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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Löttips? Welches Lötzinn? Lötspitze reinigen?


Autor: Thomas O. (Gast)
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Hallo,

wollte mal die Profis hier fragen welches Lötzinn ihr verwendet. Denke
mal das es nicht schaden kann wenn das Lötzinn möglichst wenig Temp
braucht und ein hoher Silberanteil kann bestimmt auch nicht schaden.

Ich habe auch immer das Problem das die Lötspitze "matt" wird und
dann die Temp nicht mehr gut abgibt. Verwende jetzt
Ersadur(Dauerlötspitze) aber ohne Besserung. Diesen Lötspitzenreiniger
wo man die Spitze reintunkt habe ich auch schon probiert aber das hilft
auch nur kurzfristig oder ist das so gedacht das man es oft verwenden
soll.

Bei großen Bauteilen gibts es eigentlich weniger Probleme da man da die
Lötspitze breitflächig andrücken kann, aber bei Lötarbeiten auf der
Platine gibts nur Probleme.

Kann mir jemand ne konkrete Empfehlung für Lötzinn geben da ich viel
auf Loch/streifenrasterplatinen löte und dafür warscheinich ein
besseres Zinn benötige. Ich verwende zurzeit ne Reichelt 250gr Rolle
0,5mm Sn60 Pb40 F-SW26.

Soll man evtl. ein zusätzliches Flussmittel verwenden um einen besseren
Wärmeübergang zw. Spitze und Bauteil zu erreichen?

Autor: Thomas (Gast)
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0,5mm ? willst du smd löten ?

Autor: Thomas O. (Gast)
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Hallo,

naja bei Rastemaß 2,54mm ist ja nicht viel Platz ;-)
Sind 0,56mm werde das nächste mal aber etwas stärkeren Lötzinn nehmen,
da man wirklich schnell nachführen muss. 0,8mm denke ich mal wird
ausreichend sein.

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
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Gar keinen Lötspitzenreiniger verwenden.
Ein feuchter Schwamm genügt.

Meine Weller Magnastat ist an die zwanzig Jahre alt -die Lötspitzen
natürlich nicht, aber einige Jahre halten die auch bei intensivem
Gebrauch.

Lötzinn ist Ersin Multicore Solder oder irgendwas von Kester
(Typenbezeichnung fällt mir gerade nicht ein).

Allerdings ist das alles noch schön verbleit.

Beinchen im Rastermaß 0.1" kann man völlig problemlos auch mit
1mm-Lötzinn löten; mit etwas Geschick kann man auch 0.8mm-SMD-Bauteile
damit verarbeiten.

Zusätzliches Flussmittel ist IMHO auch unnötig.

Richtiges SMD-Lot ist seltener nötig, als die meisten annehmen.

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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Wenn Deine Lötspitze sehr schnell matt wird (wenige Sekunden), deutet
das auf eine viel zu hohe Lötkolbentemperatur hin.

Was hast Du für ein Lötgerät? Ein einfache Kolben oder eine Station?

Wie schon gesagt wurde, diesen Lötspitzen-Reiniger zum eintunken kannst
Du wegwerfen, der macht Dir meistens die Ersadurspitze kaputt, weil der
oft relativ aggresiv ist.

Dein Lötzinn Sn60Pb40 mit F-SW26 ist für Deinen Zweck schon ganz gut.
Allerdings ist SW26 ein sehr aktives Flussmittel und Du solltest Deine
Lötstellen nach dem Löten von Flussmittelresten reinigen, wenn Du die
Platinen lange aufheben willst, da sonst nach einigen Jahren die
Lötstellen sehr hässlich werden können.

Reinigen der fertigen Platinen geht z.B. mit Spiritus, stinkt ziemlich,
ist nicht ideal dafür aber leicht beschafbar und billig. Deutlich besser
geht es mit Isopropanol, riecht viel angenehmer, nicht überall zu
bekommen, etwas teurer aber funktioniert ähnlich oder gleich gut wie
die noch teureren Flussmittelreinigungssprays.

Generell solltest Du Dir ein Lötspitzen-Reinigungs-Schwämchen besorgen.
Davon gibt's ganz billige oder etwas besserer die eine verdichtete
Oberfläche haben. Meistens sind diese Schwämmchen mit einem
Lötkolbenständer kombiniert.

Das Schwämmchen machst Du feucht, nicht flatsch nass, aber auch nicht
zu trocken. Bevor Du lötest die Spitze von beiden Seiten mit leichtem
Druck über das feuchte Schwämmchen ziehen, um die verbrannten
Flussmittelreste und das oxidierte Lötzinn zu entfernen.

Danach die Lötspitze mit etwas frischen Lötzinn neu verzinnen.

Große Mengen alten Lötzinns an der Spitze entfernst Du nicht am
Schwämchen, sondern Du machst mit dem Lötkolben eine ruckartige
Bewegung, so dass der Lötzinntropfen von der Spitze fällt. So als
wolltest Du Deine nasse Hand abschütteln (hitzeunempfindliche Unterlage
verwenden, nicht auf dem Sonntags-Tisch).

Diese Prozedur machst Du eigentlich immer nachdem Du den Lötkolben aus
dem Halter genommen hast.

Sonstiges:

Die Lötspitze nicht als mechanische Werkzeug benutzen. Kratzen,
drücken, reiben usw. macht die Lötspitze kaputt.

Mit Dauerlötspitzen kein Lötzinn mit Kupfer-Zusatz (Sn60Pb38Cu2)
verwenden. Das Kupfer kann Dauerlötspitzen zerstören.

Silberhaltiges Lötzinn schmilzt bei noch etwas niedrigeren Temperaturen
und die fertigen Lötstellen glänzen viel mehr. Für Arbeiten auf
Lochraster & Co bringt es keine wirklichen Vorteile, ausser dass es
deutlich teurer ist.

Es gibt auch andere Flussmittel, z.B. SW32 und SW34. Vereinfacht
ausgedrückt: Je größer die Zahl, desto harmloser und lahmer ist das
Flussmittel. Das muss man dann nicht entfernen, allerdings bekommst Du
dann bei leicht oxidierten Lochrasterplatinen oder Bauteilanschlüsse
(Lagerzeit der Bauteile über ein Jahr) usw. schnell Probleme. Bleib zum
Lernen bei SW26.

Deine Dauerlötspitze hält länger, wenn Du sie bei längeren Lötpausen
immer relativ dick verzinnt in die Ablage legst. Dann oxidiert das
Lötzinn, und nicht die Beschichtung der Spitze. Das oxidierte Lötzinn
bist Du mit abschütteln und mit der Schwämchen-Reinigung in 3 Sekunden
los, und hast immer eine gepflegte, unbeschädigte Spitze.

Wenn die Lötspitze erst mal beschädigt ist, geht es sehr schnell bis
sie unbrauchbar ist. Nach nur wenigen Lötstellen kannst Du fast
zuschauen, wie sich die Spitze auflöst (das Kupfer). Ist wie mit
Karries: Hast Du mal ein kleines Löchlein im Zahn, wird's ruck-zuck
größer.

So, das war so das wesentliche... ;-)

Autor: Thomas (Gast)
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1mm lötsinn is voll in ordnung

Autor: Thorsten (Gast)
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Meiner Meinung nach das beste Lötzinn überhaupt: Fluitin 1532 (S-Sn60
Pb38 Cu2) von Alpha-Fry Technologies. Es enthält viel Flussmittel und
es fließt sehr gut. Habe zwischenzeitlich mal noname Lötzinn von
Reichelt verwendet, die Unterschiede sind enorm. Gut, es ist etwas
teurer, aber ist sein Geld Wert. Der Preis liegt so bei 8-12 Euro pro
250g. Ich kaufe das in einem örtlichen Elektronikladen, dürfte aber
auch bei Farnell, RS Components etc. zu bekommen sein.

Natürlich kriegt man auch mit noname Zeug seine Platinen gelötet. Aber
Fluitin ist besser, vor allem bei feinen Strukturen entstehen wegen des
hohen Flussmittelanteils viel weniger Kurzschlüsse.

Gruß
Thorsten

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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@Thosten:

Mit dem Cu in Deinem Lötzinn machst Du aber Dauerlötspitzen kaputt.
Besser Lötzinn ohne Cu verwenden.

Autor: lase (Gast)
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ja

Autor: rayelec (Gast)
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Ich verwende seit einiger Zeit Metall-Reinigungsschwämme, welche aus 
einem Knäuel Bronzespan bestehen. Die gibts unter anderem bei ELV, 
mittlerweile aber auch bei anderen Anbietern. Diese Metallschwämme 
reinigen die Lötspitze viel besser von an- und eingebranntem Schmutz und 
haben zusätzlich den Vorteil, der Lötspitze nicht bei jeder Reinigung 
einen Temperaturschock zu verpassen. Die Lebensdauer dieser 
Metallschwämme ist übrigens sehr gross, da der grösste Teil des 
abgestreiften Schmutzes und Lötzinns an den Boden des Behälters fällt 
und nicht am Metall kleben bleibt.

Autor: Olaf (Gast)
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> 0,5mm ? willst du smd löten ?

Also 0.5er verwende ich nur fuer grobe Taetigkeiten. Fuer SMD nimmt man 
doch 0,3er.

Schwarz werden meine Loetspitzen (7er) nur bei dem vergurkten ROHS-Lot 
mit irgendso einem ueblen Flussmittel (FSW32) drin.

Allerdings steig ich da demnaechst auf 100Sn0.7Ni um. Das fliesst so gut 
das dort ein normales Flussmittel drin ist. Wenn ihr bleifrei loeten 
muesst dann solltest ihr das unbedingt mal ausprobieren. Der 
Nickelanteil verbessert die Loetfaehigkeit enorm.


> Mit Dauerlötspitzen kein Lötzinn mit Kupfer-Zusatz (Sn60Pb38Cu2)
> verwenden. Das Kupfer kann Dauerlötspitzen zerstören.

Die Behauptung finde ich auch etwas gewagt. Ich verwende bisher 
ausschliesslich Lot mit 2%Kupfer und meine 7er Spitzen (also 370Grad) 
halten damit jahrelang. Nur wenn sie einmal irgendwo eine Beschaedigung 
an der Oberflaeche haben dann kann man trotz Kupfer im Lot geradezu 
zukucken wie sich das Kupfer in der Loetspitze im lot aufloesst.

Olaf

Autor: Winfried (Gast)
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Ich benutze im Moment Metall-Reinigungsschwämme aus dem DM-Drogeriemarkt 
für Töpfe... Es gibt zwei Sorten, ich meine diese langspiraligen 
Edelstahlspan-Knäuls. Zwei Stück kosten glaube ich 80 Cent. Funktioniert 
grundsätzlich, muss mich da aber auch erstmal dran gewöhnen. Schwamm 
vermeide ich seit bleifrei.

Autor: A.K. (Gast)
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Blöd ist halt, wenn der Metallschwamm härter ist als die Lötspitze.

Autor: Volker (Gast)
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ich habe die gleiche Erfahrungen wie Thorsten gemacht. Seit vielen 
Jahren wird bei uns nur noch Fluitin 1532 (S-Sn60Pb38 Cu2) verwendet.

das kupferhaltiges Lötzinn die Spitzen schnell kaputt macht kann ich 
nicht bestätigen. Wir verwenden hier Lötstationen von Ersa und Pace und 
die Lötspitzen halten je nach Einsatzart 1-2 Jahre.
Nun ja, vielleicht würden sie ohne Kupferzusatz noch länger halten, aber 
alle 1 Jahr ne neue Spitze ist auch nicht schlimm, dafür lötet es sich 
um so besser.



Volker

Autor: Florian (Gast)
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Schwamm soll eigentlich nicht so gut sen, da die Lötspitze immer einen 
"Kälteschock" bekommt, was die Lebensdauer verkürzen soll. Keine Ahnung, 
ob das irgendwie überhaupt meßbar ist.

Als Gelegenheitslöter reicht mir ein schlichtes Stück Küchenkrepp. 
Billiger geht's nicht, macht blitzeblank und die Lötzinnkrümel wandern 
am Ende gleich mit in den Müll (ist das fachgerecht? egal!). Man braucht 
zwar seine zweite Hand, aber wozu hat uns [Gottheit nach Wahl einsetzen] 
diese sonst geschenkt?

Als Lötzinn habe ich mir noch vor "der Wende" (als alles besser war) 
schön dreckiges Bleilot geholt, was hoffentlich die nächsten Jahre 
halten wird.

Autor: gast 25 (Gast)
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also, ich habe den solder station und bin umbauer von konsolen und ich 
verwende auch fluitin oder silberlöt draht kommt immer drauf an wie ich 
es habne möchte und muss sagen das fluitin besser ist als das teurere 
silber löt draht , und das lötspitzenreiniger die spitzen kaputt machen 
kann ich auch nicht bestätgen den ich verwende seit jahren tippy von 
conrad und nassen schwamm oder kreptuch ist billig , , wie oben 
beschrieben wie gesagt nach jedem löt gang wenn du fertig bist die 
spitze schon mit feuchtem kreptuch oder schwamm reinigen und mit 
lötdraht verzinnen hält gut ich habe schon meine lötspitze fast 2 jahre 
und noch eins nicht zu hoche temperaturen auswählen das ich aus wichtig 
.


mfg, an alle und danke für eure infos

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