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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik externer 16MHz Quarz an ATmega8515


Autor: Stephan Ketzer (Gast)
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Ich will meinen Atmega8515 durch ein einen 16MHz Quarz takten, hab damit
aber Probleme.
Hab ihn wie im Datenblatt angeschlossen (Quarz zwischen XTAL1 und XTAL2
und 22pF Kondensatoren zur Masse) und bei den Fuse-Bits auch schon
einiges durchprobiert. Sollte aber laut Datenblatt

CKOPT = 0 (programmed)
CKSEL0..3 = 1

sein. Jetzt sollte doch eigentlich zwischen XTAL1 und GND eine
16MHz-Sinus-Schwingung anliegen, oder?
Oder zwischen XTAL1 und XTAL2?
Es liegt jedenfalls zwischen XTAL2 und GND 1V DC und zwischen allem
anderen 0V an.
Wieso funktioniert das nicht?

Wie sollte es überhaupt funktionieren? Muss der Mikrocontroller nicht
zwischen zwei pins eine Rechteckspannung anlegen, um den Quarz in
seiner Frequenz schwingen zu lassen?

Fragen über Fragen...wäre super, wenn mir jemand helfen könnte.

Danke,
Stephan

Autor: Sebastian Eckert (Gast)
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Eigentlich sollte das alles richtig sein, sowohl die 22pF als auch die
Fuses.
Die 16 MHz-Schwingung liegt sowohl zwischen XTAL1 und GND als auch
zwischen XTAL2 und GND an, sollte mit einem Oszilloskop an beiden
Stellen, wenn auch mit unterschiedlicher Amplitude, zu beobachten
sein.

Der Mikrocontroller legt nicht direkt eine Rechteckspannung an.
Vielmehr enthält er einen Verstärker, der über den Quarz rückgekoppelt
wird. Der Impuls beim Anlegen der Versorgungsspannung sollte eigentlich
bereits dafür sorgen, daß der Quarz anschwingt; danach erhält der
Verstärker diese Schwingung aufrecht.

Es empfiehlt sich übrigens, den Aufbau sehr sorgfältig zu
kontrollieren. Ich hatte auch schon Probleme durch eine schlechte
Lötstelle, welche dafür sorgte, daß mindestens einer der beiden
Kondensatoren keinen Kontakt zur Masse hatte, und nichts ging. Im
Extremfall muß man wirklich mit dem Durchgangsprüfer sicherstellen, daß
einerseits alles Kontakt hat und andererseits nicht etwa versehentlich
ein Kondensator Durchgang hat - kommt aber höchst selten vor, und dann
eher durch unbeabsichtigte Lötbrücken. Defekte Quarze kann es
theoretisch auch geben, wenn auch nicht oft. Zuverlässig, wenn auch
teuer und größer in der Bauform, ist natürlich ein fertiger 16 MHz
Quarzoszillator.

Ach übrigens, dumme Frage: Das ist doch wirklich ein 16 MHz Typ, nicht
etwa ein Atmega8515"L"?

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