Gast
#1991452
Guten Tag allesamt - ich hoffe, ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit! Jetzt, wo die kalten Wintertage einen mehr oder weniger in der Wohnung halten und dazu noch ein paar freie Tage bis zum Neujahr sind, wollte ich mal ein Projekt realisieren, welches so halb angefangen schon länger im Keller liegt. Es geht um einen mikroprozessor-gesteuerten Aufwärtswandler, genauer gesagt einen Sperrwandler, der mir aus 12V eine beliebig hohe Spannung hoch bis zu 400V machen soll. Ich hatte die Geschichte schonmal angefangen, sie verschwand aber dann im Keller, weiß auch nicht mehr genau warum, wahrscheinlich war wieder was anderes interessanter zu der Zeit. Geplant war ursprünglich, damit eine Kondensatorbank aufzuladen - ich hatte damals mit Coil-Guns rumexperimentiert (das war irgendwann von Interesse, nachdem die Tesla-Spule endlich stand), wollte dann auch irgendwann mal an eine Rail-Gun dran, da war mir bisher aber der mechanische Aufwand zu hoch. Jedenfalls hatte ich meine Kondensatoren dafür immer mit gleichgerichteter Netzspannung geladen - das funktioniert auch prima, aber da sollte mal was anderes her. Ich dachte daher an einen Sperrwandler, welcher von einem Mikrocontroller gesteuert wird und per Eingabe so eine bestimmte Spannung erzeugt - dann natürlich noch mit LCD und was halt so dazu gehört - die Stromversorgung sollte aus einem 12V Blei-Gel-Akku erfolgen, welcher kurzzeitig genug Energie bereitstellen kann. Angefangen hatte ich unter Zuhilfenahme des Buches "Schaltnetzteile und ihre Peripherie" - hier sind Dimensionierungsbeispiele enthalten - also hatte ich mir beim Conrad einen leeren Trafokern (Ferrit) besorgt, und mal angefangen zu wickeln...dauerte ewig, aber wurde fertig - diesen Trafo habe ich jetzt mal wieder gefunden (Bild im Anhang). Ich suche zwar grad noch, welcher es genau war, um die Daten wieder zu bekommen, aber das werde ich noch herausfinden. Was ich weiß: N_primär: 20 Wicklungen mit d=1mm - diese habe ich damals doppeöt ausgeführt, also 20 x 2mm N_sekundär: 700 Wicklungen mit d=0,35mm Das Verhältnis ist somit in etwa 35 womit ich bei 12V auf rund 420V kommen würde - aber das kann ich ja über die Ansteuerung dann ausregeln - so war zumindest der Plan. Ich weiß, dass ich den Trafo mal an nem einfachen 555 mit FET hängen hatte (Frequenz weiß ich nicht mehr genau - war nur zum Test) - hier kam ich recht schnell auf 400V am Kondensator. Meine Frage ist jetzt eher die Regelung durch den Controller - galvanisch getrennt wird hier ja eher nicht möglich sein, oder? Bei ner fixen Ausgangsspannung wäre das vielleicht über eine optische Rückkopplung noch möglich, ab einer gewissen Spannung abzuschalten, bei einer variablen dann wohl über den üblichen Spannungsteiler auf einen ADC-Kanal...oder wie würdet ihr das machen? Regel ich sowas rein per Tastverhältnis und bei gleichbleibender Frequenz, oder wie wirkt sich die Änderung der Frequenz auf die Ausgangsspannung aus? Ich hatte ja schon rumprobiert - klar gibt es einen Frequenzbereich, bei dem der aufgenommene Strom drastisch in die Höhe ging, und die Ausgangsspannung ebenso schneller Anstieg - ein großartiges Feintuning war aber nicht erforderlich. Aber da war es halt noch ungeregelt. Ich wollt einfach mal eure Meinungen dazu hören, bevor ich jetzt in die ganze Rechnerei einsteige - das sah in dem Buch doch recht komplex aus. Gruß und schönen Tag, der Weihnachtsmann³ (Gerd Obermayer)
