24AC schalten

Gast #146785
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Hallo,

ich bin verzweifelt auf der Suche nach detaillierten Informationen zu
Triacschaltungen. Aber erst einmal zu meinem Vorhaben: Ich möchte einen
Wechselspannungsbetriebenen Ultraschallvernebler schalten. Ein Relais
ist aufgrund des störenden „Klickgeräusches“ nicht geeignet. Der zweite
Gedanke bestand darin, mit einer bereits fertigen Triassteuerung das
Netzteil auf der 230V Seite zu schalten. Das Problem ist jedoch, dass
die Schaltung einen 0-Punkt Detektor besitzt, was bei einem Trafo
denkbar ungünstig ist. Daher bin ich zu dem Entschluss gekommen, mit
dem Triac die 24AC Leitung zu schalten. Ich bin mir jedoch unsicher, ob
dieser geringe Spannungsbereich dafür geeignet ist. Fließt in diesem
Spannungsbereich überhaupt noch genügend Strom durch den Triac? Muss
eine gewisse Mindestschaltspannung anliegen, damit der Triac überhaupt
niederohmig werden kann?

Ich habe gelesen, dass man auch ein Reedrelais zu Triassteuerung nehmen
kann. Ich kann mir bei dieser Form der Triacansteuerung aber nicht
erklären, wie ein konstanter Strom erzeugt werden kann, da dieser doch
von der zu schaltenden Spannung anhängig ist und diese (was
Wechselspannung nun mal an sich hat) sich ständig ändert.
Gast #146787
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warum sollte das mit einem Triac ein Problem sein? Sollte allerdings mit
neg. Steuerstrom angesteuert werden (Verbindung Triac <-> MC an +5V,
Einschalten des Triac mit L-Pegel)
Je nach Stromversorgung des MC ist vielleicht einfacher, ein
Photo-MOS-Relais zu nehmen (->Matsushita Nais).
Gast #146788
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Was meisnt du mit "neg. Steuerstrom"? Soll ein Pol des 24V Ausgangs am
Netzgerät mit der 5V Spannungsversorgung des µC verbunden werden und
dann zum Schalten einfach der entsprechende Pin am µC (verbunden mit
dem Steuerpin des Triac) auf GND gezogen werden? Was hat es mit der
wechelnden Spannung auf sich? Wie kann garantiert werden, dass immer
ein konstanter Strom fließt?

Mir würde übrigens eine ausführliche Beschreibung zur Ansteuerung von
Triacs föllig ausreichen. Ich habe halt selbst nur nix im Netz
gefunden...
Gast #146789
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denk dir die Anode1 (A1, auch als MT1 bezeichnet) des Triac als
Bezugspunkt, dann gibt es 4 mögliche Betriebsquadranten:
-positive Hauptstrecke, positiver Zündstrom (I)
-positive Hauptstrecke, negativer Zündstrom (II)
-negative Hauptstrecke, negativer Zündstrom (III)
-negative Hauptstrecke, positiver Zündstrom (IV)

im 4.Quadranten zünden manche Triacs überhaupt nicht, andere brauchen
erheblich mehr Zündstrom, der Stromflusswinkel ist aber auch dann
eingeschränkt.

Der Idealzustand wäre Zündstrom gleiche Polarität wie Hauptstrecke
(I+III), das ist rel. aufwändig. Man benutzt daher meist II und III.
Und wenn dann A1 mit +5V des MC verbunden ist, erzeugt ein L-Pegel des
ans Gate angeschlossenen (über einen Strombegrenzungswiderstand) einen
neg. Strom.
Jetzt gibt es wieder 2 Möglichkeiten:
-kurze Zündimpulse
-statische Ansteuerung

Zündimpulse erfordern eine Synchronisation mit der Wechselspannung, hat
den Vorteil, den Stromflusswinkel steuern zu können (und weniger Strom
zu verbrauchen)
statische Ansteuerung ist einfacher zu realisieren.
Gast #146790
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Ist der Bezugspunkt für den Zündstrom (und damit die Spannung) wirklich
immer A1? Ich dachte, er würde immer vom einen Pin zum anderen wechseln
(je nachdem ob gerade eine positive oder eine negative Spannung
anliegt). Oder kann man mit deiner Methode stets nur eine Halbwelle
schalten (in dem man sich für II oder III entscheidet)?
Sollte der Zündstrom die vorgegebenen werte eher über- oder
unterschreiten?
Gast #146794
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Hallo Julius

Schau Dir doch mal mathar.com an. Dort findest Du eine Dimmerschaltung
vom Feinsten! Auch das Verhalten von Triacs ist dort sehr schön
erklärt. Ein wenig abgewandelt, sollte sie Dein Problem (auch bei 24V)
lösen.

Gruss und (d/l)ichten Nebel :-)
Peter

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