Hallo, ich ätze mit Natriumpersulfat in einer selbst gebauten Küvette. leider schafft mein Heizstab nur 39°C. Bisher hat das aber gereicht. Seit kurzem scheint da aber Schicht im Schacht zu sein. Da ich leider bis morgen noch eine Platine ätzen muss und der Elektronikhandel grad nicht auf hat :D, würde ich gerne mal wissen, ob jemand ein paar tricks kennt, mit denen man da noch was machen könnte? Wäre super, wenn ich die Platine heute noch fertig bekomme. Das interessiert mich aber auch generell mal, wo man da noch ein wenig mehr rausholen kann.
Gast
#1982472
Versuch doch mal, zwei Edelstahlbleche (möglichst keine Küchenutensilien) reinzuhängen und einen kleinen Gleichstrom (10-20mA/cm²) durchzuschicken, dann sollte sich an der Kathode etwas Kupfer absetzen. mfG ingo
Danke für den Tip. Werde das gleich auch mla ausprobieren. Hab gerade einmal etwas weniger als die Hälfte der Ätflüssigkeit aus der Küvette genommen und dann mit kochendem Wasser aus dem Wasserkocher wieder aufgefüllt. Jetzt ist die Temperatur deutlich über 50°C (höher geht mein Thermometer nicht) und die Platine wird wieder ganz normal geätzt.
Habe jetzt zwei Edelstahlstäbe in die Ätzflüssigkeit gehängt und bei 15V ca. 80mA durchgejagt. An der Kathode hat sich sofort etwas Kupfer abgelagert. Der Tipp ist also schon mal sehr gut!
Gast
#1988554
Was soll dieser Unsinn bewirken? Die Menge Kupfer die sich auflösen lässt hängt einzig davon ab, wieviel Persulfat noch vorhanden ist. Sollte sich das entstehende Kupfersulfat irgendwann nicht mehr komplett lösen, fällt es eben in Form blauer Kristalle aus. Die Elektrolyse ist also völlig sinnlos, ich vermute sogar kontraproduktiv da die Kathode nicht nur das Cu(2+) reduziert sondern auch das Persulfat, entweder direkt oder durch den naszierenden Wasserstoff.
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