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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 40Watt Verstärkerproblem


Autor: Reto (Gast)
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Hallo liebe Forummitglieder/Innen
Ich habe seit längerem einen Radio/Verstärker. Er ist leider immer warm, 
auch wenn ich ihn gar nicht benutze. Da ich nun Ferien habe und genug 
Zeit, habe ich mir gedacht, ich gehe der Sache mal auf den Grund. Da es 
der Transformator ist, welcher warm ist, habe ich ihn von den Platinen 
gelöst und den Leerlaufstrom gemesen. Er beträgt 50ma. Das ergibt bei 
einer Spannung von 230V eine Leistung von 11.5W,  was wie ich finde 
einwenig hoch ist. Wenn die Platinen angeschlossen sind beträgt der 
Strom ca. 80ma (ohne Lautsprecher). Ich kann ihn auch nicht einfach 
ausstecken, wenn ich ihn nicht brauche, da sonst die Sender, Zeit etc. 
verloren gehen.
Weis jemand, was man gegen diesen hohen Leerlaufstrom machen kann, damit 
ich nicht die ganze Zeit eine solche Heizung im Zimmer habe?
Im Anhang sind noch einige Bilder von Trafeo, Verstärker usw.
Freundliche Grüsse Reto

Autor: Ingo (Gast)
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Du könntest den Schaltungsteil lokalisieren, der ständig mit Spannung 
versorgt werden muss, und die (bei unregelmäßiger Benutzung) extern mit 
einem sparsamen externen Netzteil zuführen, oder mit einem kleinen 
Akku stützen, der bei Ntzbetrieb mit einem kleinen Strom gepuffert wird.
mfG ingo

Autor: Reto (Gast)
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Ja das habe ich mir auch schon überlegt aber wie finde ich heraus, wo 
diese Spannung anliegen muss? Und die 50ma im Leerlauf sind die normal?

Autor: Backbert (Gast)
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Das ist ein Audio-Verstärker und die laufen im AB-Betrieb ... D.h. die 
Ausgangstransistoren sind immer halb offen, daher wird der warm.

Da kannst du nichts machen!

Grüße,
Backbert

Autor: Reto (Gast)
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Wenn der Verstärker alleine warm werden würde, dann würde ich mich auch 
nicht wundern. Aber wenn der Transformator ohne irgendwelche 
angeschlossene Verbraucher so warm wie ein Handwärmer wird, dann frag 
ich mich schon einwenig...  Ich verwende gerade einen anderen Verstärker 
und der wird im Betrieb so warm wie der andere, wenn er ausgeschaltet 
ist!
Grüsse Reto

Autor: Jens G. (jensig)
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Normale Trafos werden nun mal etwas/reichlich warm - auch ohne Last.
Aber es gibt auch gekonnt designed Verstärker/Radios/Hifi-türme, die 
beim drücken auf die AUS-Taste im Display nur "AUS" vermelden, aber 
sonst alles im Innern weiterhin unter Spannung steht.

Autor: MaWin (Gast)
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Trafos werden auch im Leerlauf warm.
Das sind die Leerlaufverluste.
Ob es wirklich 11 Watt sind, sei dahingestellt, weil Strom und Spannung 
phasenverschoben sind und man deswegen nicht einfach 230V~ x 50mA 
rechnen kann. Man braucht einen Energiekostenmesser, der bei so geringen 
Leistungen noch genau genug ist. Aber egal, dir ist er "zu warm", egal 
wie viel Watt das nun sind.

Der Hersteller bestimmt bei der Fertigung, wie viele Windungen seine 
230V~ Wicklung haben darf.
Um so mehr, um so geringer ist die Magnetisierung pro Volt, um so 
geringer sind die Verluste im Leerlauf, aber um so teure wird der Trafo.
Verwendet man einen Ringkerntrafo, sind die Verluste noch geringer, weil 
Drahtlänge vs. Kernlänge dort besser sind.

Dein Trfao hat zumindest 2 Nachteile:

Er ist immer am Netz, weil dem gerät ein richtiger Netzschalter fehlt.
Steck das Gerät in eine Steckdosenleiste mit Schalter und verzichte auf 
die Möglichkeit ihn per Fernbedienung einschalten zu können.
Das klappt aber nur so lange, so lange der Tuner nicht die 
Radiostationen vergisst, wenn der Strom zu lange wegbleibt.

Wenn der Trafo wärmer wird als nach dem Kauf, kann auch ein 
Isolationsfehler vorliegen, es kann sein, daß der Draht irgendwo eine 
kaputte Isolierung hat, und 2 oder mehrere Windungen kurzgeschlossen 
sind. Dann steigen die Verluste. Reparieren ist nicht. Du müsstest mal 
nachmessen (noch geht der Trafo ja) welche Sekundärspannunngen er so 
produziert und wie viel Strom von jeder einzelnen benötigt wird 
(Drahtdurchmesser ermitteln, denn du wirst ihn nie auf Vollast 
betreiben).
Dann kann du einen identischen Trafo kaufen, oder falls er ungewöhnliche 
Sekundärspannungen hat einen kundenspezifisch anfertigen lassen (kostet 
etwa doppelt so viel wie einer von der Stange). Wenn du dann einen 
Ringkerntrafo nimmst und dem Hersteller sagst du möchtest deutlich 
geringere Leerlaufverluste, wird der neue Trafo wesentich besser sein, 
als der eingebaute.

Der eingebaute hat immerhin eine Kurzschlusswicklung aus Kupfer drumrum, 
um Störungen vom Gerät fernzuhalten. Fehlt dem neuen Trafo so was, ist 
sein Einfluss (Brummen...) auf das Gerät grösser.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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...wenn das eine Kurzschlußwindung wäre, würde der Trafo laut hörbar 
qualmen.

Gruß,

Holm

Autor: Reto (Gast)
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Nun ja noch läuft das gerät und produziert halt weiter unnötig wärme... 
Trotzdem Danke für eure Antworten! Gruss Reto

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