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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Schlechte Signale mit CNY 70


Autor: Stefan S. (kami)
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Hi,

ich habe wie auf dieser Seite:

http://nota-lan.de/wiki/index.php/Stromz%C3%A4hler-Sensor

beschrieben mir einen Abtastkopf für meinen Ferraris-Zähler gebaut.

Dabei habe ich mich an den Schaltplan gehalten, der auch auf der 
Webseite zu sehen ist.

Ich habe also die LED (CNY70) über einen 180 Ohm Widerstand direkt mit 
5V und GND verbunden.

Dann habe ich von 5V -> 10k Ohm -> Phototransitor (CNY70) & Analogpin -> 
GND gebaut also wie hier beschrieben halt nur mit Widerstand und 
Transitor getauscht:

http://www.mikrocontroller.net/articles/Lichtsenso...

Ich bekommen nun immer folgende Analog-Werte angezeigt:

Kein Gegenstand davor : 1023
Weißer Gegenstand davor: 0-30
Schwarzer Gegenstand davor: 1023

Nun zu meinem Problem ich kriege nur eine Erkennbare Veränderung, wenn 
der Gegenstand im Abstand von knapp 0-3 mm vor dem CNY-70 ist. Das ist 
mir zuwenig und anhand der oben genannten Website müsste er auch 
Veränderung auf größere Distanz erkennen. Woran kann das liegen? Was 
muss ich ändern?

Gruß kami

Autor: Peter R. (pnu)
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1. liegts am Streulicht.
Innerhalb des geschlossenen Schaltkastens wirds noch ganz gut klappen. 
mit offenem Aufbau kommt so viel Streulicht auf den Transistor, dass er 
ständig leitend ist.
2. liegts am Streulicht.
Die LED beleuchtete nicht nur die Scheibe des Zählers sondern auch noch 
die benachbarte Abdeckung usw. auch das davon rückstreuende Licht macht 
den Ts leitend. Man muss mit schwarzer Blende oder anderem dafür sorgen, 
dass nur das von der Scheibe zurückgestreute Licht zum Foto-Ts kommt.
3. liegts an der Unschärfe der Abbildung.
Der Foto-Transistor "sieht" kegelförmig. Wenn der Abstand zur 
Strichscheibe einige mm beträgt, sieht er eine recht breite helle 
Fläche, in der sich mehrere dunkle Striche befinden. Da erkennt er eine 
Bewegung praktisch nicht, weil gleichzeitig mit dem Verlassen des einen 
schwarzen Striches der nächste in sein Blickfeld rückt.

Abhilfen:
GANZ dicht mit Sender und Empfänger an die gestreifte Kante herangehen, 
sodass nur das von der Kante reflektierte Licht beteiligt ist.
Mit Blenden, Lichtleiter usw. Licht von den benachbarten Bereichen 
wegblenden.
Mit einer Linse die sendende LED auf die Scheibe so abbilden, dass auf 
ihr ein intensiver Leuchtpunkt entsteht.
Mit (der gleichen Linse) die Strichscheibe auf den Fototransistor 
abbilden, dass auf ihm ein genaues Abbild der Scheibe entsteht.
Arbeitspunkt des Foto-Transistors so einstellen, dass auch kleinere 
Helligkeitsunterschiede große Signaländerungen erzeugen.

Mit etwas Glück reicht es, die LED auf die Scheibenkante zu projizieren, 
dann kann das rückgestreute Licht reichen.
Der kluge Mensch probiert den Aufbau erst einaml mit einer LED, später 
nimmt er dann die IR-LED, da diese einen besseren Wirkungsgrad hat.

Autor: Spess53 (Gast)
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Hi

>Woran kann das liegen?

Der CNY ist grottenschlecht.

>Was muss ich ändern?

Nimm was besseres.

MfG Spess

Autor: Ulirch (Gast)
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Die CNY70 sind nun mal von der Optik für den Abstand von rund 1 mm 
ausgelegt. Das hat nicht unbedingt was mit schlecht zu tun nur mit 
schlecht geeigent für mehr als 3 mm.

Mit einer Linse wird es realtiv schwer, wegen der nltigen großen Apertur 
- der Winkel zwischen Sender und Empfänger ist recht groß.
Einfacher wäre vermutlich eine andere Lichtschranke oder seperate LEDs 
und Fototransistoren zu nehmen. Ggf. auch die Teile aus dem CNY70 
trennen und unter einem anderen Winkel oder mit mehr Abstand nutzen.

Autor: Stefan S. (kami)
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Hi Leute,

okay dann danke ich für die Hilfe ich habe hier noch einen Reflexkoppler 
mit dem ich probieren kann. Den Rest hatte ich mir schon fast gedacht.

Vielen Dank.

Gruß kami

Autor: Aufpasser (Gast)
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> anhand der oben genannten Website müsste er auch
 > Veränderung auf größere Distanz erkennen

Ja, macht er, wie im Datenblatt dargestellt: Bezug bis 5mm
Die Kurve in Fig.9 (Vishay) geht bis 10mm.

 > Dabei habe ich mich an den Schaltplan gehalten

Der Schaltplan hilft nicht bei Displacement (Vishay-Datenblatt, Fig.11), 
sondern nur eine exakte mechanische Ausrichtung.

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