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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Zulässiger Masseversatz bei CAN-Übertragung


Autor: Holger B. (rst-el)
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Hallo,
wir haben ein CAN-Netzwerk in Planung, bei dem wir folgendes Problem 
haben: Zwischen dem Knoten mit der Einspeisung der Versorgungsspannung 
und dem am weitesten entfernten Knoten erwarten wir lastbedingt einen 
Masseversatz von etwa 6 V.

Wie sind Eure Erfahrungen mit CAN - stellt dies ein Problem dar ?

Autor: Volker Zabe (vza)
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Meistens Nein, je nach Transceiver.
Suche nach "Differential Input Voltage Threshold" in deinem Datenblatt.

Volker

Autor: eProfi (Gast)
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Bedenke auch, dass es beim Einschalten (leere Cs am Ende) oder im 
Fehlerfall (Kurzschluss) deutlich mehr als 6V sein können.

Mit Querströmen auf CAN-Gnd induzierst Du auf die Datenleitungen.

Spikes kommen noch dazu. Dagegen helfen die speziellen Transildioden 
CAN0001, CAN0002 und CAN0004.

Autor: Holger B. (rst-el)
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Danke für Euro Hinweise. Könnte mir vorstellen, daß im Automotive 
Bereich deutlich schlechtere Bedingungen existieren, wennn diverse 
Aggregate aktiviert/deaktiviert werden.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Also 6V könnte gehen.

Z.B. der PCA82C251: -7 V < (V6, V7) < 12 V


Peter

Autor: Volker Zabe (vza)
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Wenn wir hier schon Vorschläge machen, dann :

MAX13041       : -12V<CH,CL<+12V (-40V<CH,CL<+40V ohne Defekt)

SN65HVD1050-EP : -12V<CH,CL<+12V (-27V<CH,CL<+40V ohne Defekt)

Volker

Autor: Om Pf (ompf)
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ISO1050, 4kV. Du musst dann halt eine isolierte Betriebsspannung 
bereitstellen oder vom Sender aus rüberziehen.


Patrick

Autor: Holger B. (rst-el)
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In der Schaltung ist ein SN65HVD251 eingesetzt.
Laut Datenblatt hat dieser einen Common Mode Range von -7 bis 12 V.

Autor: harms (Gast)
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Ich habe fuer einen Stichbus in den Garten eine Optokuppler Loesung 
eingesetzt und ausgezeichnete Erfahrung damit (nicht primaer gegen 
Masseversatz, sondern als Schutz gegen Stoerungen).

Konzept: der Kern meines CAN Hausnetzes arbeitet ohne Optokuppler 
(Vorteil: einfacherer Aufbau der - recht zahlreichen - Knoten am 
Kernbus, Vermeiden von Laufzeitnachteilen durch Optokuppler), die ca 80 
m durch den Garten sind als getrennter Sekundaerbus mit CAN-CAN 
Kuppeleinheit ausgefuehrt (100 kBps). Das funktioniert ohne jegliches 
Problem. Als CAN-CAN Kuppler verwende ich AT90CAN128( Seite Kernbus) - 
SPI - MCP2515(Seite Gartenbus); fuer die galvanische Trennung setze ich 
6N137 fuer die beiden Datenrichtungen, einen TMA0512 DC Wandler fuer die 
busseitige Stromversorgung ein.

Die Feuerprobe hat dieses Konzept beim RS485 Vorlaeufer meiner CAN 
Loesung ueberstanden: einen Blitzeinschlag, bei dem der Fernseher und 
der HIFI Verstaerker zerstoert wurden, der Bus hat ueberlebt (der CAN 
basierte Nachfolger verwendet fuer die Optokuppler die gleiche 
Schaltung).

Das ist natuerlich eine fuer meine Anwendung spezifische Loesung. Aber 
wenn Dein Masseversatz auf ein einzelnes Bussegment beschraenkt ist, ist 
dieser Ansatz eine empfehlenswerte Loesung (und macht Ueberlegungen 
ueberfluessig, wie nahe der Wert Deines Masseversatzes fuer einen 
gegebenen Transceiver an der Grenze der Zuverlaessigkeit liegt). Sag 
wenn Du die Schaltung willst (besser PM verwenden, ich lese dieses Forum 
nur gelegentlich)

Autor: Holger B. (rst-el)
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Mittlerweile habe ich einige Messungen durchgeführt. Der verwendete 
Treiber ist wie bereits erwähnt der SN65HVD251.
Den Masseversatz habe ich durch einen zustätzlichen Widerstand in der 
GND-Leitung zum CAN-Knoten erzeugt.

Die Ergebnisse sind wiefolgt:
Ein Masseversatz von 6 V macht keinerlei Probleme bei der Übertragung. 
Die Grenze liegt bei 13,5 V Masseversatz - ab da ist keine Kommunikation 
mehr mit dem Knoten möglich.

Autor: Volker Zabe (vza)
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Hallo Holger,
wenn Du etwas mehr Sicherheit brauchst, nimm den SN65HVD1050  (Common 
mode = +/-12V), ist Pinkompatibel mit dem SN65HVD251.
ciao Volker

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