Die Temperaturabhängigkeit des C bei Keramikkondensatoren ist groß.
10% Änderung ist da schon nach 20 bis 30 Grad fällig, besonders bei den
Keramikkondensatoren mit mehr als nF-Kapazität, wie sie zu Siebzwecken
eingesetzt werden.
Suche mal bei Wikipedia unter dem Stichwort Keramikondensator nach den
Keramikklassen wie Z5U und Y5V, da sind +20% bis -80% im üblichen
Temperaturbereich möglich.
Erst wenn nach dem Abkühlen eine bleibende Änderung merkbar ist, dürfte
der Kondensator geschädigt sein. Allerdings dauert das Abkühlen oft
länger als man sich vorstellt.
Das kurze Erwärmen mit dem Kolben sollte nicht schädigen, schließlich
muss der Kondensator auch das Löten vertragen.
Beim Kolben stellt eher die ungleichmäßige Erwärmung eine Gefahr dar.
Die könnte zu feinsten Rissen in der Keramik führen.