Abschaltelektronik

OP #1733951
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Hallo

Für einen portablen Lautsprecher verwende ich den angehängten 
Verstärker.
Anschließen möchte ich einen MP3-Player über Klinke.
Jetzt zum Problem: Der Verstärker soll natürlich nur arbeiten, wenn ein 
Signal am Eingang anliegt. D.h. wenn kein Player angesteckt ist, soll 
nix zu hören sein.
Der Verstärker hat ja nen Mode-Switch-Pin. Da würde ich nun gerne eine 
Schaltung dransetzen, die genau oben beschriebene Funktion realisiert. 
Nur wie?
Eine Möglichkeit wäre sicherlich, mittels einer Art Stromzange, den 
Stromfluss durch das Kabel zu detektieren, aber das ist wohl zu 
aufwändig.
Einfacher ist es sicher mittels einer Triggerschaltung. Doch weiß ich 
leider nicht, welcher Pegel normalerweise an so einem Kopfhörerausgang 
anliegt.(mein player hat 3mW Leistung, weiß leider nicht mit welcher 
Spannung der läuft. Evtl. 3,3V?)
Und was ist, wenn jemand die Klinke berührt. Bei meiner Anlage brummt's 
da ordentlich. (Was für Pegel liegen da z.B. an?)

Danke für eure Hilfe.
Angehängte Dateien:
Gast #1733960
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Kenne mich da leider nicht so aus, aber haben Lautsprecher nicht 
spezifizierte Ohm-Angaben?
Oder kannst du viellt. den DC-Widerstandswert ausrechnen, dann könnte 
man ja zumindest für gaanz tiefe Frequenzen sagen, welche Spannungen / 
Ströme da fließen.

Gute Nacht!
Persönliche Seite #1733973
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Ein Kopfhörer hat üblicherweise eine Impedanz zwischen
32 Ohm und 128 Ohm.
Bei 3 mW an 32 Ohm liegt daher folgende Spannung an (RMS):

Ein leises Signal von angenommen -40 dB sollte den Verstärker schon 
einschalten.

-40 dB von 310 mV sind etwa 3 mV.

Wenn man den Stecker anfasst, kann der Pegel deutlich über -40 dB 
liegen. Entweder man akzeptiert, dass der Verstärker dann einschaltet, 
oder 50 Hz und Oberwellen davon dürfen nicht zum Einschalten führen, 
müssten also um mindestens 40 dB bedämpft werden.

Grüße,

Peter
Gast #1734035
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Wie wäre es mit einer Klinkenbuchse mit Schalter?
Allerdings würde der Verstärker dann auch bei eingestecktem aber nicht 
eingeschaltetem MP3-Player arbeiten.

Um ein Signal zu detektieren, braucht man eigentlich nur einen 
Komparator an einen der Audio-Eingangskanäle hängen. Dahinter ein 
Monoflop, das dafür sorgte, dass kein Einschaltknacken erzeugt wird 
(Einschaltverzögerung ca. 100ms), und eins, das den Verstärker wieder 
ausschaltet, wenn über eine gewisse Zeit kein Signal kommt (z.B. 10 
Sekunden).
Die Ausgänge der beiden Monoflops schaltet man dann noch mit einer Logik 
zusammen, so dass der ganze Kram wie gewünscht funktioniert...
Man könnte es auch mit einem 8-Pin-Mikrocontroller machen...
Gast #1734036
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Was vergessen:
>Einfacher ist es sicher mittels einer Triggerschaltung. Doch weiß ich
>leider nicht, welcher Pegel normalerweise an so einem Kopfhörerausgang
>anliegt.(mein player hat 3mW Leistung, weiß leider nicht mit welcher
>Spannung der läuft. Evtl. 3,3V?)

0,775Vpp

>Und was ist, wenn jemand die Klinke berührt. Bei meiner Anlage brummt's
>da ordentlich. (Was für Pegel liegen da z.B. an?)

Das liegt nicht am Pegel, sondern am hochohmigen Eingang.
Der Mensch ist eine super Antenne und als Quelle relativ niederohmig.
Der Eingang eines Verstärkers sollte möglichst hochohmig sein.
Dadurch werden auch kleine Signale dann sehr stark verstärkt.
OP #1734402
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Wie kommst du auf die 0,775Vpp?

In dem Verstärker sind ja OPVs integriert. Die verstärken ja die 
Spannungsdifferenz zwischen dem einen Eingang und Masse bzw. einer 
Referenzspannung. Und wenn ich da praktisch mit der Hand an den Eingang 
rangehe, habe ich durch meine Antennenfunktion und meinen 
Körperwiderstand von 1-3 kOhm doch einen Stromfluss und somit einen 
Spannungspegel anliegen.

Die einfachste Variante wäre natürlich, die Spannungsversorgung des 
Vestärkers mittels eines Schalters zu trennen (Werd ich auch machen, 
wenn nix anderes funktioniert).

@Peter
Meinst du damit, ich soll das Eingangssignal um 40dB abschwächen?
OP #1821164
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Hallo

Wie von euch schon vermutet, liegt die Spannung am Kabel, wenn es frei 
in der Luft hängt ein Vielfaches über der mittleren Ausgangsspannung des 
Players. Diese Lösung fällt also ins Wasser.

D.h. ich muss den Stromfluss im Kabel messen. Dafür benötige ich nun 
einen Stromsensor im mA-Bereich.
Hat jemand auf Anhieb einen parat, den es auch als DIP-Ausführung gibt?
Bei Farnell geht's preislich bei Stromsensoren ja schon mal bei 9€ los. 
Und die sind dann auch nicht für meinen Anwendungsbereich geeignet.

Dann evtl. selber bauen? Hab ne Anleitung gefunden mittels eines 
Ferritringes und eines Hallsensors. Was meint ihr dazu?
Gast #1821188
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Das Signal, was das Kabel einfängt, wenn der Stecker offen ist muss dich 
nicht stören, der MP3-Player ist es normalerweise gewohnt, gegen eine 
Last von etwa 30 Ohm zu arbeiten, d.h. wenn du von den Eingängen nach 
Masse 100 Ohm-Widerstände schaltest, ist das Problem gelöst. Die 
Signalerkennung ist da schon etwas aufwendiger. Aus Gehörschutzgründen 
dürfen MP3-Player nur noch wenige 10 bis 100 mV abgeben. Die müssten 
erstmal (stromsparend) verstärkt werden, um den Trigger anzusteuern. 
aber 50µA halte ich durchaus für realistisch, der Ruhestrom des TDA im 
abgeschaltetem Zustand kommt ja noch hinzu.
mfG ingo

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