Gast
#2034777
Ich bin aktuell in meinem Praxissemester Elektrotechnik und nächste Woche fertig. Heute stand das Bewertungsgespräch an. Da das mein erstes Mal war und das auch mein erstes Arbeitszeugnis wird, bin ich nun verunsichert. Wir hatten das Gespräch und er hat mir für die verschiedenen Bereiche Noten gegeben, die dann in ein Arbeitszeugnis umgewandelt werden (zusammen mit den erledigten Projekten und besonders hervorzuhebenden Dingen). Er hat gesagt, er wäre sehr zufrieden gewesen und ich habe auch die Möglichkeit eine Bachelorarbeit dort zu machen. Großzügig war er bei den Noten nicht, denn es gab nur eine 1 sonst 3 mal 1-2 und dreimal eine 2 (Gesamt 1-2). Die eine 2 gab bei Belastbarkeit mit der Begründung, er könne das nicht einschätzen, weil es keine besodnere Stresssituation gab. Aber wenn das jetzt ein Personaler liest, denkt er doch da war irgendwas, wenn da keine 1 steht oder sehe ich das falsch? Wie ist ein Zeugnis mit solchen Noten einzuschätzen? Man hört ja oft, dass einige Leute ihr Zeugnis selbst schreiben dürfen und dann natürlich nur Einser haben. Sind diese Einserzeugnisse also Standard und alles was abweicht dann schon schlecht oder ist das anders? Prinzipiell kann man ja nicht erwarten überall eine eins zu haben. Keiner ist perfekt und ein Zeugnis mit lauter Einsern ist ja dann auch nicht wirklich glaubwürdig... Außerdem bewertet jeder die gleiche leistung ja immer etwas anders. Der eine vergibt schnell mal ne 1, der andre gibt eher 2er und nur bei außergewöhnlichen Leistungen eine 1. Wie ihr seht bin ich ziemlich verunsichert und verwirrt. Am Montag habe ich noch ein Gespräch mit meiner Personalbetreuerin, die bis dahin normalerweise die Benotung meines Chefs in den Händen halten sollte. Soll ich das dort nochmal ansprechen? Klar ist ein Praktikumszeugnis auch nicht so wichtig wie spätere Zeugnisse, aber ich werde wohl demnächst wieder auf Suche gehen, um für eine Werksstudententätigkeit und die Bachelorarbeit noch was andres zu sehen.