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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Miniatur Lautsprecher direkt anschließen


Autor: Sam .. (sam1994)
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Kann ich den BL 28 Lautsprecher von reichelt direkt an den PWM von 
Attiny 84 anschliessen?
Das hier ist der Lautsprecher:
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=5628;PROVID=2402

Ich denke man rechnet das doch so:

0.2W / 2.5V = 40mA
Aber muss da nicht noch die Impdanz dazu?

Ein Pin 40mA dürfte noch gehen, odeR?

Autor: Jens G. (jensig)
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erstens sind die zu niederohmig für einen µC, und ziehen damit viel zu 
viel Strom (2,5V/8Ohm ~ 300mA).
Und zweitens sind Lautsprecher als induktive Lasten anzusehen, also 
konnen die Spannungsspitzen erzeugen, die dem µC den Garaus machen.
Besser also, die PWM entsprechend etwas zu glätten, und dann noch eine 
kleine Verstärkerstufe hinterher, die den Lautsprecher auch treiben 
kann.

Autor: MaWin (Gast)
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Oje Samuel.

0.2 Watt ist die maximael Belastbarkeit des Lautsprechers.

Die muß man nicht ausreizen, sollte man aber nicht auf Dauer 
überschreiten.

Normalerweise wird diese Belastung mit einem Sinussignal gemessen und 
der Effektivwert genommen. An 8 Ohm bewirkt eine Sinusspannung von 1.2V 
effektiv eine Leistung von 0.2 Watt, dabei fliesst ein Effektivstrom von 
156mA.

Viel mehr als ein ATtiny bringt, schau mal ins Datenblatt, nach dem 
bringt ein Ausgang zumindest 20mA und maximal 40mA (man könnte 4 
parallel schalten)

Und die 2.5V sind zu viel.

8 Ohm ist eine ungünstige Impedanz für kleine Lautsprecher an hoher 
Spannung. Versuche es mal mit einen 32 Ohm Lautsprecher, da kommen aus 
2.5V effektiv ca. 0.2W.

Allerdings 2.5V effektiv, also in Spitze 3.5V. Und immer noch 78mA 
effektiv und in Spitze 110mA.

Wenn du den Strom in den Lautsprecher auf effektiv 20mA (Spitze 28mA) 
begrenzt, entstehen an 8 Ohm nur noch 0.16V und 0.0032W, was wohl ein 
wenig leise ist. Also ein Vorwiderstand von 120 Ohm bringt dich wohl 
auch nicht weiter, es verpufft der grösste Anteil der Leistung unhörbar 
im Vorwiderstand und man hört nur ein leises Piepen.

Daher wurden Verstärker-ICs erfunden, wie der TDA7050.

Schliess lieber Piezo-Schallwandler an wie SUMMER EPM 121.

Autor: Sam .. (sam1994)
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Ich möchte damit eigentlich nur ein Piepsen erzeugen.

Könnte ich einen Standardtransistor nehmen (100mA) und vor den 
Lautsprecher noch einen 30Ohm Widerstand hängen oder wird der dann zu 
leise?

          Vcc (2.5V)
             |
PWM---1k---B C E ---30---Speaker.

Dein Beitrag hab ich erst jetzt gesehen.

Wenn man weniger als 120Ohm nimmt könnte es mit einem Transistor doch 
gehen.

Autor: Klaus De lisson (kolisson)
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Autor: Sam .. (sam1994)
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Danke, das hilft.

P = U * U / R

-> R = U * U / P

2.5V * 2.5V / 0.1W = 62.5

Das sind doch dann bei 68 Ohm eine Leistung von 0.1 Watt, dass müsste 
doch gehen.

Strom fließt ca. 73.5mA. ALso müsste ein normaler Transistor bis 100mA 
auch gehen.

Oder hab ich das falsch gerechnet?

Autor: MaWin (Gast)
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> Oder hab ich das falsch gerechnet?

Dir sollte vor allem auffallen, daß dein Lautsprecher auf diese Art nur 
eine Spannung in einer Polarität abbekommt und deswegen die Membrane nur 
in eine Richtung drückt, was schon mal nur die halbe Lautstärke bedeutet 
und für einen Lautsprecher nicht ganz ideal ist.

Entweder Wechselspannung, oder ein Elko als Trennung zwischen 
Treiberstufe (die ihn LADEN und ENTLADEN können muss) und dem 
Lautsprecher.

Für all so was wurden spezielle ICs erfunden, deren Anwendung sogar in 
ihrem Datenblatt beschrieben steht.
Nein, man muß die nicht verwenden, aber wenn man's ohne sie macht, dann 
sollte man wenigstens wissen was man tut.

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