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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 10mhz gleichrichten


Autor: Hoernlihans H. (hoernlihans)
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Hallo,

Ich habe ein mehr oder weniger unschönes Sinussignal mit 10Mhz und einer 
Amplitude von etwa 100mV-1V (Sensorausgang, Spannung positionsabhängig). 
Ich sollte das Signal gleichrichten und schlussendlich möglichst 
Gleichspannung erreichen, scheitere allerdings bei den Frequenzen schon 
beim Gleichrichten. Hat einer von euch eine Idee?

Danke und Gruss

Autor: Nobody (Gast)
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Was denn nun 10mHz oder 10MHz?

Autor: Hoernlihans H. (hoernlihans)
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Sorry, 10Mhz natürlich

Autor: Peter R. (pnu)
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Da kommts auf die geforderte Linearität an.


einfachste Lösung: Gleichrichtung mit eine Diode, die niedrige 
Durchlassspannung hat, zum Beispiel einer Schottkyiode wie BAT41. 
Dahinter ein Tiefpass, der die entstehende DC- Komponente abtrennt.

aufwändigere Lösung:

Synchrongleichrichter, dazu muss ein Schalter von den 10 MHz geschaltet 
werden. Der Gewinn des Aufwands: eine lineare Kennlinie des 
Gleichrichters, ohne Schwellspannung.Synchrongleichrichter sind Z.B. 
Ringmodulatoren oder gesteuerte Schalter wie FET's oder das CMOS-IC 
4066.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Hoernlihans H. (hoernlihans)

>Amplitude von etwa 100mV-1V (Sensorausgang, Spannung positionsabhängig).
>Ich sollte das Signal gleichrichten und schlussendlich möglichst
>Gleichspannung erreichen, scheitere allerdings bei den Frequenzen schon
>beim Gleichrichten. Hat einer von euch eine Idee?

Du brauchst einen aktiven Präzisionsgleichrichter. Mit schnellen OPVs 
kein großes Problem.

http://sound.westhost.com/appnotes/an001.htm

MFG
Falk

Autor: Hoernlihans H. (hoernlihans)
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Hi, ich hab mir LT1355 Opamps bestellt und wollte einen aktiven 
Präzisionsgleichrichter aufbauen. Zuerst wollte ich mein differentielles 
Signal mit einer Differenzverstärkerschaltung auf GND beziehen, die 
OPV's scheinen allerdings viel zu langsam zu sein, ab 1Mhz kommt nur 
noch Mist hinten raus. Kann mir das jemand bestätigen oder hat jemand 
Erfahrungen mit einem Opamp im 10Mhz Bereich?

Danke und Gruss

Autor: Falk Brunner (falk)
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@oernlihans H. (hoernlihans)

>Hi, ich hab mir LT1355 Opamps bestellt und wollte einen aktiven
>Präzisionsgleichrichter aufbauen.

Naja, mit einem 12MHz OPV ein 10 MHz Signal verarbeiten zu wollen ist 
sportlich. Ich kenn jetzt nicht die genauen Anforderungen, die sich aus 
der Schaltung ergeben, aber ich würde schätzen, dass der OPV min. 50 MHz 
Verstärkungs-Banbreitenprodukt benötigt, ggf. mehr.

MfG
Falk

Autor: Hoernlihans H. (hoernlihans)
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okay, werd mal auf farnell suchen, wir können leider nur auf 5V-GND 
arbeiten und benötigen Slewrate von mindestens 400V/us. Falls jemand ein 
passendes Bauteil kennt und auch scho getestet hat wär ich froh um 
Hilfe.

Gruss

Autor: Klaus De lisson (kolisson)
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Autor: Düsentrieb (Gast)
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asl opamp zb Lm7121

Autor: faustian (Gast)
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Evtl kann man dem Opamp auch mit Schottky-oder Germaniumdioden das Leben 
erleichtern.

Autor: Mega Nilp (Gast)
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Was soll's denn werden ? Ein Messgleichrichter ? Sowas kauft man.

Autor: Hoernlihans H. (hoernlihans)
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im prinzip schon, ich hab allerdings nichts passendes für 10Mhz gefunden

Autor: Hoernlihans H. (hoernlihans)
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was meint ihr zum LMH6658MA? hohe bandbreite, slewrate und kann sowohl 
single wie auch bipolar gespiesen werden.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Hoernlihans H. (hoernlihans)

>was meint ihr zum LMH6658MA? hohe bandbreite, slewrate

Sieht gut aus. Muss man aber sauber entkopplen, jeweils 100nF NAH an V+ 
und V-. Und gescheites Layout. Solche OPVs sind keine Kuscheltieren, das 
sind Rabutiere!

> und kann sowohl single wie auch bipolar gespiesen werden.

Für deine Sache sollte unipolar reichen.

MFG
Falk

Autor: Hoernlihans H. (hoernlihans)
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hab mir mal mit jumper auf dem layout die möglichkeit für bipolare 
speisung offengehalten. so wie ich das sehe muss ich beim 
präzisionsgleichrichter mein signal auf 2.5V anheben und um diesen Pegel 
schwingen lassen damit mein einseitig gespiesener opv nicht in sättigung 
geht, richtig? damit komm ich aber schon recht nah an den output swing 
vom opv. aber wie gesagt, halte mir mal beide möglichkeiten offen. danke 
für die hilfe

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Nimm einen AD8037. Das wäre dann sogar RMS-Gleichrichtung. Evemtuell 
kann man mit einer Diod nachhelfen, wenn Spitzzenwertgleichrichtung 
gefragt ist.

Autor: Mega Nilp (Gast)
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Ein LT5505 oder dergleichen.

Autor: Hoernlihans H. (hoernlihans)
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danke für die hilfe, hab trotzdem den LMH6658MA ins layout genommen. 
dioden sind BAS16, die sollte ja theoretisch reichen?

Autor: Falk Brunner (falk)
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Ja.

Autor: Hoernlihans H. (hoernlihans)
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hallo nochmals,

hab mal noch ein paar pspice simulationen gemacht, OPV als 
invertierender Verstärker kommt bis 100Mhz gut mit. Beim 
Präzisionsgleichrichter sieht das ganze bei 10Mhz allerdings nicht mehr 
so schön aus. Ich denke es könnten die zwei BAS16 Dioden sein. Denkt ihr 
dass z.b BAT54 Vorteile bringen könnte? Gruss

Autor: MaWin (Gast)
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> Beim Präzisionsgleichrichter sieht das ganze bei 10Mhz
> allerdings nicht mehr so schön aus.

Wie wäre folgende Schaltung:

         +--invertierenderVerstärker---|>|--+
         |                                  |
Signal --+                - ---Widerstand---+-- Ausgang
         |                                  |
         +--nichtinvertierenderVerst---|>|--+

sollte mit 1N4148 funktionieren, Schottky geht natürlich auch.

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