Zunächst einmal: Nahezu alle Tastköpfe 10:1 sind an nahezu allen
Oszilloskopen einsetzbar. Auch 100MHZ-Tastköpfe an 100-MHz-Scopes
Die Unterschiede bestehen eher in folgenden Gesichtspunkten:
Der Kunststoff für Gehäuse und Leitung kann sehr gut oder mies sein:
Der Lötkolben ist nicht weit, bei billigen Versionen reicht ein kurzer
Kontakt damit und ein bleibender Fehler ist sichtbar. Auch das "altern"
in optischer Hinsicht kann sehr unterschiedlich sein.
Die Leitung des Tastkopfs kann sehr schnell brechen, wenn die
Zugentlastung oder der Biegeschutz nicht ausreicht. Es gibt Versionen,
da ist das Leitungsende nur vom Innenkontakt des BNC-Steckers
"aufgespießt".
Es ist immer ein Abgleichkondensator vorhanden. Seine Qualität gegen
Verschmutzung, Temperaturdrift, Abnutzung... muss gut sein.
Wenns über 20 MHz geht, spielt die Genauigkeit der internen Dämpfung und
die Unterdrückung von Reflexionen eine wichtige Rolle.
Die Messpitzen können robust sein oder extrem empfindlich.
Das Zubehör, wie Erdkontakt mit Krokodilklemme kann lächerlich schlecht
sein.
Die Haken der Tastspitze bewegen sich zwischen Arbeitsbehinderung und
zuverlässigem Halt an dem Messpunkt.
Eigentlich müsste man sich einen solchen Tastkopf beim Kauf genau
ansehen könnnen.
Man ist auf die Lösungen China-Lotterie (15€) bis Markentastkopf (200€)
angewiesen, je nachdem welche Kompromisse man machen kann. Der billige
Tastkopf hält oft nur ein halbes Jahr und macht das Messinstrument zu
einem Guckinstrument. Beim teuren Tastkopf braucht es trotzdem einiges
Wissen, sonst ist er auch nicht genauer als der billige.