verkürtze Antenne, wo geht die Leistung hin ?

Gast #1862205
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Hallo,

Wenn ich 1 Watt über nen isotropischen Strahler abstrahlen würde, würde 
die HF ja gleichmäßig und kugelförmig im Raum verteilt.

Wenn ich 1 Watt über nen idealen Dipol abstrahlen würde, würde die 1Watt 
HF im Raum verteilt. Aber ungleichmäßig. In einer Richtung hätte ich 
gegenüber dem isotropischen Strahlen ja etwas mehr - der Gewinn.

Aber was wäre bei einer stark verkürtzen Antenne ? die hat zb. -10dB 
Gewinn.
Wird dann nur 100mW abgestrahlt und die restlichen 900mW laufen zur 
Endstufe zurück ?

Hintergrund: ich möchte etwas mit einem 30m Testsender experimentieren.

Anstatt die Versuche mit einem 1µW Sender mit Dipol zu machen, könnte 
ich ja auch den Sender auf 10µW auslegen und dann eben mit einer viel 
handlicheren, verkürzten Antenne mit -10dB Gewinn gegenüber Dipol 
arbeiten ..

....  oder ?
Gast #1862216
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Ist relativ einfach. Stark verkürzte Antennen müssen angepasst 
werden...das kostet.Anpassen kann man auch eine Gießkanne so dass der 
Sender seinen Widerstand ,in der Regel 50 Ohm  sieht.Der Wirungsgrad ist 
allerdings schlecht Die meiste Hf dabei verliert sich in Wärme.
Gast #1862286
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Hallo,

wenn die kurze Antenne angepasst ist sinkt der Wirkungsgrad durch das 
Anpassnetzwerk welches idR. dann eine hohe Güte aufweist und damit hohe 
Blindströme entstehen. Entsprechend stark schlagen sich dann die 
ohmischen Verluste nieder.
Ist die Antenne schlecht angepasst wird dazu noch ein Teil der Energie 
reflektiert und in der Endstufe in Wärme umgewandelt. (Oder schlimmer - 
addiert sich dumm mit der hinlaufenden Welle und überschreitet so die 
maximale Spannung welche der Transistor/Fet etc. verträgt)

Mit dem SWR Meter kann man die Effizienz der Antenne leider nicht 
messen. Gedankenexperiment: Ein Dummy Load hätte auche in SWR von 1:1 
und würde nichts abstrahlen. Genau wie eine perfekte Antenne welche 
jedoch 100% der Energie abstrahlte.
Um die Effizienz einer Antenne zu bestimmen bleibt einem nichts anderes 
übrig als die Antenne aus allen Richtungen mit einer Referenzantenne zu 
vermessen und das Integral über die Leistung/den Gewinn zu berechnen. 
Sehr aufwändig.
Alternativ kann man zwar versuchen die Wärmeleistung welche die Antenne 
erzeugt zu messen - aber das wird in der Praxis wohl eher noch 
aufwändiger.

Viele Grüße,
 Martin L.

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