Gast
#1907179
Hallo, als Neuling im DSP-Bereich hätte ich gerne eure Meinung und Ideen zu meinem Projekt: Es soll der Effektivwert eines Stroms (Netz 50Hz/60Hz) gemessen werden sowie der Anteil der Grundschwingung am Gesamtsignal (Oberwellen herausfiltern). Dazu sample ich mit ca. 10kHz 100ms lang, so dass ich 1024 Samples erhalte. Die Effektivwertberechnung ist einfach und funktioniert. Um die Grundschwingung vom Signal zu trennen brauche ich ein steilflankiges Tiefpassfilter. 60Hz soll noch ungehindert durchkommen, aber 100Hz schon mit z.B. -30dB gedämpft werden. Da ich nur einen 16 Bit MAC habe, kann ich kein IIR-Filter einsetzen, das würde durch die Rundung der Koeffizienten instabil. Sagen einschlägige Programme zur Filterberechnung. Also ein FIR-Filter. Hier brauche ich viele Taps (z.B. 500) um die geforderten Eigenschaften zu erhalten. Ich gebe also meine 1024 Samples x(n) in das Filter, und es kommen y(n) heraus, die den Signalverlauf des gefilteren Ergebnisses darstellen. Frage: Solange noch nicht alle Taps mit Eingangswerten x besetzt sind, ist mein Ausgangssignal nicht korrekt, oder? Das bedeutet, ich bekommen aus meinen 1024 Samples nur (1024 - Taps) gefilterte Samples heraus. Das wäre zu wenig, denn ich brauche für die TRMS-Berechnung immer volle Perioden der interessierenden Frequenzen 50/60Hz. Ich möchte/darf die Messzeit nicht verlängern. Frage: Wenn ich meine Samples einfach verdoppele, also auf 100ms+100ms=200ms entspr. 2048 Samples strecke, habe ich genug Samples, um nach dem FIR TP noch die TRMS-Berechnung durchzuführen. aber ich bekomme auch einen Sprung im Signal nach 100ms, wo die Addition stattfindet. Das bedeutet dann wohl Unterabtastung und Alias-Effekt, richtig? Habt ihr andere Lösungsvorschläge? Danke für eure Hilfe und Gruß Carsten