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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Daten Auslesen bei DSO (speziell HM1508-2, HM2008, HMO3522)


Autor: Thomas Fr (thf)
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Hallo zusammen,

ich bin gerade bei der Recherche für den (privaten) Kauf eines neuen 
Oszis. Keine Angst, es soll nicht noch eine Kaufberatungsbeitrag werden.
Mir ist u.a. eine hohe Speichertiefe (> 500k) wichtig. Aus den 
Bedienungsanleitungen geht m.E. nicht immer klar hervor, ob es möglich 
ist, den kompletten Speicherinhalt auch auf einen externen Datenträger 
zu exportieren. Mir wäre dies wichtig, um die Daten am PC (z.B. mit 
Matlab, GNURadio) weiterverarbeiten zu können. D.h. nur ein Screenshot 
ist für mich nicht akzeptabel und nur einen Teil des Speichers als 
Messpunkte ebenso.

Gerade beim HM1508-2 habe ich es laut Anleitung so verstanden, dass nur 
ein 2k-großer Datenblock des 1M Gesamtspeichers abgespeichert und dann 
auch exportiert werden können. Ist das so? Wenn ja, ist das üblich?

Mich würde dieser Punkt für folgende Oszis (in der näheren Auswahl) 
interessieren:

CombiScopes:
HM1508-2
HM2008

reines DSO:
HMO25xx/35xx

Ich würde mich freuen, wenn jemand als Besitzer/Nutzer hierzu etwas 
schreiben könnte.

Ich weiß, dass sich die o.g. Oszis stark unterscheiden (sowohl von der 
Funktion als auch vom Preis). Aber ich bin z.Z. noch unentschlossen, ob 
ich mit einem reinen DSO glücklich werde, da ich neben µC-Gebastel auch 
analoge Signale (SNTs, Mischer, Modulatoren, DDS-Generatoren) messen 
möchte.


Danke

Gruß

Thomas

Autor: AS (Gast)
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Kann nur zum HMO3524 etwas sagen:

Über USB-Stick maximal 24kS (und selbst das dauert ein paar Minuten!)

Über direkte USB Verbindung (scheint ein FTDI verbaut zu sein)
war überhaupt nichts möglich. Programm stürzt ab oder sagt nur
"keine Verbindung".

Direkt seriell: Könnte gehen, wenn man denn 1-2 Stunden Geduld
mitbringt (also unbrauchbar).
Ich bezweifle allerdings, daß die FTDI-Verbindung schneller wäre...


Fazit:
Ganzer Speicher? Nein, geht nicht.

Autor: Thomas Fr (thf)
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Danke schonmal für diese Info.
Ich habe gehofft, mit den HMOs gäbe es diesbzgl. keine Beschränkung. Das 
enttäsucht mich jetzt schon etwas. Ist denn der 24k Block frei wählbar?

Jetzt interessieren mich Erfahrungen zu anderen Geräten um so mehr.

Autor: Peter D. (Gast)
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Beim HM2008 funktioniert das Auslesen des gesamten Speichers hier, 
dauert aber bei 2 MB als CSV-Datei über USB ~ 45 min., wenn ich mich 
richtig erinnere.
Habe es nur einmal probiert mit einem Kanal. Die CSV-Datei hat knapp 50 
MB und 2.047.145 Zeilen in zwei Spalten.

Der Anfang der CSV-Datei:

Time in s,CH1 in V
-1.000000E-07,-4.943E-01
-9.950000E-08,-5.743E-01
-9.900000E-08,-6.143E-01
-9.850000E-08,-6.543E-01
...

Autor: AS (Gast)
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Kurz bevor ich das da oben ^^^ schrieb, hab ich mal ne
Übertragung über die Serielle gestartet.

Voller Speicher: 2 3/4 Stunden nackte Downloadzeit.
Das Beste: Die Daten sind irgendwo ins Leere geschrieben worden.
Eine Datei wurde nicht angelegt...

Das Verkneifen des passenden Spruchs dazu fällt mir echt schwer ;)

Autor: Ingo (Gast)
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Hallo,

ich habe das für mein HM2008 auch schon realisiert. Den gesamten 
Speicher für einen Kanal über die RS232 auszulesen dauert etwa 5..10 Min 
(genau weiß ich es nicht mehr) pro Kanal, wenn man die Parameter richtig 
setzt (CSV hat einen sehr hohen Overhead).

Ich habe bei Hameg nachgefragt, die können nicht absehen, ob das mal zur 
Speicherung auf den USB-Stick implementiert wird.
Händisch über die RS232 funktioniert es auf jeden Fall.

Gruss, Ingo.

Autor: Thomas Fr (thf)
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@AS:
Hast Du dafür das HAMEG Tool verwendet oder ein einfaches 
Terminal-Programm?

@Ingo:
Das hört sich ja schonmal nicht ganz schlecht an, aber dennoch sind 
5-10min nicht so schön. Aber wenigstens geht es.

Kann noch jemand eine Aussage zum HM1508-2 treffen? Oder einem anderen 
DSO mit Anschaffungswiderstand <5k€.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Auslesen eines Hameg 507 über die RS232 Schnittstelle mit dem Hameg 
Programm SP107 dauert etwa 3 Sekunden. Inclusive dem Header mit den 
Einstellungen.

Schwer zu glauben das es bei dem Hameg1508 10 Minuten dauern soll.

Die haben meines Wissens alle das gleiche Dateiformat. 2000 Punkte 
Horizontal und 256 Punkte Vertikal pro Kanal.

Autor: Thomas Fr (thf)
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@Ralph
Die 5-10 min bezogen sich auf das HM2008.
Aber hier ist nicht von dem sichtbaren Ausschnitt die Rede, sondern vom 
gesamten Speicher, d.h. beim HM2008 2MPts je Kanal. Beim HM507 sind es 
"nur" 2k Gesamtspeicher.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Dann passt die Zeit die du angegeben hast ja im etwa. Ich war allerdings 
bisher der Meinung, das das Programm PS107 nur den Bildschirminhalt 
ausliest.

Aber die modernen Hanegs haben meines Wissens leider nur noch eine RS232 
Schnittstelle nach außen geführt. Auf die kann man dan z.B. ein IEEE488 
Interfaces draufsetzen. Aber der Engpass der Rs232 Schnittstelle ist 
damit aber immer noch nicht umgangen.

Ralph Berres

Autor: Thomas Fr (thf)
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ok, dann wird das mit der optionalen Etherneterweiterung auch nicht 
anders sein. Schade.

Autor: Ingo (Gast)
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Hallo zusammen,

weil ich es gerade benötige, habe ich nochmal auf die Uhr geschaut:

die Übertragung des kompletten Speichers eines Kanals (1048857 Punkte, 
HM2008) dauert per RS232 auf den PC etwa 3 Minuten. Zwei Kanäle eben 
dann das Doppelte. Bildschirmauflösung (2000 Punkte, das ist die 
default-Einstellung) geht logischerweise superfix.

Den vollständigen Inhalt auf den Stick zu kopieren, geht leider nicht.


Gruss, Ingo.

Autor: Ingo (Gast)
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ah, ich merke gerade, das HM2008 hat ja 2MPts pro Kanal. Ich lese mit 
dem Befehl :TRAC:POIN MAX aber nur 1MPts aus, hmmmm.

Also zumindest 1MPts auszulesen funktioniert. Mehr kann ich momentan 
dazu nicht sagen, mir reichen die 1MPts ...

Gruss, Ingo.

Autor: Thomas Fr (thf)
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Danke Ingo, für deine Ermittlung. Das hört sich ja schon ganz vernünftig 
an. Für das HM2008 braucht man zwangsläufig dei Logic-Probes um den LA 
nutzen zu können. Die Möglichkeit, 2 analoge und zwei digitale Signale 
in der Grundausstattung zu messen, wie beim HM1508, gibt es nicht mehr, 
oder?

Autor: Ingo (Gast)
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Hallo Thomas,

das ist richtig, ohne das HO2010-Interface geht da nix. Vielleicht 
findet sich jemand, der seins mal öffnet ...

Gruss, Ingo.

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