solarmodul direkt an das board angeschlossen gibt auf diesem
wahrscheinlich ein tischfeuerwerk auf sparflamme wenn die sonne einmal
richtig draufscheint.
würde dir gerne helfen, aber du mußt wirklich vorher ein paar
grundlegende dinge mitteilen. vor allem was denn da alles über das
solarmodul betrieben werden soll. daß der betrieb einer 50kW
discobeleuchtung an einem 10W solarmodul schwerfallen dürfte weißt du
selber. und dann soll das ganze ja bestimmt auch weiterhin arbeiten wenn
mal eine kleine wolke vorbeizieht, oder?
folglich brauchst du wie schon gesagt wurde einen kleinen akku als
energiespeicher. damit ist auch klar, daß das solarmodul den akku laden
können muß und du darfst diesem nicht mehr strom entnehmen als das
solarmodul über die zeit gerechnet auch wieder nachliefern kann.
angenommen dein solarmodul bringt 1A an 12V für zwei stunden lang, kann
der akku danach 200mA für 10 stunden ohne solarstrom abgeben. verluste
mal außen vor gelassen, die machen sich in der realität bei den 10
stunden natürlich negativ bemerkbar.
solarmodule haben die unangenehme eigenschaft, daß sie eine sehr
schlecht regelbare stromquelle abgeben. man kriegt immer das raus was
die einstrahlung gerade hergibt. die leerlaufspannung (bei kleinen
modulen um die 21V) wird schon bei bedecktem himmel erreicht, allerdings
kommt so gut wie kein strom raus (die spannung bricht unter last sofort
zusammen). erst bei richtigem sonnenlicht steigt der strom an. in diesem
bereich ist der strom einigermaßen konstant über den kompletten
spannungsbereich. also wenn das modul im MPP bei 17V 1A liefert, liefert
es kurzgeschlossen vielleicht 1,2A. das macht den einsatz eines
ladereglers für den akku notwendig, da ein direkt bzw. über eine
einzelne diode angeschlossenes modul diesen auskochen würde wenn der
erzeugte strom mal nicht gebraucht wird. die spannung am akku würde ohne
wesentlichen rückgang des stromes weit über die gasungsspannung (14,4V)
steigen und das verkürzt die lebensdauer des akkus immens.
weiter gehts dann mit der versorgung der verbraucher aus dem akku. wenn
du glück hast laufen sie an 12V, wenn nicht sind halt entsprechende
netzteile nötig. sprich wenn dein µC board nur 5V verträgt und du
schickst 12V rein werden sämtliche ICs auf dem board den deckel
aufknallen und einmal kräftig durchlüften weil ihnen zu warm ist. da
bräuchte es eine schaltung, die aus 12V 5V macht (bei entsprechender
ausgangsbelastbarkeit).
zusätzlich ist dann noch ein tiefentladeschutz für den akku ratsam. vor
allem bleiakkus mögen es gar nicht wenn sie tiefentladen werden. bei
einer bestimmten unteren spannungsgrenze (z.b. 10,5V) sollten daher
sämtliche verbraucher (logischerweise auf kosten derer funktion) vom
akku getrennt werden bis dieser wieder etwas aufgeladen ist. das schützt
den akku vor schaden und die angeschlossenen geräte würde bei einer
tiefentladung sowieso ausgehen.
ich habe hier auf dem balkon eine kleine hobby-solaranlage, die mir an
sonnigen tagen im sommer bis zu etwa 130W reale spitzenleistung bringt.
mehr ist aufgrund von platz (der balkon ist selbst für die paar
solarmodule zu klein) und teilabschattung durch das gitter nicht drin.
das ganze "lohnt" sich für mich nur weil ich die module sehr günstig
abgefasst habe. wenn man den neupreis der module im vergleich zum output
ohne solarförderung betrachtet fällt schnell auf, daß die kraftwerke in
jänschwalde oder biblis die gewonnenen paar kwh auch nach der zehnten
strompreiserhöhung noch preiswerter können.