Gast
#1996622
Morgen! Ich wollte zum Verstänis einen bürstenlosen Motor mit einem AVR ansteuern. (D.h. nur die Spulenbestromung, die Lüfterelektronik wird nicht verwendet). Da ich (noch) keine Motoren habe habe ich einen PC-Lüfter zerlegt. Dieser PC-Lüfter hat - wie die meisten vermute ich - nur zwei Phase. (Die Spulen sind in Reihe geschaltet mit einem Mittelabgriff zwischen den Spulen - siehe Plan unter der Tabelle. Die Bezeichnung A,B,Z sind willkürlich gewählt). Dafür habe drei Gegentaktendstufen aufgebaut um die beiden Spulen in beide Richtungen zu bestromen. Die Elektronik funktioniert soweit wie sie soll. Der Lüfter dreht auch, aber es ist nicht mehr als ein unwilliges, langsames gehoppel. Auf dem - zugegenen nicht so hübschen - Plan habe ich den prinzipiellen Aufbau aufgezeichnet. VCC sind +7V. Die Signaleingänge A,B,Z haben noch einen Eingangswiderstand (1kOhm) und liegen an einem Port vom AVR. Die Tabelle beschreibt wie ich den Motor steuern will. A,B,Z führen entweder logisch high (1), oder logisch low(0). Ia, Ib, Iab beschreibt die Richtung der Ströme durch die Spulen. +: positiv (in Pfeilrichtung), -: negativ (gegen Pfeilrichtung), 0: kein Strom weil kein Spannungsabfall über die jeweilige Spule(*). Drehen sollte er sich meiner Überlegung nach wenn ich nacheinander Apos, Bpos, Aneg, Bneg schalte. Die Dauer zwischen dem Schalten bestimmt letzendlich die Rotationsgeschwindigkeit. (Allerdings mit dem Hintergedanken dass ich nicht weiß, ob Apos und Aneg bzw. Bpos und Bneg vielleicht vertauscht werden müssen da ich nicht sicher bin wie die Spulen gewickelt, und demnach wie sich das Magnetfeld ausbreitet. Der Versuch das mit einem Kompass zu ermitteln hat mich nicht weitergebracht.) Wenn ich ca. 1-2 Sekunden zwischen dem Schalten warte dann hoppelt der Lüfter jeweils um 90° weiter. Aber schneller gehts nicht. Je nach Wartezeit vibriert er oder macht garnichts mehr. Bei geeigneter Ansteuerung habe ich ihn sogar schon zum "Singen" bewegt und eine kleine Melodie àla Tetris&co. auf ihm abspielen können. War aber nicht so ganz was ich vor hatte ;-) Viel Text, eine Frage: Habe ich noch einen prinzipeillen Denkfehler? Müsste es so nicht funktionieren? (*) kein Spannungsabfall stimmt nicht ganz weil ein kleiner Strom von ca. 6mA trotzdem durch die Spule fließt. Liegt meiner Überlegung nach daran dass ich die Endstufe aus Bipolartransistoren aufgebaut habe und die Basis-Emitter-Spannung gegen Masse bleibt.

