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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf HAYS - Einsatz externer Ingenieure 2010 - eine Bedarfsanalyse


Autor: Peter (Gast)
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Hier ist eine interessante Studie von HAYS (Recruiting etc.) zum Thema 
externe Ingenieure (Freiberufler, Werkverträge, Zeitarbeit).

Zusammenfassung
Die Befragungsergebnisse lassen drei Entwicklungen erkennen, die für die 
Akteure im Markt für externe Inge-nieure (Anwenderunternehmen, externe 
Ingenieure und Dienstleister im Ingenieurumfeld) von großer Relevanz 
sind. Sie belegen erstens, dass der Einsatz externer Ingenieure in den 
untersuchten Branchen mit hoher Ingenieurdichte in Deutschland heute 
bereits breit etabliert ist – und dies sowohl in Großunternehmen als 
auch im Mittelstand. Die Ergebnisse der Untersuchung lassen darauf 
schließen, dass sowohl die Verbreitung des Externeneinsatzes als auch 
die Anzahl der eingesetzten externen Ingenieure in deutschen Unternehmen 
kurz- und mittelfristig weiter zunehmen werden. Insbesondere in größeren 
Unternehmen ist eine Verschiebung der Personalstruktur hin zu flexiblen 
Beschäftigungsformen zu beobachten.
Zweitens zeigen die Befragungsergebnisse, dass die zwei zentralen 
Wertversprechen des Einsatzes externer Ingenieure – höhere Flexibilität, 
da Ressourcenengpässe überbrückt werden können, sowie Kostenvorteile, da 
temporär benötigtes Spezialwissen nicht vorgehalten werden muss – auch 
in der Praxis realisiert werden. Die von den Unternehmen berichteten 
Vorteile des Externeneinsatzes reichen jedoch noch deutlich weiter, sie 
schließen u.a. auch Möglichkeiten der Rekrutierungs-unterstützung und 
des Know-how-Aufbaus ein.
Drittens verdeutlichen die Aussagen der Unternehmen, dass die schnelle 
und nahtlose Integration externer Ingenieure von zentraler Bedeutung ist 
– sowohl für eine weitere Verbreitung als auch für die erfolgreiche 
Realisierung von Vorteilen des Externeneinsatzes. So wurden „zu lange 
Einarbeitungszeiten“ einerseits als wichtigste Barriere für den Einsatz 
der Externen identifiziert. Andererseits maßen die Befragten jenen 
Faktoren und Maßnahmen, die zu einer schnelleren Einarbeitung und 
Integration der Externen beitragen (z.B. definierte Regeln und Prozesse, 
Integrationswille der Externen), eine überdurchschnittlich hohe 
Bedeutung für den Einsatzerfolg bei.
Fazit
Unternehmen sollten die zunehmende Relevanz des Einsatzes externer 
Ingenieure zum Anlass nehmen, sich verstärkt langfristig und strategisch 
mit dem Thema zu beschäftigen und auf den Externeneinsatz vorzubereiten. 
Ein strategisches und langfristig geplantes Vorgehen ist eine 
wesentliche Voraussetzung, um die Vorteile flexibler 
Beschäftigungsverhältnisse im Ingenieurumfeld tatsächlich zu realisieren 
und auszuschöpfen. Dabei sollte ein besonderes Augenmerk auf der 
Entwicklung von Maßnahmen zur schnellen Einarbeitung und Integration der 
Externen liegen. Ansatzpunkte hierfür finden sich bei der Gestaltung der 
Zusammenarbeit mit vermittelnden Dienstleistern, bei der Auswahl der 
Externen (Gewichtung und Prüfung des Integrationswillens) sowie auch bei 
der Gestaltung von Einarbeitungs- und Teamaufbauprozessen.
Externe Ingenieure sollten parallel daran arbeiten, ihr technisches 
Spezialwissen auszubauen. Die Studien-ergebnisse belegen, dass es einen 
großen und zukünftig noch steigenden Bedarf für externe Ingenieure gibt 
– vorausgesetzt, sie bringen benötigtes Spezialwissen und 
projektrelevante Erfahrung mit. Allerdings reicht technisches 
Spezialwissen allein nicht aus. Integrationswille und Teamfähigkeit – 
dies belegt die Studie – haben ein mindestens genauso hohes Gewicht bei 
der Auswahl


Die komplette Studie findet sich hier.

Quelle: 
http://www.hays.de/mediastore/pressebereich/Studie...

Autor: Peter Kartoffel (Gast)
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Aha, der Kartoffelbauer findet heraus, dass der Verzehr von Kartoffeln 
gesund ist und die Menschen zu wenig Kartoffeln essen.

Und dann noch, dass beim Anbau das Einpflanzen der Kartoffeln 
aufwändiger ist, als deren Pflege.

Ich bin beeindruckt.

Autor: Warmweiß (Gast)
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Der Bedarf an hochspezialisierten, technisch sehr versierten 
(MINT)-Mohren auf Abruf, ähnlich wie ein Pizza-Bringdienst, die für 
verhältnismäßig geringes Entgelt ans Werk gehen, ist natürlich auch in 
Zukunft gegeben und wird weiter ansteigen.
Eine Berufsgruppe muss ja für BWLer u. A. die heißen Kohlen aus dem 
Feuer holen.

Autor: Ländle (Gast)
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Diese Studie und weitere Studien raten der Industrie und dem Mittelstand 
generell auf den eigenen Know-How-Aufbau zu verzichten und über große 
Vermittler dieses Know-How in Form von billigen Ingenieuren einzukaufen. 
In diesem Zuge werden die Gehälter weiter sinken und die Kosten für die 
nötige Weiterbildung bleibt bei den Ingenieuren hängen. Diese verrückte 
Kosteneinsparung wird das Interesse an technischen Berufen weiter sinken 
lassen und die Gewinne der Sklavenhändler weiter wachsen lassen. Die 
Industrie verliert ihre Kompetenz und Ansehen(siehe Fehlplanungen bei 
EADS). Aber wichtig ist, dass sich die BWL profiliert und ihre Gehälter 
stimmen.

Autor: Peter (Gast)
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Ich finde sowas klasse:

"Externe Ingenieure sollten parallel daran arbeiten, ihr technisches
Spezialwissen auszubauen. Die Studien-ergebnisse belegen, dass es einen
großen und zukünftig noch steigenden Bedarf für externe Ingenieure gibt
– vorausgesetzt, sie bringen benötigtes Spezialwissen und
projektrelevante Erfahrung mit."

Als externe Leih-Ing., der eh 10-30% weniger an Gehalt bekommt als ein 
Festangestellter und eventuell fern von der Familie in seiner 
Hilfsunterkunft hockt, soll dann seine Freizeit sinnvoll nutzen, um sich 
auf eigene Kosten, Spezialwissen anzueignen.
(Bevor er aus Frust sich abends einen ansäuft)

Warum leiht sich EADS / Airbus ihre fehlende Luft- und 
Raumfahrtingenieure einfach aus, es gibt doch genug gute Dienstleister 
wie HAYS ?

leicht frustriert und jobsuchend

Peter

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Reine Werbung zum Selbstzweck.

Irgendwie stellt sich so manch einer den Ingenieur total weltfremd vor, 
wie einen einfachen Maurer, dem man ein paar Steine hin legt, und einen 
Eimer Mörtel daneben stellt. Klar, der kann daraus sofort anfangen, eine 
Wand zu mauern.

Wer soll denn die Ingenieure eigentlich im Know How ausbilden? Es ist 
doch bei diesen Dienstleistungsgeschichten gerade so, daß das vorhandene 
Wissen des Ingenieurs eben mal genutzt wird, bzw. reicht, mehr nicht. Da 
will doch niemand was investieren, denn das widerspricht ja den 
BWL-Gedanken. Wenn einer was nicht kann, geht es wie beim Arzt: Der 
nächste bitte!

Bzw., der nächste Herr, die selbe Dame...

prust ... und weg!

Autor: Peter (Gast)
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Wissen und Know How eines Ingenieurs, Techniker etc. lassen sich eben 
von keinem BWL-er oder Personaler in Euronen erfassen.

Für die Weiter- und Fortbildung sind ja die Dienstleister zuständig, 
denen das zu teuer wird und diese Aufgabe gerne an die Arbeitsagentur 
weitergeben.

Zumindest ist diese Hays-Studie ganz interessant, wie manche Firmen über 
Ingenieurdienstleistung denken.

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