Hi,
Ich wollte nächstes Jahr Mechatronik studieren, weil mir die Themen gut
gefallen und ich selbst nächstes Jahr als Mechatroniker ausgelernt habe.
Wie seht ihr die Chancen nach dem Studium?
Würdet Ihr mir lieber was anderes raten z. B. Maschinenbau weil ja
umgangssprachlich Mechatronik ja "nix halbes und ganzes ist".
Danke schonmal für eure antworten!
Gruß Litzi
Du hast es erkannt. Maschinenbau oder Elektrotechnik ist besser weil es
in den Firmen so ist:
Abteilungen:
Hardware
- Elektronik
- Mechanik
Software
- Oberflächen
- Algorithmen
Vertrieb
QS
Produktion
- Arbeitsvorbereitung
- Produktion
Mach einen MBA - bringt dir viel mehr!
Mechatronik-Studiengänge sind je nach Hochschule mehr
Elektrotechniklastig oder Maschinenbaulastig.
Aber da du ja Mechatronik als Lehrberuf hast, ist es doch ganz einfach!
Hat dir die Elektrotechnik/Steuerungstechnik gefallen, dann mehr
Elektrotechnik.
Tendiers du mehr zum Maschinenbau, dann mach MB!.
Mechatronik zu studieren, nur weil man eine Lehre als Mechatroniker
abgeschlossen hat, ist nicht besonders sinnvoll. Den wichtig ist im
Leben die Vielseitigkeit, den die macht einen flexiblel.
Frage an IGBT:
mit MBA ist woll ein wirtschaftswissenschaftlicher Studiengang gemeint,
oder?
Ich habe auch Mechatroniker gelernt und bin jetzt Elektrotechnik am
Studieren. Um als Geselle zu arbeiten ist Mechatroniker ok, wobei man
sich auch dort mehr in eine Richtung mit der Zeit entwickelt. Beim
Studium wirds nicht anders sein. Ein bekannter studiert derzeit
Mechatronik und schreibt nebenbei sehr viel Software und will auch in
diese Richtung weitermachen.
Ich würd dir auch eher zu einem reinem Elektrotechnik- oder
Maschinenbaustudium raten. Die beiden Gebiete sind meiner Meinung nach
einfach zu komplex um beide zu beherrschen. Naja auch E-Technik und
Maschbau sind wohl zu komplex um alles zu wissen ;-)
Ein Freund von mir hat sein Diplom (FH) in Mechatronik 2009 mit dem
Gesamtschnitt 1,6 in BW abgeschlossen. Nach etwa 100 Bewerbungen und 2
VGs hatte er endlich einen Job, für welchen er auch noch 200km wegziehen
musste.
Mein Chef hält auch nicht viel von Mechatronik, da er damit nichts
anfangen kann. Aber vielleicht ist es ja nur blöd.. ok er ist blöd.
Ich würde mich an deiner Stelle entweder für Maschinenbau oder E-Technik
entscheiden.
Habe selbst Mechatronik studiert. Keiner meiner Kommilitonen ist
arbeitslos, selbst die nicht die in der Krise fertig geworden sind. Bei
großen Unternehmen gibt es durchaus ganze Abteilungen für Mechatroniker.
Kann mich also den Meinungen oben nicht anschließen, natürlich sollte
man eine gewisse geistige flexibilität haben um häufig zwischen den
Fachbereichen zu switchen ....
@Litzi (Gast)
Ich glaube IGBT hat mit MBA (Master of Business Administration könnte
aber auch als Management and Business Administration verstanden werden)
den falschen Begriff gebracht, gemeint war wohl MBE (Master of Business
and Engineering) zu Deutsch Wirtschaftsingenieur. Wenn´s dich mehr zur
Führung zieht, ist dies auf jeden Fall noch was, was man sich in deinen
Fall durch den Kopf gehen lassen sollte!
Habe ebenfalls Mechatronik studiert. Nach dem Studium muss man sich
zwangsläufig für eine Richtung entscheiden. Ich selbst bin in der
Elektronik hängen geblieben. Geschadet hat mir das Studium nicht. Im
Gegenteil: ich profitiere immer wieder von meinen Kenntnissen im Bereich
Konstruktion/Werkstofftechnik etc. In der Praxis (sprich im Job) ist das
Niveau häufig so niedrig, dass man im Bereich Elektronik tätig sein
kann, ohne Elektrotechnik studiert haben zu müssen. Z.B. hatte ich keine
theoretische E-Technik. Aber so etwas bräuchte ich im Berufsalltag auch
nicht. Aber mal eben eine Zeichnung nach DIN erstellen zu können ist da
schon hilfreicher. Kommt aber auf den Job drauf an :-)
Mechatronik ja, aber bitte nur an der Uni. Und nein, das gilt nicht für
alle Studiengänge, sondern insbesondere für diese stark gemixten. Da ist
eine rüttelfeste theoretische Grundlage wichtig, um später mehr als
"nichts Halbes und nichts Ganzes" vorweisen zu können. IMHO.
Danke schonmal für eure antworten!
Aber viel geholfen hat mir das leider nicht
Ich denke beim MB fehlt mir einfach die E-Technik, aber E-Technik zu
studieren ist wohl sehr sehr schwer!
Ich weiß von Studenten dass MB da einfacher ist aber was bringt mir ein
Mechatronik Studium wenn ich nur gerade so ein Job bekomme der dann noch
sehr weit weg ist von meinem zu Hause.
Also das ist Quatsch. Vor allem dieses "leichter" "schwerer". Ein
E-Technik Studium ist nicht generell schwieriger als ein MB-Studium. Das
kann man überhaupt nicht sagen.
Aber warum sagen dann so viele Menschen dass ein E-Technik Studium
schwerer sei. Ich würde gerne E-Technik studieren aber irgendwie hab ich
da ein wenig Angst davor da es ja sehr viel mathe ist. Ich mache zwar
Mathe gerne und werde denke ich mal auf eine 1 kommen in der Dualen
Berufsoberschule aber ich möchte in dem Studium nicht nur lernen und
kein Leben mehr haben
Ich weiß jetzt nicht was eine duale Berufsoberschule ist aber dass du
Mathe magst ist doch schon einmal eine gute Voraussetzung für E-Technik.
Ob du "lebst" oder nicht hängt nur von deiner Einstellung zum "Leben"
und von deinem Kontostand ab. Nicht davon, in welchem Studium du büffeln
musst (abgesehen von Wirtschafts*.* Studiengängen).
Vielleicht ist E-Technik schwerer aber in Maschinenbau wirst du sicher
nicht einfach so durchgewunken.
Duale Berufsoberschule ist einfach eine Abendschule in der ich mein
Fachabi nachhole neben der Ausbildung zum Mechatroniker. Da habe ich
aber auch weniger Fächer: Mathe, Deutsch, Englisch, Sozialkunde, Physik.
Könnte das ein Problem werden oder wird das eher positiv gesehen dass
ich mich Abends nach der Arbeit noch in die Schule begebe.
Meiner Meinung nach ist Elektrotechnik mathematisch nicht schwieriger
als Maschinenbau. Ich studiere Elektrotechnik, aber wohne hier auch mit
Maschinenbaustudenten zusammen. Die Lernen das Gleiche in Mathematik.
Was nur einen Unterschied macht, ist, dass Elektrotechnik wohl
abstrakter ist. Während die Maschinenbauer mit Kräften in Stäben,
Drücken in Flüssigkeiten und Temperatur und Volumen… rechnen, geht es in
der Elektrotechnik um zweidimensionale Signale, Felder, relativistische
Korrekturen…
Maschinenbau arbeitet tendenziell mehr mit anschaulichen Objekten. Das
macht aber keinen großen Unterschied, wenn man nicht versucht, sich
alles bildlich vorzustellen.
Die eigentliche Hürde eines Studiums ist immer das Grundstudium. Danach
passiert eigentlich nix mehr. Und das Grundstudium dürfte sich stark
ähneln, da hat Dussel schon recht.
Ich werde demnächst anfangen Mechatronik zu studieren (Verbundstudium)
und bin in der Softwareentwicklung/embedded Systeme im Unternehmen
tätig.
"Mechatronik ja "nix halbes und ganzes ist"."
Noch kann ich es nicht beurteilen, aber das Unternehmen hat für den
Bereich eingebettete Systeme (mein Wunsch) nicht zwischen Elektrotechnik
und Mechatronik als Fach differenziert.
Bei uns im Team sind sowohl Elektrotechniker als auch Mechatroniker
zugange.
Ich stand vor der gleichen Entscheidung/Frage und habe mich schließlich
für die Mechatronik entschieden, weil es "abwechslungsreich" von den
Fächern ist und weil mir die Robotik spaß macht.
Wenn dir Mechatronik bis jetzt Spaß gemacht hat/weiterhin Spaß macht,
dann mach das. Nur weil Leute sagen, dass Mechatronik nichts halbes und
nichts ganzes ist würde ich mich nicht zu Maschinenbau/Elektrotechnik
drängen lassen.
Die Frage nach dem richtigen Studium ist recht einfach zu beantworten.
Nach dem Studium übst du (hoffentlich) bis zur Rente einen Beruf aus.
Diese Tätigkeit dient nicht nur zur Sicherung deines Lebensunterhaltes
sondern hat etwas mit Berufung zu tun – einer inneren Stimme, die einen
zu einer bestimmten Lebensaufgabe drängt. Auf diese sollte man unbedingt
hören. Einen Schritt in diese Richtung bist du ja schon gegangen, du
hast den Beruf eines Mechatronikers erlernt.
Elektrotechnik vs. Maschinenbau – was ist besser?
Natürlich kann ein Mechatroniker in der regulären Studienzeit eines
Bachelors oder Masters kein vollausgebildeter Elektrotechniker oder
Maschinenbauer werden, aber das ist auch gar nicht die Aufgabe eines
Mechatronikers. Und, was heißt überhaupt Elektrotechniker oder
Maschinenbauer? Ein Absolvent der Elektrotechnik beherrscht bei weitem
nicht das breite Spektrum der Elektrotechnik, abgefangen von der
Mikrowellentechnik, über die Feldtheorie bis zur Starkstromtechnik. Er
muß sich also auch hier schon arg auf einige wesendliche Grundlagen
beschränken. Das gleiche gilt natürlich für den Maschinenbauer. Wie
sollte er in einem Studium den gesamten Stoff der
Schwermaschinenkonstruktion über die
Fertigungstechnik/Produktionstechnik bis hin zur Mikrobearbeitung oder
Laseroptik erlernen?
In der Mechatronik geht es vor allem darum fachgebietsübergreifende
Grundlagen zu legen und damit Synergieeffekte zu schaffen. Wenn du
begriffen hast, dass z.B. ein Federbein eines Fahrzeuges (KFT-Technik)
den gleichen mathematischen Grundlagen folgt wie ein Oszillator
(Elektrotechnik) dann kannst du diese Erkenntnis mühelos auf eine
Hydraulikanlage oder einen akustischen Schallabsorber anwenden. Es geht
also weniger darum als Elektrotechniker perfekt mit den Maxwellschen
Gleichungen umgehen zu können oder als Maschinenbauer mit Euler-Lagrange
zu rechnen sondern als Mechatroniker zu erkennen, dass beide Verfahren
dem gleichen Mechanismus gehorchen. Ein gutes „Bindefach“ ist vielleicht
die Automatisierungstechnik/Regelungstechnik zu nennen. Natürlich gibt
es im Mechatronikstudium (noch genug) auch reine Lernfächer wie
Fertigungsprozessgestaltung oder Feldbussysteme.
Elektrotechnik vs. Maschinenbau – was ist schwerer?
Beide Studien sind vollwertige Ba und Masterstudiengänge mit den
entsprechenden Ausbildungsstunden in Vorlesung, Übung, Praktika usw...
Beide Studien sind gleich leicht oder gleich schwer. Aussagen die mehr
in die eine oder andere Richtung tendieren kommen oft von den Personen
die eine Affinität zu der einen oder anderen Richtung haben. Ein
Schaltungsentwickler der Analogtechnik empfindet die Berechnung eines
Stabtragwerkes sicherlich genauso kompliziert oder schwer wie der
Fahrzeugakustiker die Programmierung eines FPGA in VHDL.
Elektrotechnik vs. Maschinenbau – wo studieren?
Uni oder FH das ist hier die Frage. Nein ist es nicht! Denn Uni ist
nicht gleich Uni oder FH ist nicht gleich FH. Jede Bildungseinrichtung
ist einzigartig in ihrer Ausrichtung und ihrem Profil. Ist eine
Vorlesung oder ein Praktika gut oder schlecht hängt nicht vom Status der
Bildungseinrichtung ab, sondern ganz konkret von dem jeweils Lehrenden.
Was nützt dem Studenten ein geistiger Überflieger mit einem IQ von 200
wenn er keine Vorlesung halten kann? Ist da ein Berufschullehrer mit
stark ausgeprägten didaktischen Fähigkeiten nicht viel wertvoller?
Prinzipiell gilt. Ein 6 (7) semestriger Bachelor der FH ist dem an der
Uni gleichgestellt. Ein Wechsel sollte auch immer möglich sein. Ein
Master mit 10 Semestern ist ein Master mit 10 Semestern, egal ob UNI
oder FH. Eine mögliche spätere Promotion regelt eh ein individuelles
Promotionsrecht der jeweiligen Bildungseinrichtung.
Eine recht schnelle Möglichkeit die unterschiedlichen
Bildungseinrichtungen zu vergleichen, bietet das CHE-Ranking
(http://ranking.zeit.de/che2010/de/). Die Mechatronik ist dort recht
aktuell vertreten. Einen wirklichen Einblick in die jeweilige
Bildungseinrichtung verschafft man sich durch einen direkten Besuch.
Viel Spaß beim Studium der Mechatronik!
Joe
Die innere Stimme wird allerdings oft von Ängsten beeinflusst (schaffe
ich das überhaupt?). Das darf die Entscheidung nicht beeinflussen, sonst
wächst man nie über sich hinaus.
Viele Funktionen eines Produkts werden von Mechanik, Elekronik und
Software bestimmt. Vorteile hat der, der in all diesen Bereichen den
Überblick hat. Oft ist es aber so, dass zuerst die stur die Mechanik
gebaut wird und dann dazu eine Steuerung (getrennte Abteilungen, feste
Schnittstellen). Vieles an Mechanik kann man jedoch durch Software
vereinfachen oder gar ersetzen... hier kann ein Mechatroniker, der eher
Verbesserungspotentiale und Lösungen sieht, seine Lorbeeren verdienen.
Moranisse