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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Grundlagenforschung


Autor: Michael (Gast)
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Hallo liebe Leute,

ich bin ein Anfänger im Bereich der Mikrocontroller und herrsche (mehr 
oder weniger) daher erst über die 8 Beine eines Attiny13. Im Moment 
würde ich gern mit dem Attiny einen Invertertrafo mit angeschlossener 
CCFL-Röhre treiben. Da alles nicht funktionierte bin ich auf einen 
kleinen Elektromotor und ein ganz einfaches Programm im AVR 
zurückgegangen: Einfach eine Schleife für high und eine für low, so das 
an einem Ausgangpin eine Rechteckspannung entsteht. Diese geht auf einen 
Mosfet (habe mehrere Typen probiert, und auch einen Wald und Wiese 
BC546) und schaltet die Masse des Verbrauchers. Mein Problem ist das 
sobald ich den Verbraucher anschließe der Tiny anfängt Unsinn zu machen. 
Bei einem Auto würde man sagen "Der Motor sägt im Leerlauf". Wenn ich 
mir den Ausgang des Tiny anschaue setzt das Rechtecksignal ständig aus, 
es fehlt einfach für den Bruchteil einer Sekunde und geht dann weiter. 
Wenn ich das ganze mit dem Invertertrafo betreibe stürzt der Zwerg sogar 
ab und läuft erst nach einem Reset wieder für eine Weile. Mir ist schon 
klar das das Rechenwerk einer AVR empfindlich ist, eine Invertertrafo 
"strahlt" natürlich anständig. Nur warum wirkt sich der Motor auf den 
Tiny aus? Wenn ich den Motor ein Wenig festhalte bleibt das Rechteck 
auch anständig - geringere Drehzahl->geringere Spannungsspitzen, aber 
wie wirkt das durch den Mosfet zurück auf den Tiny?

Ich hoffe ihr habt eine Idee wie ich den Tiny zum Funktionieren 
überreden  kann! :o)

Besten Dank im Voraus!

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Vorschlag: erstmal mit Schaltungen anfangen, in denen keine 
Induktivitäten als Last vorkommen.

Das reduziert den x^n-dimensionalen Fehlerraum auf einen 
x^(n-1)-dimensionalen.

Immer noch schlimm genug, aber ein deutlicher Fortschritt.

Autor: Joachim K. (minifloat)
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Freilaufdioden an Trafo oder Motor mit eingebaut?
Betriebsspannung des Tiny vom Lastteil getrennnt?

mfg mf

Autor: Jens G. (jensig)
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Ist die Betriebsspannung für den µC ordentlich direkt am IC abgeblockt?
Ist auch sichergestellt, daß keine Lastströme quer durch die 
Schaltungsmasse geht?

Autor: nefuas (Gast)
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etwas zu viel Bastel_Sturm und Drang ;-)

lege deine Schaltung auf den Grund
das ist Grundlage
oeffne ein Buch und versuche zu verstehen
Forschung erst etwas danach

Autor: Icke (Gast)
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Zeig doch mal die komplette Schaltung,
und nach möglichkeit den Aufbau.
Dann brauchen wir die Glaskugeln nicht abzustauben.

Autor: Max D. (Firma: No RISC, no fun.) (metalfan)
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wie versorst du das ganze?
motor / in erter wollen rel. viel strom und wenn du das ganze mit nem 
usb-port oder was ähnlich schwachbrüstigen (78L05) betreibst dann sackt 
deine spannung ab und der mc spinnt rum.

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Das klingt waschecht danach, als ob der Tiny einen Reset macht. Ich 
hoffe du hast die 100nF Kondensatoren verbaut genauso wie einen Elko vor 
dem Tiny soweit beide die gleiche Stromquelle nutzen.
Ansonsten kannst du versuchen den Brown-Out-Reset rauszunehmen.

Autor: Michael (Gast)
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Ahhh Leute,

ich flipp aus, es lag an dem 100nF Blockkondensator...Es war ein Bein 
unter dem Kondensator abgerissen...Tut mir leid, danach hab ich einfach 
nicht geschaut...Aber warum macht der Tiny denn dann einen Reset,obwohl 
ein Mosfet doch "leistungslos" geschalten wird? Es muß doch lediglich 
die Energie aufgbracht werden um die Kapazität des Gates zu 
füttern?!(vorausgesetzt es sind Mosfets ohne integrierte Widerstände) 
Alleine das Anschließen des AVR-Ausgangs an einen der Mosfets ohne Last 
hat dafür gesorgt das das Rechteck am Ausgang verschwunden ist...
Es is nicht das erste Projekt mit einer induktiven Last von mir, ich 
habe vor einiger Zeit ein Bilderkino gebaut in dem ein Band mit 
verschiedenen Bildern lief die jeweils an der richtigen Position 
gestoppt und beleuchtet wurde. Und das lief ja mit einem wesentlich 
stärkeren, softgestarteten Motor über 24h störungsfrei...aber halt mit 
100nF...Wahnsinn...
Darum war das jetzt ziemlich deprimierend...

Danke für die schnelle Hilfe!

Autor: Jens G. (jensig)
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>ein Mosfet doch "leistungslos" geschalten wird? Es muß doch lediglich
>die Energie aufgbracht werden um die Kapazität des Gates zu
>füttern?!(vorausgesetzt es sind Mosfets ohne integrierte Widerstände)

Ja, und um das in paar ns zu bewerkstelligen, braucht es auch schonmal 
Umladeströme im A-Bereich, was der µC aufgrund seiner begrenzten 
Möglichkeiten aber nicht erreicht. Trotzdem verursachen diese 
Stromspitzen Spannungsspitzen/Einbrüche auf der Versorgung, wenn nicht 
gepuffert.

Autor: Michael (Gast)
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Das Kondensatorprinzip...Unendlich viel Strom.
Ok, da danke ich allen vielmals, das nächste Mal werd ich als erstes den 
Kondesator checken!

Danke und die Besten Grüße!

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