Widerstand vor Triac dimensionieren

Gast #151969
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Hallo,

mal wieder 'ne Frage zum Thema Dimmer ;-)

Also: Ich bin ja gerade dabei einen Dimmer zu bauen (Der auch schon
wunderbar funktioniert). Nun liegt es in meiner Natur, dass ich nicht
einfach nachbauen will, was ich im Internet finde, sondern ich möchte
verstehen, warum das so funktioniert.

Die einzige Unklarheit, die ich noch habe ist diese: Im Prinzip wird
der Triac (bei mir TIC206, bald aber ein BTA16-600B) gezündet, indem
ich mittels eines Optokopplers (bei mir MOC3023) MT2 und Gate verbinde.
Nun tue ich das nicht direkt, sondern dazwischen ist ja noch ein
Widerstand geschaltet. Die Frage ist nun, wie bekomme ich raus, wie
dieser dimensioniert wird? (Bei genauerer Betrachtung liegt mein
Problem warscheinlich daran, dass ich von der Informationsflut in den
Datenblättern erschlagen werde).

Für eine kurze Erklärung wäre ich dankbar.

Gruß,
Sebastian
Gast #151970
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Ich würde das mal nicht so enge sehen. So ein Triac (dieser Typ)braucht
zwischen 10 und 20 mA Zündstom, der je nach Kürze des Zündimpulses und
des Zündzeitpunktes halt am Gate anliegen muß. Der Strom kann sowohl
negativ als auch positiv gegenüber der "Kathode" sein. Bisserl
probieren. Auf jeden Fall dem Triac nicht mehr als 50mA am Gate
anbieten. BTW: Dauerstrom geht übrigens auch.
Gast #151971
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Hmm, dann verstehe ich aber noch etwas nicht:

Mit welcher Spannung rechne ich denn dann? Also, ich gehe davon aus,
dass ich 20mA Zündstrom brauche. Bei 230V (Effektivspannung) hieße das,
das ich einen 10kOhm Widerstand bräuchte, der 5W verträgt, um die 20mA
zu erreichen.

Die Schaltbilder, die ich mir bisher angesehen habe hatten aber
wesentlich kleinere Widerstände (so 47...400Ohm) mit 1/4...5W.

Andererseits: der Zündmechanismus liegt ja mit der Last in Reihe. Da
fällt ja auch schon Spannung ab. Aber eine 500W-Lampe hat ja auch
gerade mal 100Ohm. Sprich: Ich bin verwirrt.

Gruß,
Sebastian
Gast #151972
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Mal nicht verwirren lassen. Herkömmliche Schaltungen arbeiten meist mit
einem IC, der zuvor auf Kleinspannung gebracht wird (mittels
Leistungswiderstand, Graetzbrücke oder Einfach-Diode und Z-Diode und
Elko. Dann gibt dieser Baustein alle Nulldurchgänge, die er über eine
Sensorleitung checkt, einen ultrakurzen, aber kräftigen Zündimpuls (je
nach Widerstand bis zu 100mA). Somit wird zu eine zu hohe
Verlustleistung vermieden. Die Widerstände, so wie Du sie beschreibst,
sind für 5 bis 12V berechnet, also Zündung von einer Kleinspannung her.
Wenn Du direkt mit Netzspannung zünden willst, brauchst Du natürlich
einen fetten 10k Widerstand - dies ist aber nicht ratsam, wegens der
herumgeisternden Hochspannung. Es gibt im Internet lustige Datenblätter
zu Phasenanschnitt-ICs, bestenfalls dort mal nachschlagen, ist die
trivialste Möglichkeit. Zu bekommen sind die Teile meist bei Conrad
oder Reichelt - auch mal dort vielleicht gucken.

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