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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Pollin Schrittmotorkarte


Autor: Daniel Münzi (erfolgstyp)
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hallo

ich habe eine frage zur schrittmotorkarte von pollin und zwar ist mir 
die funktion der stromregelung noch nicht ganz klar. Das prinzip 
verstehe ich schon aber die beschaltung des LM385 nicht. wofür sind die 
dioden D1, D2 und die widerstände R7, R6, R5.

danke schonmal für eure antworten

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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die widerstände stellen die schaltschwelle ein und die dioden begrenzen 
die spannung auf -0,6..+0,6V quasi als schutzschaltung.

Autor: Daniel Münzi (erfolgstyp)
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erstmal danke für deine antwort aber ich muss nachhaken. über R8 fallen 
beim maximalen Motorstrom (2A) 1,36V ab aber die dioden lassen nur 0,6V 
durch dann stimmt ja das messergebnis nicht?? und wie kann ich die 
schaltschwelle in abhänigkeit der wiederstände berechnen??

Autor: Skua (Gast)
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0,6 V in Relation zu der an TR1 einstellbaren Spannung und nicht zur 
Masse gesehen.

Autor: Daniel Münzi (erfolgstyp)
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ah ok ich glaub das mit den dioden hab ich verstanden die sind also nur 
dazau da dass der spannungsunterschied zwischen den beiden eingängen des 
OP´s nicht zu groß wird (max. 0,6V) und der OP dadurch beschädigt wird 
oder?

für R5 hab ich mir jetz zusammengereimt dass der dazu da ist dass ich 
keine zu hohe spannung einstellen kann aber wofür ist dann R6 und R7?

Autor: Daniel Münzi (erfolgstyp)
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hat keiner ne idee wofür die widerstände da sind??

Autor: Skua (Gast)
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Strombegrenzung sonst lägen die Dioden bei U R6 = 0 Parallel zu R8.

Autor: Daniel Münzi (erfolgstyp)
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ok soweit is denk ich alles klar und wenn ich den widerstand R5 
verkleinere kann ich auch einen höheren strom einstellen. richtig?

Autor: Hans T. (Gast)
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hi

ich wollte mir die karte auch nachbauen. leider habe ich aber die dioden 
D1 und D2 (1N5819) nicht zuhause kann ich alternativ auch IN4934 Dioden 
nehmen?
welche auswirkung hätte das auf die schaltung?

Autor: Johannes (Gast)
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Hi,

>kann ich alternativ auch IN4934 Dioden nehmen?

Im Datenblatt des L298 
(http://www.st.com/stonline/books/pdf/docs/1773.pdf, siehe Application 
Information) findet man in Fig. 8 folgendes:

D1 to D8 = 2 A Fast diodes { VF <= 1.2 V @ I = 2 A
                             trr <= 200 ns

Bei den Dioden kommt es darauf an, dass sie
* eine möglichst geringe Vorwärtsspannung (Vf) haben,
* sehr schnell sind und
* den max. Spulenstrom verkraften.

Für diese Anforderungen sind Schottky-Dioden geradezu prädestiniert (wie 
auch im Datenblatt angegeben: "Shottky diodes would be preferred"), da 
sie sehr schnell sind und im Vergleich zu Si-PN-Dioden geringe 
Vorwärtsspannungen haben (etwa halb so hoch). Sie haben zwar geringere 
Sperrspannungen, das ist hier aber irrelevant, da die Dioden in 
Brückenschaltung sind, sodass sie Induktionsüber- /Unterspannungen an 
den Ausgängen des L298 auf ihre Flussspannung begrenzen. Die 
Sperrspannung beträgt also Ub + Vf. Es reicht, wenn die Dioden etwa das 
Doppelte der Betriebsspannung vertragen.

Die 1N5819 ist eine Schottky-Diode mit entsprechend geringer Vf, 
allerdings verträgt sie nur 1A.
Wenn man den L298 mit ca. 1.5A voll auslasten möchte (mehr sollte man 
ihm auf Dauer nicht zumuten), sollte man auf 2A-Typen zurückgreifen.

Die 1N4934 (die "schnelle Schwester" der 1N4002) ist eine normale 
Si-PN-Diode und ist trotz Bezeichnung "Fast Recovery" mit trr = 150ns 
(typ.), 200ns (max.) etwas langsam.
Die Vorwärtsspannung ist mit ca. 1V bei 2A noch gerade so in Ordnung, 
für den Vorwärtsstrom gilt das gleiche wie bei der 1N5819.

Fazit: 1N4934 nur im Notfall benutzen, 1N5819 ist auf jeden Fall besser. 
Wenn man auf Nummer sicher gehen will, sollte man 2A-(Schottky)-Dioden 
verwenden.
In der Regel nimmt man bei solchen L298-Schaltungen BYV27-200. Das sind 
zwar keine Schottky-Dioden, aber sie sind mit trr=25ns (!) wirklich 
schnell und vertragen 2A.
Evtl. ist MUR410/MUR420 sogar besser, da geringere Vf bei fast ebenso 
geringer trr.

Autor: Hans T. (Gast)
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hallo johannes

danke für die antwort aber ich meinte nicht die freilaufdioden sondern 
die Dioden D1 und D2 im schaltplan aus dem ersten post.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Was ist denn das für eine komische Schaltung? Warum nicht einfach einen 
L297 davorbauen statt der komischen "selbstschwingenden" (?) 
Komparatorschaltung.

Autor: Hans T. (Gast)
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mir geht es dabei mehr darum zu versuchen die stromregelung zu verstehen 
da die schrittfolge über einen AVR realisiert wurde.
Versuche mit IN4934 Dioden haben keine guten ergebnisse gebracht da sich 
der strom nicht sauber regeln lässt. ich habe aber die schaltung genauso 
aufgebaut wie bei pollin nur dass ich eben die dioden nicht da habe und 
dass der l298 durch mosfets ersetzt wurde.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Die Stromregelung ist einfach nur ein Komparator, der abschaltet, wenn 
der Strom durch den Motor größer als die Referenz geworden ist und 
anschließend sofort wieder anschaltet. Dazwischen liegt nur der 
Propagation Delay vom LM358. Zumindest wenn ich das richtig sehe.

Den L298 kann man nicht einfach so durch MOSFETs ersetzen. Da fehlt noch 
der MOSFET Treiber und andere Logik.

Autor: Hans T. (Gast)
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danke erstmal für deine antworten
ich habe das schon mit treiber und allem was dazugehört aufgebaut. die 
schaltung funktioniert auch wunderbar bis auf die stromregelung. ich 
habe eben nur wie beschrieben keine 1N5819 Dioden da und will auch keine 
bestellen wenn der fehler vllt wo anders liegt weil ich noch nen 
hunderterpack IN4934 Dioden rumliegen hab. drum wollt ich ja wissen obs 
sein kann dass es an den dioden liegt.

nochmal ganz kurz das problem: im schaltplan sind für die dioden D1 und 
D2 1N5819 vorgesehen ich habe jedoch nur IN4934 zuhause kann ich die 
auch nehmen oder muss ich 1N5819 Dioden bestellen?

sorry wenn ich mich vorher nicht klar genug ausgedrückt habe

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