlich war ich der Meinung dass ich die
überprüft hätte. Zumindest hatte ich sie im Schaltplan abgehakt. Nachdem
ich die getauscht habe und alles wieder zusammen gebaut habe hats
tatsächlich funktioniert. Unglaublich! Für ungefähr eine Minute. Als ich
den Schiebewiderstand angeschlossen habe und gerade bei 20V und 1A oder
so war ging die Spannung auf einmal auf Null.
Jetzt ists so dass die Spannung an C108 statt wie zuvor auf 7,2 nur noch
auf etwa 3V geht. Wenn ich V108 auslöte geht die Spannung wieder auf
7,2V. V31 und V32 sind noch ok. V108 und V109 sind ok.
Das Schlimme an der Sache ist dass es jedes mal übel viel Arbeit ist
irgendwas auszutauschen weil ich jedes mal alles zerlegen und dann
wieder zum Testen zusammenbauen muss.
Wegen dem Tipp mit dem Brücken von R163: riskiere ich da nicht dass zu
viel Strom in Pin 6 von D102 reinfließt? Ich habs trotzdem riskiert: in
dem Moment wo ich ihn überbrücke kommen die 7,2V wieder. Entfernen von
V115 hingegen bringt keine Änderung. Ich kann auch immer nur ganz kurz
messen, weil sonst der Trafo gleich anfängt zu rauchen wenn nur die 3V
anliegen.
Hi!
>Ich kann auch immer nur ganz kurz messen, weil sonst der Trafo gleich >anfängt zu
rauchen wenn nur die 3V anliegen.
Ähmmm.. du hast nicht zufällig am Ausgang einen Kurzen drauf? V34? C118?
> in dem Moment wo ich ihn überbrücke kommen die 7,2V wieder
Gut so, dann ist die Ansteuerung erstmal nicht def. Wenn am Ausgang kein
Kurzer ist...-warum raucht dann aber der Trafo???.... messe mal die
Spannung über R121, die darf nicht viel höher als 0,7V sein, sonst ist
V32 def. oder die Rohspannung reicht nicht(->TCA280/Thy.)
Moment mal, deine V31 war def.? Haste mal eine verpolte Rückspannung
gehabt? 12V Bat.verkertrum drann? >>> unbedingt die Ausgangsdiode
prüfen.
Nicht aufgeben, das wird schon noch.
Viel Erfolg, Uwe
So, ich mach mich mal wieder daran...
Am Ausgang ist kein Kurzer. C118 ist ok, V34 auch. Ich hab sie extra mal
ausgebaut und auch eine hohe Spannung angelegt um zu sehen ob sie noch
sperrt.
Was mit dem Netzgerät passiert ist kann ich leider nicht sagen. Ich habe
es in dem Zustand bekommen. Es stand in der Firma auch schon Jahre rum,
sodass niemand mehr sagen kann was mit dem Gerät eigentlich passiert
ist. Möglich ist somit alles.
Die Spannung über R121 ist etwa 0,9V, ich denke das ist in Ordnung wenn
ein wenig mehr Strom reinfließt. Warum bricht jetzt also die Spannung
zusammen? Um das zu verstehen müsste ich erst mal kapieren wie die
Versorgung von V108 und V109 funktioniert. Am Emitter von V32 liegt ja
je nach Einstellung eine möglicherweise recht hohe Spannung an. Dass von
Basis von V32 zum Emitter eine Spannung von 0,7V möglich ist muss also
die Spannung an der Basis um diese 0,7V höher sein. Da S5 erstmal
galvanisch von der Leistungswicklung getrennt ist, ist das möglich. Aber
die Beschaltung um V121 stellt doch einen Bezug zu deren Potential her.
Was es damit auf sich hat kann ich nicht so nachvollziehen. Vor allem
die Z-Diode in Flussrichtung zwischen Basis und Emitter versteh ich
nicht.
Warum brichte also die Spannung an C108 zusammen? Könnte es sein dass
D103 die Transistoren einfach zu weit aufsteuert und sie sozusagen einen
Kurzschluss darstellen?