Pufferschaltung fackelt ab

Gast #1732655
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Hallo,

die im angehaengten Schaltplan dargestelle Schaltung soll als 
Pufferschaltung zur Versorgung mehrerer OPVs (als Spannungsfolger) 
dienen. Sie soll durch 8 Mignon-Akkus versorgt werden, wobei der 
positive Anschluss an Pin 3, der negative an Pin 1 und ein GND an Pin 2 
bzw. zwischen jeweils 4 Mignonzellen angeschlossen werden soll. Die 
Dioden D1 und D2 sollen Verpolungsschutz bieten. Wenn ich die Schaltung 
so zusammenbaue und an die Akkus anschliesse, explodiert der Elko C4 - 
heisst ja auch so :P - und in dem anderen Zweig leuchtet die LED nicht. 
Weiss irgendwer von euch, wo der Fehler liegt?

Danke,

Jasmin
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#1732690
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Hi,

hast du den Test ohne die weitere Schaltung gemacht?
(Vermute mal ja)

Also so wie ich das deute hat die Schaltung, so wie sie hier zu sehen 
ist erst einmal keinen schwerwiegenden Fehler. Sollte so laufen. Beide 
LEDs sollten leuchten und nichts "Explodieren"!

Wenn der Rest der Schaltung bereits angeschlossen war, dann könnte 
natürlich auch da ein Fehler liegen der dann -wie auch immer- dafür 
sorgt das am C4 eine positive Spannung gegen GND anliegt. Falls die 
Schaltung nicht angeschlossen war, dann kann man das natürlich 
vergessen.

Dann bliebe wirklich nicht mehr viel.
1. Das erste währen natürlich handwerkliche Fehler beim Löten (Brücken, 
Lötzinn oder Drahtreste auf der Platine -> Prüfen!)
Natürlich auch die Schaltung als solches nachdem man (oder Frau) eine 
Nacht drüber geschlafen hat noch einmal genau mit dem Aufbau 
vergleichen.

2. Ein Falscher Anschluss der Akkus. Eine reine Verpolung scheidet eher 
aus da dann die Dioden tatsächlich Sperren würden. Aber es ist ja auch 
möglich das ebend nicht die Mitte abgegriffen wird und so -12V am C4 und 
0V an der LED 1 Anliegen...
Wenn du die Möglichkeit hast, dann messe mal die Spannung die an den 
beiden Cs anliegt (ggf. auch ohne die Cs verbaut zu haben. Passen die 
Werte?

3. Die Elkos sind nicht Spannungsfest genug. Bei bedrahteten Elkos und 
max. 12V in der Schaltung fast auszuschließen. (Mal ganz davon abgesehen 
das bei korrekter Funktion und randvollen Akkus sowieso nur ca 6V, je 
nach Akkutyp auch weniger, am Elko anliegen.)Bei SMD Elkos aber durchaus 
möglich!

4. Wie schon geschrieben: Elko Verpolt! Kontrolliere das noch einmal 
ganz genau! Manchmal hat man einfach ein Brett vor dem Kopf!
Beachte auch: Bei "normalen" Alu - Elektrolytkondensatoren wird "-" mit 
dem Balken markiert! Bei Tantal-Elkos aber "+" - Sehr hohes 
Verwechslunbgspotential... FAST JEDER ist während seiner ersten Schritte 
mit der Elektronik beim ersten Kontakt mit Tantals in diese Falle 
getappt!
Vergewissere dich also WAS du für Elkos verbaut hast und prüfe dann 
genau deinen Einbau!

5.! Der C4 war einfach defekt! Evtl. schon ewig alt oder gar woanders 
ausgelötet? Dann ist das schon nicht unwahrscheinlich... Sogar das beide 
Cs einen Hau haben/hatten! Aber auch bei Neuware möglich -nur selten!

Hoffe das hilft weiter!

Gruß
Carsten
#1732849
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Bei in Serie geschalteten Stromversorgungen (hier ja der Fall) ist es 
immer ratsam, die einzelnen Spannungszweige mit parallel geschalteten 
normalerweise sperrenden Diode zu versehen. Sonst kann es abhängig von 
der Reihenfolge der Aktivitäten zu einer verkehrten Polung einer der 
Zweige über die Last kommen.

Aus diesem Grund besitzen Labornetzteile üblicherweise eine solche 
Schutzdiode am Ausgang. Hier gehören die also zwischen V+ und GND sowie 
V- und GND.
Gast #1733115
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Hallo,

danke fuer eure vielen Antworten. Ich habe die Schaltung wie auf dem 
angehaengten Board zu sehen als SMD verloetet. Die Elkos waren Tantal 
(http://www.conrad.de/ce/de/product/501226/SMD-ELKO-TANTAL-KONDENSATOR-100-UF-10) 
und den Strich habe ich zu der Seite geloetet, wie er im Boardplan 
dargestellt ist. Das eagle-Bauteil traegt die Bezeichnung "cpol-eusmcd" 
und ist in der Beschreibung als "Polar tantalum capacitors with solid 
electrolyte" angegeben. Daher gehe ich davon aus, dass die Art die Elkos 
zu verloeten richtig war. Die 8 Mignon Akkus hatte ich in zwei 
Batteriefaechern, die unter 
http://www.conrad.de/ce/de/product/522557/BATTERIEFACH-4XAA zu sehen 
sind, untergebracht und wie oben geschrieben verkabelt. Einen 
handwerklichen Fehler kann ich dadurch ausschliessen, dass ich die ganze 
Schaltung zweimal aufgebaut habe und dazu jedesmal neue (frisch 
bestellte) Bauteile und eine neu geaetzte Platine genutzt habe. Das 
Verhalten war bei beiden Schaltungen gleich. Die Verbraucher waren noch 
nicht an die Schaltung angeschloessen, da ich diese auf einer zweiten 
Platine verloetet habe. Es war also wirklich nur die Schaltung aktiv, 
die der Schaltplan zeigt. Ich hoffe euch faellt trotzdem noch was ein.

lg

Jasmin
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Gast #1740439
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Hi,

die Ursache fuer das Abfackeln waren wirklich verpolte Tantal-Elkos. Ich 
habe jetzt auch hinter die Parallelschaltung aus den Elkos und der LED 
noch eine gemeinsame Schottky-Diode gegen GND in beide Zweige gemacht, 
damit auch eine Verplolung durch Potentialunterschiede von dieser Seite 
der Zweige ausgeschlossen sind. Jetzt funktioniert alles wie es soll :D

Danke an euch alle,

Jasmin

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