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Forum: HF, Funk und Felder Streifenleiterstrukturen synthetisieren und simulieren


Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Hallo,

ich benötige eine günstige/kostenlose Software, mit der ich 
Mikrostreifenleitungen (Filter, Induktivitäten, ...) z. B. für 
Oberwellenfilter in Sendern erzeugen und simulieren kann.

Nach Wikipedia sei das Übersprechen zwischen Streifenleiterstrukturen 
relativ gering, so dass auch mehrere Spulen ohne zusätzliche 
Schirmbleche (evtl. nur Massefläche auf Rückseite) realisiert werden 
können. Wichtig ist eben die Simulation, ob das dann auch funktioniert. 
Eine AC-Analyse der Struktur sollte möglich sein.

Gibt es da was brauchbares kostenloses/preisgünstiges?
Oder lieber gleich selberprogrammieren?

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Die beste Adresse für eine erste Übersicht ist Gunthard Kraus - 
Elektronikschule Tettnang :
http://141.69.160.32/~krausg/inhalt_de.htm
da sind alle bekannten Programme genannt, NEC, Spice, Sonnet, Ansoft, 
Puff.

Autor: Martin Laabs (mla)
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Hallo,

schau Dir qucs an. Aber ansonsten gibt wenig brauchbares. Es gibt noch 
einen schlecht zu bedienenden 2.5D solver. Wenn sich da jemand mal die 
Mühe machte eine brauchbare GUI zu schreiben wäre das toll.

Je nachdem was man machen will lohnt es sich die paar 1000 Zeilen selber 
zu schreiben. Weil es idR. nicht auf Geschwindigkeit ankommt, mache ich 
sowas in Octave oder maxima. Je nachdem welches Tool besser geeignet 
ist.

Die teuren Progamme wie ADS oder Ansoft Desinger, Microwave Office, HFSS 
usw. sind auch alle immer nur bedingt brauchbar. Immer dann, wenn man 
eine unübliche Transformation oder eben nicht nur einen Filter/Teiler 
entwerfen möchte kommt man ums selber rechnen/programmieren nicht drum 
rum.

Wenn man dann die fertige Struktur jedoch optimieren möchte sind sie 
wieder Gold wert. Denn so eben einen schnellen Solver/Optimierer mit 
multi-CPU Unterstützung hat man dann doch nicht geschrieben.

Für größere Open-Source Projekte ist der Markt aber eindeutig zu klein. 
Und die Leute, die sowas bauen, brauchen ja auch einen entsprechend 
teuren Messgerätepark und haben dann idR. auch Zugang zu der 
kommerziellen Software.

Viele Grüße,
 Martin L.

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Qucs kann zwar Mikrostreifen, aber das sind alles einzelne Bauelemente. 
Man kann da sehr viel falsch machen. Normalerweise sind ja alle 
Komponenten parasitär mit einander verkoppelt und das geht bei dem 
Programm schlecht.

Ich habe mir daher MStrip40 angeschaut, aber das geht scheinbar nicht 
immer richtig. Ich habe an ein Stück Leitung einen zweiten Port mit 0,1 
Ohm angeschlossen (Port 1 mit 50 Ohm), um zu sehen, ob sich die Struktur 
bei niedrigen Frequenzen rein Induktiv verhält. Das war nicht der Fall. 
Egal ob kurzgeschlossen oder offen, immer wird es kapazitiv. Ich 
vermute, ich habe irgendwo etwas falsch eingestellt. In der Hilfe stand 
etwas davon, dass irgend ein Stub angebracht wird und etwas automatisch 
korrigiert und angepasst usw. Das wird es sicher sein. Und es kommen 
Meldungen, die in der Hilfe nicht erklärt sind.

Ich habe mir daher gedacht, das könnte man selber machen. Also eine 
3D-Strucktur in viele kleine Würfel zerlegen und darin Sulen und 
Kondensatoren unterbringen, die je nach Wert den Freiraum, Leiter, 
Dielektrika usw. simulieren. Man braucht dann nur ein Struktur-File in 
ein Spice-Modell mit 1000de Bauelemente Umwandeln lassen und evtl. ein 
paar zusammenfassen/optimieren. Aber vielleicht gibt es das ja schon 
fertig und güsntig?

Autor: Martin Laabs (mla)
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Qucs kann sehr wohl auch verkoppelte Mikrostreifenleitungen simulieren. 
Was nicht mehr geht, was man aber auch eher selten braucht, sind 
mehrfach verkoppelte Streifenleitungen. Sowas kann man dann idR. 
vernachlässigen. Selbst bei Interdigitalfiltern wird das oft unter den 
Tisch gekehrt.
Es würde mich aber nicht wundern wenn es irgendeine Idendität gibt 
welche mehrfach verkoppelte Leitungen durch jeweils zweifach verkoppelte 
darstellt.


Die Variante Streifenleitungen zu diskretisieren und als konzentrische 
Bauelemente zu simulieren halte ich für zu viel Ideenbehaftet.
Denn wie will man die Werte der konzenrtischen BEs bestimmen? Das ist ja 
eigentlich das, was man in einer FEM Analyse bestimmt.

Viele Grüße,
 Martin L.

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Ich habe gerade noch ein tolles Programm gefunden. Es heißt WIPL-D
http://wipl-d.com/
Ich habe gerade den EM-Solver ausprobiert. Scheint relativ gut und 
einfach bedienbar zu sein.

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