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Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP Kamera an Microcontroler ?


Autor: Kim (Gast)
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Hy ich hab zwei kleine S/W Kammeramodule mit "1V p-p composite video" 
Ausgang gefunden und ich wollt wissen ob man die an Microcontroler 
anschließen kann ? z.B. für nen Roboter
Danke schonmal für antworten

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Pauschal kann man da mal ja sagen. Das ist eher eine Frage des Aufwandes 
und der verwendeten Hardware.

An was für Microcontroller hattest du denn gedacht ?

Man muss das Signal halt entsprechend kodieren also digitalisieren (man 
würde hierfür eigentlich Kameras mit waschechtem digitalem Ausgang 
(i2c,rs232 or whatever) verwenden. Das heißt komprimieren, File-Header 
dazubringen, irgendwo speichern (SD-Karte).

Das problematischere an dem Spaß ist die nachfolgende Bildverarbeitung. 
Wikipedia gibt einen sehr kleinen Einblick in die Komplexität des 
Themas:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bildverarbeitung

Bildverarbeitung ist eine der Königsklassen auf dem Microcontroller. Da 
sollte man schon ein paar Jahre µC sehr gut Programmieren. Die üblichen 
kleinen Microcontroller sind dafür nicht vernünftig zu gebrauchen. Da 
kann man nichts vernünftig machen - ich würde da eher in Richtung FPGA 
tendieren. Primäres Problem ist die Geschwindigkeit.

Was ich dir empfehlen kann ist aus WII-Remote die Kamera zu nehmen. Die 
reagiert zwar nur auf IR-Licht (richtig). Sie gibt dir x und y Position 
der 4 hellsten IR-Quellen auf den I2C-Bus. Das ist zum Einsteigen schon 
mal super. Du wirst schon genug Scherereien haben diese einfachen Daten 
sinnvoll weiterzuverarbeiten.

Autor: Mike Strangelove (drseltsam)
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Anschließen ja, aber rauskommen wird vermutlich nichts praktikables. 
Lies Dich doch mal ins Thema s-video, fbas und pal ein. Dann kannst Du 
Deine Chancen realistisch abschätzen.

Autor: Olaf (Gast)
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> ich wollt wissen ob man die an Microcontroler anschließen kann ?

An einem Mega8 wohl nicht. :-)
Der SH7262 aus dem Autoradioprojekt hat einen Videoeingang. Die Frage 
ist natuerlich was willst du spaeter mit den Daten machen. Je nachdem 
was dir dann vorschwebt sind die 144Mhz vielleicht zu langsam...

Mich wuerde aber eher interessieren was das ganze Robotergebastel soll. 
Es ist doch letztlich nur eine ingenieurmaessige Fingeruebung einen 
Roboter zu basteln was Mechanik, Aktoren und Sensoren angeht. Aber ein 
Konzept das die Kiste versteht wenn ich sage ein "Ein kaltes Bier bitte" 
fehlt IMHO noch voellig.

Olaf

Autor: Strubi (Gast)
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Hi,

mit Analog-Kameras wuerde ich das vergessen, ist ein zu grosser Aufwand 
(Video codec eindesignen, usw.)
Such in dieser Rubrik mal nach Omnivision, SRV1 (ziemlich populaerer 
Kamera-Roboter) oder Blackfin, da findest du einiges an Information.
Videoeinzug an den gaengigen uCs kannst du eigentlich in den meisten 
Faellen knicken, ausser, sie haben dedizierte Videoports mit 
Sync-Eingaengen und DMA.
Die meisten intelligenten Kameras benutzen Blackfins oder auch einige 
TI-Modelle (OMAP), wenn nicht FPGA - letzteres wuerde ich aber eher dem 
"high end" zuordnen, da von den Entwicklungskosten nicht unerheblich.

Gruesse,

- Strubi

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Dem Mikrocontroller fehlt es vor allem an Speicherplatz und 
Geschwindigkeit.

Hier ein Beispiel für eine einfache Video-Ausgabe über den USART eines 
ATMega48 im MSPI-Modus. Takt 18 MHz, Pixeltakt 2,25 MHz, im Interrupt 
ausgegeben, benötigt etwa die Hälfte der Rechenzeit, der Rest steht für 
das Hauptprogramm zur Verfügung. Der Videoausgang besteht aus drei 
Widerständen.

Auf die gleiche Weise könnte man ein schwarzweißes (ohne Graustufen) 
Bild einlesen. Der Analogkomparator könnte den Synchronimpuls erkennen.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Im Elektor Septemberheft 2010 ist jetzt genau so ein Projekt 
beschrieben, ein Schwarz-Weiß Videokameramodul an einem einfachen PIC 
Controller. Synchronimpuls mit LM1881, Einlesen durch ADC-Sampling, ein 
Pixel pro TV-Zeile.

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