Hallo,
ich habe mich vor langer Zeit auch mal mit sowas beschäftigt. Ich
glaube nicht, daß die Sache nur mit Beschleunigungssensoren klappen
kann. Selbst wenn du aus den Beschleunigungswerten die Position
berechnen kannst (Das Problem ist schonmal: um die Position zu
bekommen, muss man die Beschleunigung zweimal integrieren
("aufleiten"), da ja die Geschwindigkeit das Integral der
Beschleunigung und der Weg wiederum das Integral der Geschwindigkeit
ist. Dadurch reichen schon kleine Toleranzen, um das Ganze wegdriften
zu lassen). Zumal du ja noch das Problem hast, daß der Handschuh sich
nicht nur im 3D-Raum verschieben kann, sondern auch Bewegungen um die
Nick-, Roll- und Gierachse machen kann, wenn du ihn drehst. Dann
stimmen die ganzen Berechnungen nicht mehr. Wenn du auf die absplute
Position verzichten kannst und NUR diese Drehbewegungen haben willst,
das geht: Es gibt so einen 3D-Helm namens VFX1 (oder so ähnlich, mußt
mal googeln), der macht das auch nur mit Beschleunigungssensoren. Gut,
bei einem Helm ist das vielleicht verschmerzbar, aber in nem Handschuh
will man ja schon auch die absolute Position. Dazu gibt es soweit ich
weiß zwei Möglichkeiten:
1. So wie der Nintendo Powerglove (googeln!): Das war vor Jahren mal
so ein Handschuh von Nintendo, der hatte einfach am Handschuh einen
Ultraschallempfänger und dazu einen feststehenden Rahmen, der z.B. am
Monitor befestigt wurde, in dem drei Ultraschallsender eingebaut waren.
Durch Laufzeitmessung kann der die Position bestimmen. Drehungen wurden
afaik nicht ausgewertet, könnte man evtl. mit Beschleunigungssensoren
machen, s.o. Es gab auch viele Projekte, die sich damit bveschäftigt
haben, das Nintendo-Interface an einen PC anzupassen. Evtl. kannst du
ja noch so einen Handschuh günstig bei ebay usw. auftreiben.
2. Die Luxus-Lösung: Aufbau in der Art von:
http://www.vrealities.com/fastrak.html
Damals, als die ganze VR-Sache angesagt war, war die Firma Polhemus DER
Hersteller von den Dingern. Musst mal danach googlen, ich habe irgendwo
mal eine genaue Beschreibung gehabt, wie die Dinger funktionieren
(bitte hier posten, wenn du was gefunden hast, interessiert mich
auch!). Im Prinzip hat man zwei kleine Kästchen, eins feststehend
montiert als Referenz, eines am Handschuh. In jedem dieser Dinger
befinden sich drei zueinander rechwinklig angeordnete Spulen. Das
mobile Kästchen am Handschuh arbeitet als Empfänger, das feststehende
als Sender. Nun wird die erste Spule des Senders mit einer
Wechselspannung erregt (evtl. sind die Dinger auch mit einem
Kondensator auf ne bestimmte Frequenz abgestimmt, also Schwingkreise),
und die Spannungen in allen drei Spulen des Empfänger gemessen. Das
macht man nacheinander mit allen drei Sendespulen und bekommt somit
insgesamt neun Messmwerte. Aus diesen (und das ist der Trick!) kann man
nun alle sechs Achsen berechnen, also nicht nur x,y,z, sondern auch
Drehungen um alle drei Achsen!
Gruß,
Stefan