Gast
#1843111
Hallo zusammen!
Ich habe eine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme hinter
mir (2008) und beschäftige mich seit ca. 3 Jahren mit der Entwicklung
elektronischen Schaltungen. Da ich vorwiegend im Bereich Digital- und
Mikrocontrollertechnik (in der Praxis Feldbuskomponenten und Baugruppen
für Industriesteuerungen; Hard- u. Softwareentwicklung) entwickelt habe
und mich nun auf mein Studium etwas vorbereiten wollte habe ich so vor
nem halben Jahr mal angefangen mich mit etwas Analog- bzw
Leistungselektronik zu beschäftigen (Linear geregelte Netzteile,
Verstärker usw).
Ich habe ein Problem, bei dem ich absolut nicht weiterkomme:
Ich möchte eine Spannung aus einem AC-Stromnetz z.B. 230 oder 400V
galvanisch getrennt übertragen, dabei soll aber die Möglichkeit gegeben
sein, dass auch Gleichspannungen übertragen werden können (Primärkreis
im Schaltnetzteil oder moderne Hochvolt-DC-Motoren).
Damit scheiden Trafos u. Übertrager schonmal aus.
L
|
|
990k Teiler 1:100
| Spannung, die Übertragen werden soll (U1)
|------------------------------------------>
|
10k
|
|
N
U^+325V (vor Teiler) bzw nach dem Teiler dann +- 3,25Vss (U1)
| ** **
|
| *
| *
|*--------*--------*---------->
|
|
|
| ** (Bsp.:Sinusform)
u^-325V
Diese Spannung möchte ich mit einem Linearen Optokoppler vom Typ IL300
übertragen. Da der Opto aber nur mit Strömen im positiven Bereich
betrieben werden kann, wollte ich die Spannung U1 mit einem
Summierverstärker auf ein passendes "Übertragungsfenster" für den Opto
vorbereiten, also einen Offset so einstellen, dass die Sinuswelle dann
halt von +4,5V bis +3,5V (Beispiel so aus der Luftgegriffen!) schwingt
und 4V sozusagen der Nullpunkt ist.
Auf der Ausgangsseite wird dann das Signal wieder so aufbereitet, dass
man ein 1:1 Signal hat oder die im Beispiel erwähnte Sinuswelle dann
zwischen 0 und 5v (also 2,5V Offset) liegt.(Damit man z.B. mit einem
nicht so vertrauenswürdigen Scope in "gefährlichen" Schaltkreisen messen
kann oder das Signal mit nem µC verarbeiten könnte.)
Ich weiß nun nicht so ganz, wie ich einen OP samt Versorgung da
integrieren soll? Ich wollte von der Ausgangsseite mit einem DC-DC
Wandler (z.B. NME0505) die gefährliche Seite versorgen (Damit der
Signaleingang möglichst nicht belastet wird) und habe eine Schaltung
(Summierverstärker mit single supply 0-5V und besagtem Spannungsteiler
mit LTspice simuliert - kamm aber nur Müll raus. LT-Schaltplan ist
leider grad auf nem anderen Rechner sah aber ungefähr so aus:
5V
L--------- __|_
| | | (gewöhnlicher Summierverstärker mit OP
| | | [schematisch dargestellt])
|Teiler-------U1-----| add|
| Ux ----| |---------------out
N----- |____|
|------------------|-------GND
Die AC- bzw DC-Quelle sind unabhängige Quellen wo einfach die Massen
verbunden wurden. OP-Schaltung ist ein normaler Summierverstärker mit
Pluseingang als Summiereingang.
Glaube nicht das der Fehler bei den Simulationseinstellungen oder so lag
sonern eher zwischen Stuhl und PC :]...
Nee im Ernst ob ich irgendwann mal was verpasst hab keine Ahnung...hatte
nicht soviel am Hut mit Netzspannung bisher, höchstens mal mit Relais
oder Triac irgendwelche Verbraucher schalten und was man halt so an
Theorie in der Berufschule macht.
Ich hoffe mal das mir hier weitergeholfen werden kann. Habe schon im
Netz und hier gesucht aber finde immer nur Sachen wo z.B. das 230V
Signal mit einem Diode-Kondensator-Vorwiderstand-Opto übertragen wird um
einen Impuls galvanisch zu trennen usw. (Diverse Beiträge u.a. hier im
Forum, z.B. um Netzspannung zu überwachen).
Wie stelle ich das nun mit meiner Versorgungsspannug an? Muss ich die
Potentiale irgendwie mit ner Diode entkoppeln (wie hebt man die dann
wieder auf?)? Irgendwie habe ich den Verdacht, dass ich den Wald vor
lauter Bäumen nicht sehe????
Sorry ist ein bißchen lang aber weiß gar nicht so genau wie ich mein
Problem beschreiben soll!
Danke für eure Hilfe,
Gruß Christian