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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Unbenutzten OPV wie beschalten?


Autor: Mike (Gast)
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Hallo Leute,

ich habe schon in Forum gesucht, aber nichts gefunden, obwohl es
neulich angesprochen worden ist.

Wenn ich von einem 4fach OPV nur 3 benutze, wie beschalte ich am besten
den 4ten?

Besten Dank

Autor: Robert (Gast)
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Was für ein Typ ist dein OPV? u.U. einfach den Ausgang mit dem neg.
Eingang verbinden, und den positiven auf ein zulässiges potential.

Robert

Autor: Thorsten (Gast)
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  • preview image for op.gif
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Auf jeden Fall mal einen Blick ins Datenblatt werfen. Manche OPs haben
intern noch Schutzdioden (siehe Anhang), die Möglichkeit von Robert
würde dann ohne Vorwiderstand unweigerlich zum Kurzschluß führen.

Gruß
Thorsten

Autor: crazy horse (Gast)
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Wieso das denn??
Ist korrekt, aber der OP bei Verstärkung 1 stabil sein, dass sind
durchaus nicht alle, kommt also auf den Typ an.

Ansonsten kann man beide Eingänge auf Masse legen, der OP wirkt dann
als Komparator (open loop), der Ausgang geht in die Sättigung, in
welche Richtung, hängt vom Vorzeichen der Eingangs-Offsetspannung ab.
Schädlich für den OP ist Sättigungsbetrieb nicht.

Autor: Kurt (Gast)
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Hallo Mike,

Der Vorschlag vom Robert sollte eigentlich optimal
und ohne Probleme für jedem Spannungsgesteuerten OP funktionieren.
An den Diffeingängen liegt dann ja gleiche Spannung
+ dem Offsetfehler .

Gruss Kurt

Autor: Mtron (Gast)
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Hallo,

also ich setze die Eingänge immer auf Masse und laß die Ausgänge frei.
Da hat bis jetzt ohne Probleme funktioniert.

Gruß
René

Autor: Peter Dannegger (peda)
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"Da hat bis jetzt ohne Probleme funktioniert."

Genau so haben z.B. die Seilbahnbetreiber von Kaprun auch gedacht (und
leider auch danach gehandelt).

Das bisherige Nichtbemerken eines Problems ist ein völlig untaugliches
Mittel zum Nachweis des Nichtvorhandenseins eines Problems !!!


Wenn es auf geringstes Rauschen ankommt, sollte man die Methode mit
Gegenkopplung bevorzugen.

Es ist selten, aber nicht unmöglich, daß ein Verstärker bei einer
bestimmten Temperatur einen Offset von exakt 0 hat.
Und in diesem Fall würde der OV im linearen Bereich arbeiten und, weil
ohne Gegenkopplung, am Ausgang ein hohes Rauschen entstehen, welches
auf den verwendeten OV überkoppeln kann.


Peter

Autor: Mtron (Gast)
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Hallo Peter,
das ist zwar Richtig, aber ich glaube nicht dass damit die Frage von
Mike beantwortet wurde.
Meine Beschaltung benutze ich für einen Rail-to-rail OP mit single
supply mit 4 OP´s von denen ich auch nur 3 nutze. Wenn du eine bessere
Beschaltung des freien OP´s hast wäre ich Dir sehr dankbar.

René

Autor: Peter Dannegger (peda)
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@Mtron,

"...aber ich glaube nicht dass damit die Frage von
Mike beantwortet wurde."


Wurde sie doch schon längst von Robert:

"...einfach den Ausgang mit dem neg. Eingang verbinden, und den
positiven auf ein zulässiges potential."

d.h. 100% Gegenkopplung (Verstärkung = 1).
Und ein zulässiges Potential ist z.B. bei einem Rail-to-rail OP auch
-VSS.


Peter

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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@crazy horse:

Du kannst nicht einfach die Eingänge aller OPV auf Masse legen. Das
geht nur bei denen, die entsprechende Eingänge haben die auf Masse
gelegt werden dürfen. Das kommt immer ganz auf den OPV an.

Von daher: Datenblatt lesen! Meistens steht sowieso drin, wie
nichtgenutzten OPV beschaltet werden sollen.

Mike könnte ja auch mal den genauen Typ seiner OPV angeben...

Autor: Mike (Gast)
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oh oh, warum auch immer kam mein posting nicht an..

ich benutzte lm358,lm324,op177

Autor: Kurt (Gast)
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Hallo Mike,

Hier noch eine Anregung:
Den OP auf Verstärkung 1 setzen (Neg Eingang mit Ausgang verbinden).
Die genannten OP sollten hier stabil arbeiten (interne Gegenkopplung).
Den Pos Eingang auf auf das Potential eines anderen OP-Eingangs
schalten (darf aber keine Belastung darstellen).
Dadurch spart man sich einen Spannungsteiler, ist immer im erlaubten
Bereich und ausserdem ist das interne Übersprechen minimiert.

Gruss Kurt

Autor: crazy horse (Gast)
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@michael (ein anderer):

"Du kannst nicht einfach die Eingänge aller OPV auf Masse legen. Das
geht nur bei denen, die entsprechende Eingänge haben die auf Masse
gelegt werden dürfen. Das kommt immer ganz auf den OPV an.

Von daher: Datenblatt lesen! Meistens steht sowieso drin, wie
nichtgenutzten OPV beschaltet werden sollen."

Ohne zu behaupten, alles über OPs zu wissen: ich glaube nicht, dass du
mir da allzuviel beibringen kannst.
Es gibt single-supply und dual-supply. Ich zumindest kenne keinen
single-supply-Typ, bei dem Gnd (=negative Versorgung) nicht zum
erlaubten Eingangsspannungsbereich gehört. Bei Dual-Versorgung ist es
sowieso kein Problem, Eingänge auf Masse zu legen. Wer dann allerdings
dual-supply-Typen mit Einfach-Versorgung einsetzt und sich wundert,
dass Eingangsspannung=Masse=negative Versorgung nicht funktioniert,
braucht sich nicht wundern - das kann Probleme geben.
Insofern versteh ich dein posting nicht wirklich.

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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@crazy horse:

> Es gibt single-supply und dual-supply.

So etwas gibt es nicht. OPV werden an einer Spannung angeschlossen. Sie
haben einen positiven und einen negativen Versorgungsanschluss.

Ob der negative Anschluss nun GND ist oder sonst ein Spannung innerhalb
Deiner Schaltung, ist dem OPV schnurz-piep-egal. Das einzige was den OPV
interresiert ist die minmale und die maximale Spannung zwichen diesen
beiden Anschlüssen.

Wenn da irgendwo steht "single-supply" heisst das, dass der OPV nicht
mindestens +-12 Volt, also 24 Volt Spannung benötigt, und der OPV eben
darauf auf niedrige Versorgungsspannung optimiert wurde.

Und es gibt eben OPV, deren Eingänge dürfen sich nur in der Nähe der
positiven Versorgungspannung aufhalten, andere wiederrum nur in der
Nähe der negativen, und anderen wiederrum ist es egal, die haben
Rail-To-Rail Eingänge; es gibt auch OPV mit Eingängen die über,
respektive unter, die Versorgungsspannunganschlüsse gehen dürfen.

Autor: Mike (Gast)
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ich muß ihn nochmal hochholen.

""...einfach den Ausgang mit dem neg. Eingang verbinden, und den
positiven auf ein zulässiges potential."

d.h. 100% Gegenkopplung (Verstärkung = 1).
Und ein zulässiges Potential ist z.B. bei einem Rail-to-rail OP auch
-VSS.

"
bedeutet dies, ich kann mit einem lm358 als zulässiges potential den
positiven eingang auf 5V setzen?

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ja, das war wohl etwas mißverständlich.

Ich meinte den zulässigen Bereich, in dem er noch analog arbeitet und
der nennt sich "Common Mode Input Range".

Viele OPVs sind keine "rail to rail", sondern können nur "include
negative rail" und das ist dann -VCC.


Peter

Autor: MHz (Gast)
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Hallo,

ich kram den Beitrag aml raus.

zum Beitrag von:

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
Datum: 24.12.2004 00:55

Heißt das pauschal, dass alle Dual Supply OPVs mit z.B. +-15V 
automatisch an +30V und GND betrieben werden können?

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

ja, das heißt es. Ein üblicher OPV hat keinen Extra-GND-Anschluß, der 
weiß also nichts über den Bezugspunkt der Schaltung.

Natürlich muß Du dann etwas rechnen, weil die Hersteller auch die Daten 
auf z.B. die Mitte (GND) von +-15V beziehen. Ein 
Eingangsspannungsbereich von z.B. +-10V sind bei GND und +30V dann eben 
+5V/+25V an den Eingängen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Michael (Gast)
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Genau, der OPV weiß nix vom Bezugspunkt. Wichtig ist nur die Differenz 
zwischen den Versorgungsspannungen wie Michael U. schon schrieb. Wir 
haben mal gesagt, dass GND null Volt sei und dies sei unser Bezugspunkt. 
Das hat damit zu tun, weil sich damit einfacher rechnen lässt. Unser 
Bezugspunkt hätte auch 27895363 Volt sein können. Entsprechend doof 
lässt sich damit rechnen. Ein gutes Beispiel dazu ist z.B. auch die 
Temperatur. In grauer Vorzeit wählte man mal den Gefrierpunkt von Wasser 
bei Normalbedinung als Bezugspunkt. Daraus resultiert heute, dass der 
Absolute Nullpunkt bei 273,15 °C liegt, eine auch nicht ganz so glatte 
Zahl ;)

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