Defekter LCD-Monitor

OP #1712128
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Ich hab mir von einer Bekannten einen defekten LCD-Monitor gesichert, 
weil ich dachte, den reparieren zu können. Kondensatoren austauschen und 
so :D

Aufgemacht, leider waren die Kondensatoren i.O. Beim Einschalten des 
Monitors erkennt man ganz schwach, das kurz das Herstellerlogo angezeigt 
wird, also ist eher das Backlight kaputt.

Da die Stromversorgung dafür ziemlich direkt im Panel verschwindet, mach 
ich mir wenig Hoffnung, da selbst was reißen zu können. Oder hat da wer 
Erfahrungen?
Gast #1712338
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Stimme zu, dem Fehlerbild nach ein defekter Inverter. Die Fehlersuche am 
Inverter ist aber nur mit einem gewissen Minimum an Erfahrung 
erfolgversprechend. Das Teil arbeitet ähnlich einem Schaltnetzteil, also 
keine so ganz triviale Schaltung. Man kann aber auch Glück haben, 
manchmal ist nur eine kalte Lötstelle die Ursache. Häufiger jedoch 
aktive Bauelemente, die oft auch noch schwer zu beschaffen sind, weil 
Exoten.
#1712355
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> Häufiger jedoch aktive Bauelemente,
> die oft auch noch schwer zu beschaffen sind,

naja, ganz so geheimnissvoll sind Inverter auch nicht konstruiert.

Das ist eher Massenware, auch das was da an Bauteilen auf einem 
Inverter-Board drauf ist. Und meistens sinds ja doch die Transen oder 
Elkos die hochgehen.

Ein Hersteller von Massenware kann es sich auch nicht leisten, extra 
einen "Customized" Schalt-Transistor oder "persönlichen" Elko zu 
verbauen.
Gast #1712364
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>Ein Hersteller von Massenware kann es sich auch nicht leisten, extra
>einen "Customized" Schalt-Transistor oder "persönlichen" Elko zu
>verbauen.
Das sicher nicht, aber es sind auch nicht immer Transistoren, die der 
Bastelladen um die Ecke führt. Ich kann mich noch an ein BenQ-TFT 
erinnern, das mit seltenen Bipolar-Treibern bestückt war, die für 
dauerhaften Erfolg auch noch in der Stromverstärkung zusammen passen 
mußten.
#1712689
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jaja, solch einen benq Monitor hatte ich auch schon mal in den Fingern.

prüf die 4 (bipolaren) Transen rund um den beiden grauen senkrechten 
Kondensatoren (Q815, Q808 und die da drunter)

Dann gabs da noch was mit kalten Lötstellen amn Inverter-Trafos und an 
den genannten Kondis.

Ich glaube, da gabs auch noch eine Sicherung, welche den Inverterteil 
absichert.

gurgle mal nach
    benq monitor inverter
der 2. Link auf repdata weist dir die Richtung

ist zwar ein Q5T4 und kein Q7T4, aber an der Stelle sind die anscheinend 
gleich

Wenn der Inverter eine MAcke hat, dann reißt er die gesamte 
Spannungsversorgung des Monitors weg, d.h. die Schutzschaltung des 
Netzteils springt an. Dadurch kommt das beobachtete Fehlerverhalten.
Gast #1712996
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>jaja, solch einen benq Monitor hatte ich auch schon mal in den Fingern.
Jawoll, ist genau das Teil, von dem ich oben erzählt hab. Der 
eigentliche Defekt war besagte kalte Lötstelle am Trafo (am besten ALLE 
nachlöten), die dann einen der Treiber mitgerissen hat. Sicherung mußte 
auch ersetzt werden. Wenn ich mich recht erinnere, sieht die aus wie 
eine Diode. Müßte das schwarze Ding sein, das im linken Bild unterhalb 
des Elkos liegt, der unter dem Schaltnetzteil-Übertrager sitzt.
Gast #1713074
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Jo, stimme auch zu. Hatte anfang des Jahres auch dieselbe Kiste mit 
demselben Fehler auf dem Tisch. Wie schon erwähnt, die Transen 
rausschmeissen und die Sicherung (glaube 3A) erneuern. Auch die 
Übertrager nachlöten.

Viel Erfolg!

Magnetus
Gast #1713081
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Nachtrag:

Die grün markierten Transen erneuern. Bei der blauen Transe bin ich mir 
nicht mehr sicher - aber vorsichtshalber auch tauschen.

Das rot markierte Teil sollte die Sicherung sein.

Gruß,
Magnetus
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