Versuch mal, mit den bei CMOS/TTL üblichen Schaltungen ein And oder Or
aufzubauen (auf dem Papier). Du wirst feststellen, das die nächste
Möglichkeit, mit jeweils einem Transistor/Fet mehr, also nur "einen
Schritt" aufwendiger, immer einen negierenden Transistor am Ausgang
benötigt.
Diese Nors und Nands sind also die einfachste Möglichkeit (nach der
Anzahl der Transistoren/Fets) zweistellige Verknüpfungen aufzubauen.
Da es immer möglich ist, eine boolsche Gleichung so umzuformen, dass sie
mit Nands/Nors arbeitet, es aber andererseits, wegen der logischen
Abhängigkeiten, nicht immer nötig ist, sind Nands/Nors die ökonomischste
Wahl. Dazu noch ein paar Inverter falls nötig und man hat alles was man
brauch.
Es ist komisch, aber es ist mir oft passiert, dass ich mit drei Gattern
auskam und das vierte nur noch zur Negation brauchte.