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Forum: Platinen Reflow und Lötstopplack


Autor: mh (Gast)
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Hallo!

Ich habe hier nun schon einige gelesen zum Thema Selbst-Reflow. 
Pizza-Ofen, Herdplatte, Toaster, Fön, alles dabei. Nur eine Frage konnte 
ich mir damit nicht beantworten:

Braucht man Lötstopplack beim Reflow-Löten?

Mal sehe ich auf den Fotos den Lack, mal nicht. Und mal sind die Leute 
mit erfolgreich, mal die ohne. Und die, die es nicht schaffen, haben 
auch manchmal Lack, manchmal keinen. Ist es also egal?

Autor: msasse (Gast)
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ja, das Reflow-Verfahren hat recht wenig mit Stopplack zu tun.

Zwischen den Beinchen von feinen Bauteilen verbleiben ohnehin keine 
Stege mit Lötstopplack, und bei gröberen Rastern ist das Bilden von 
Lötbrücken kaum wahrscheinlich. Es fließt evtl. ein kleiner Anteil des 
Lots in Richtung der Leiterbahn ab, das würde von einer Lötstoppmaske 
verhindert.

Viel wichtiger ist eine gute Lötpaste.

Autor: mh (Gast)
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Vielen Dank!

Das bringt mich gleich zur nächsten Frage: Wie wichtig ist denn das 
genaue Auftragen der Lötpaste? Bei QFN stell ich mir das sowohl von Hand 
als auch per Schablone (zähe Paste durch einen Mini-Schlitz) ziemlich 
unmöglich vor. Die Pins sind ja nur einen viertel Millimeter breit. Oder 
reicht da ein dünner Film über alle Beinchen und die Physik 
(Oberflächenspannung?) macht dann das Übrige?

Autor: Stefan --- (xin)
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Also wenn Deine Paste zäh ist, dann ist es keine gute, oder sie ist 
überaltert (Habe mal eine Chinesische von einem Deutschen Händler 
bekommen, die war so brockig, dass man vermuten konnte, dass die Paste 
schlecht und überaltert war). Eine gute Paste lässt sich wunderbar in 
einem Zug durch die Schablone rakeln.
Das Auftragen ist nicht wirklich kritisch - i.d.R. sind die Pads ja 
flächig verzinnt, so dass die Paste mehr die Spalte zwischen dem Pad und 
dem Bauteil füllt und damit den Wärmewiederstand überbrückt - weniger 
ist hier mehr.

0603er Pads lassen sich prima frei-Hand aus der Spritze dosieren; MLF 
mit 0.5er Pitch machen wir allerdings auch lieber mit der Schablone - 
wenn es auch mit ein Wenig Feinmotorik direkt aus der Spritze durchaus 
möglich ist.

Autor: mh (Gast)
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Danke! Das "zah" war bloß mein Eindruck beim Anschauen von Fotos/Videos 
mit Schablone. Da habe ich mich wohl geirrt. Jedenfalls hätte ich nicht 
gedacht, dass man die Paste durch 0,25-mm-Schlitze kriegt.

Selbst habe ich noch nicht mit der Paste gearbeitet, muss mich jetzt 
aber ans Reflow-Löten wagen, weil es einen Chip nur in TQFN gibt. Und da 
informiere ich mich gerade.

Und Du meinst, man kriegt TQFN auch mit der Spritze hin? (Ist bei mir ja 
nur ein Chip.) Bei Reichelt ist die normale Dosiernadel 0,58 mm groß, 
die kleinste 0,41 mm. Bei einem Pitch von 0,5 mm und einer Pad-Breite 
von 0,25 mm kann ich mir das "mathematisch" nicht so richtig vorstellen, 
aber ich will da gern auf die Experten vertrauen.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Nein. TQFN loet ich noch mit'm Eisen. Mein Bevorzugtes ist 2.5mm breit. 
Da kommt eine rechte Menge Zinn hin, dass es fuer eine Seite reicht. 
Dann kommt eine Ladung Loetflussgel auf die Pins, die sind komplett 
ueberdeckt. Dann zieht man das Eisen drueber und gut ist. Aus den 
Zwischenraeumen siedet das Flussmittel hoch und verhindert Bruecken.
Und  ja. Ich hab die TQFN Pads 1.5mm laenger wie die Pins. Dann kann man 
das Eisen auf diese Seite wegfahren.

Autor: E. Hermanns (emax)
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Ich häng mich hier mal dran.

Oben steht was von einer Dosiernadel. Wo bekommt man die?

Ich habe mir von Wiltec mal die billige Aoyue Lötpaste geholt, das ist 
eine Kartusche ohne weitere Teile.

http://shop.wiltec.info/product_info.php/info/p299...

Wie bekomme ich das da raus? Auf die eine Seite sicher die Dosiernadel, 
aber woher bekomme ich einen Kolben um das rauszudrücken?

Autor: mh (Gast)
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Wo man Dosiernadeln bekommt? Komische Frage. Seht doch oben. Zum 
Beispiel bei Reichelt. Dort gibt's auch gleich Lötpaste in der Spritze 
mit Nadel. Ebenso bei Conrad etc.

Autor: E. Hermanns (emax)
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Komisch ist nur die Reaktion, wenn mal jemand was übersehen hat. Kann 
doch mal passieren. Aber anonym lässt sich's leicht pampig sein.

Übrigens wäre richtiges Mitlesen auch für Dich eine Idee:

> Dort gibt's auch gleich Lötpaste

ich brauche keine Lötpaste. Helfen würde mir dagegen ein Hinweis, wie 
ich das aus dieser Kartusche raus bekomme.

Autor: mh (Gast)
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Meine Antwort war nicht pampig gemeint. Ich meinte: Bei Reichelt gibt es 
die Lötpaste schon fix und fertig in einer Spritze mit Dosiernadel. Da 
hast Du mich (absichtlich?) falsch zitiert. Bis hierhin kann ich Dir 
helfen, weiter nicht. Man kann sicherlich annehmen, dass es Geräte gibt, 
in die man die Kartuschen einspannen kann (so wie bei Silikon), aber ich 
kenne mich da ja auch nicht aus, wie ich bereits schrieb.

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