mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Brummen und Phasen


Autor: TheSecond (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi

ich habe gehört das eine Methode das Netzbrummen in der Nähe vom
Elektronikarbeitsplatz zu reduzieren sei, auf die Phase zu achten
welche an den Steckdosen anliegt in die man seine Geräte (PC, Oszi,
etc.) steckt? Was hat es denn damit auf sich und die Auskunft ist aus
einer sehr zuverlässigen aber im Moment nicht fragbaren Quelle.
(Will einen EKG Verstärker zum rumbasteln bauen und ich sehe zwar ein
Signal aber 50 Hz sind immer noch zu stark)

Autor: chrissy (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Einen EKG Verstärker zum 'rumbasteln' würde ich unbedingt mit einer
Batterie als Energiequelle bauen.
Von einem Netzbetrieb würde ich echt abraten, es sei denn du weißt
genau was du machst - Eine Batterie ist zudem einfach eine schön
saubere Versorgungsspannung.

Autor: tex (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
...Netzbrummen in der Nähe vom
Elektronikarbeitsplatz zu reduzieren sei, auf die Phase zu achten

???
- Welche Phase meinst Du?
- Wie willst Du auf sie achten?
- Was willst Du filtern, die 50 Hz, die aus dem Netz kommen, oder die
Magnetfelder, um die Leitungen, die Dir in Deiner Elektronik,
spannungen induzieren?

Autor: TheSecond (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi! Also ich betreibe den auch mit einer Batterie, aber ich habe immer
noch ein starkes Netzbrummen durch kapazitive Kopplung? im Signal. Und
mit dem "auf die Phase achten" meinte ich, dass man alle Geräte nur
in die Steckdose steckt an der eine bestimmte Phase (X oder Y?)
anliegt.

Autor: tex (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
also von dem Strom der Stecksode läßt Du besser die Finger, das ist
nicht Dein Fachgebiet.
Die Außenleiter heißen L1, L2 und L3 oder für die altere Semester R, S,
und T . X, Y und Z wären die Schleifringklemmen am Käfigläufermotor.
Dein Brummen würde ich auf ein EMV-Problem zurückführen.

Autor: TheSecond (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Klar, nicht mein Fachgebiet, aber kann ich irgendetwas am Brummen ändern
indem ich Geräte nur in bestimmte Steckdosen stecke?

Autor: tex (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich halte das für ausgeschlossen. Das Brummen bekommst Du dadurch, dass
ein Potentialausgleich zwischen 2 Geräten entseteht. Außerdem gehe ich
mal davon aus, dass Du zu Hause arbeitest. Dann ist es schon mehr als
unwarscheinlich, dass Du überhaupt mehr als einen Stromkreis in Deinem
Zimmer hast. Was Deinen Verstärker ärgert könnte ehr von einer alten
E-Installation kommen, Stichwort  T-NC-Netz. Hat wieder an Bedeutung
verloren, seit die TFT-Monitore in Mode gekommen sind, die unter dem
Einfluß der Felder nicht mehr flimmern. Wann wurde die E-Amlae in
Deinem Labor gebaut und wo ungefähr befindet es sich?

tex

Autor: Johannes Raschke (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Phasen sind nicht so wichtig aber die Erdung aller Netzbetriebenen
Geräte mit derselben Erde. Da sich dabei aber leicht Schleifen ergeben,
ist ein "floating" Aufbau mit Batterie schon sehr gut. Die
Gleichtaktstörung kannst Du minimieren, indem Du sie über eine
Extra-Elektrode invertiert in den Körper zurückkoppelst.

lese
@book{Webster98,
  author = {Webster, John G. and Neuman, Michael R. and Clark, John W.
Jr. and Olson, Walter H. and Peura, Robert A.  and Primiano, Frank P.
Jr. and Siedband, Melvin P. and Wheeler, Lawrence A.},
  title = {{Medical Instrumentation}},
  publisher = {John Wiley \& Sons Inc},
  year = {1998}
}

und

@article{Goovaerts98-III,
  author = {Goovaerts, H. G. and Faes, T. J. and Raaijmakers, E. and
Heethaar, R. M.},
  title = {{A wideband high common mode rejection ratio amplifier and
phase-locked loop demodulator for multifrequency impedance
measurement}},
  year = {1998},
  month = {Sept},
  journal = {Medical \& Biological Engineering \& Computing},
  volume = {36},
  number = {5},
  pages = {761-7},
  note = {}
}

Autor: chrissy (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wie ist dein Verstärker denn aufgebaut? Mit echtem
Instrumentationsverstärker? Da könnte man ja einiges verkehrt machen,
was dann ganz komische Ergebnisse liefert.
Poste doch mal die Schaltung - vielleicht ist da noch was nicht so
optimal, was du da ausbügeln könntest.

Autor: TheSecond (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi,

tka, mein Labor ist mein Zimmer, befindet sich in Leipzig in einem
renovierten (1995) Altbau von 1900. Die Schaltung ist ganz simpel:
1 medizinische Klebeelektrode aus dem Krankenhaus (frisch) linke
Schulter, 1 rechte Schulter und eine am linken Bein. Die ungeschirmten
Kabel befinden sich am invertierenden und nichtinvertierenden Eingang
(Schulterlektroden) und am GND/Ref "Ausgang" (Beinelektrode). Dann
zwei 9 V Batterien mit der Mitte auch an Ref und an + und -. Naja, und
ein Widerstand um die Verstärkung auf 100 zu stellen.

Autor: chrissy (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Versuch doch mal, wie gesagt einen IA. z.B den ina121. Da ist im
datenblatt sogar die Benutzung als EKG Verstärker abgebildet. Ein
normaler OP ist ja nicht ein wirklich guter differenzverstärker und
wenn du einen IA benutzt, der eine wesentlich bessere
Gleichtaktunterdrückung hat, hast du damit das Problem von Störungen
durch Einkopplung in die Meßleitungen sicher schon reduziert.

Wenn auf deiner Versorgungsspannung Müll ist (das kannst du dir ja aufm
Oszi mal angucken) musst du die halt noch besser sieben und den
Verstärker besser entkoppeln.

Kannst ja auch erst mal bei google nach Instrumentationsverst. suchen
und zum ausprobieren einen aus drei OPs bauen. Ich mein macht ja auch
Spaß und der Weg ist das Ziel. ;-)

Autor: chrissy (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Anhang. ich les grad noch mal eine 9V Batterie. Falls du einen ina
kaufst: der bipolare Typ ina122 ist single supply. Müsste eigentlich
auch funktionieren.

Autor: chrissy (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: tex (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tja! 1995 renovierter Altbau in Leipzig läßt eine Menge Möglichkeiten
offen. Ein Trifeldmeter für schlappe 6000Euro wirst Du wohl nicht
haben.  Alles was jetzt zum Thema externer Felder von mir kommen kann,
kann eigentlich nur noch Mist sein. Erdung ist erst mal ein ganz
wichtiges Kriterium. Wenn die Installation in Deiner Wohnung
VDE-Gerecht aufgebaut wurde, solltest Du irdendwo einen
Potentialausgleich finden, an den Du Deine Technik anstöpseln solltest,
aber nicht unter 4qmm Leiterquerschnitt, ..
By the Way
Woher weißt Du, dass der Verstärker brummt? Hast Du ein Oszi mit
Schutzleiteranschluss an Deinen Bat-betriebenen Verstärker
angeschlossen?
Da könnte es von Vorteil sein, wenn Du Dir ein Trenntrafo besorgst!
Dein Oszi wäre geerdet und Dein Verstärker nicht, dann kannst Du schon
übelstes Zeug aus der Umgebung einfangen.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.