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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik SMD Flachstecker löten


Autor: Martin S. (Gast)
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Ich hab mir letzte Woche mein CD-Brenner geschrottet. Zum Beheben einer
klemmenden Schublade mußte ich die Steuerplatine ausbauen. Irgendwie
haben die da so bescheuert das Flachbandkabel (ca. 40 Adern) montiert,
daß im Grunde genommen keine andere Möglichkeit besteht als den
zugehörigen SMD-Stecker abzureißen. Der Stecker ist ca. 20 mm breit,
wie gesagt: SMD-Bauform, und hat ca. 40 Kontakte. Der Stecker wurde
"sauber" von der Platine abgerissen, es wurde auch keine zugehörige
Leiterbahn beschädigt.

Ich bin zwar elektronikus, und löte mit meiner 6 Watt Lötnadel auch
ziemlich kleines Zeugs, aber ich befürchte fast das kleine Rastermaß
geht in der Auflösung jenseits meiner Lötnadel

Lange Rede kurzer Sinn: Wie bekomme ich disen kleinen Stecker wieder
sauber auf die Platine montiert? Gibts da irgendwelche guten
Ratschläge?

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
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Großzügig mit viel Lötzinn alle Lötstellen zukleistern* und dann mit
Entlötlitze überschüssiges Lötzinn entfernen.

*) Naja, eigentlich doch besser löten. 6W-Lötnadel ist dafür IMHO
ungeeignet, weil sowas nicht ausreichend Wärme liefern dürfte.
Ich nehm' für derlei Aktionen meine gute alte Magnastat (die hat 50W,
aber auch eine im wahrsten Sinne des Wortes knackige
Temperaturregelung).

Autor: Steffen (Gast)
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Wenn Du den Stecker abgerissen hast, dann ist mit Sicherheit keine
Leiterbahn mehr auf der Platine, wo Du was anlöten kannst.

Autor: Martin S. (Gast)
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@Steffen

falsch getippt. Alle Leiterbahnen sind noch dran. Sagte ich doch in
meinem ersten Beitrag. Meinst du ich weiß nicht wei eine Leiterbahn
aussieht?

Siehe Bild

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
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Du wirst den Stecker allerdings auch noch festkleben müssen, da -so wie
es aussieht- die Befestigungswinkel vom Steckerkörper abgerissen sind
und noch mit der Platine verlötet sind.

Um den abgebildeten Effekt zu erzielen, musst Du aber ganz schön heftig
am Kabel gerupft haben - diese Stecker verfügen doch über eine
Verriegelung, und nach lösen derselbigen lässt sich das Kabel
eigentlich ganz leicht da 'rausziehen.

Bevor Du den Stecker (genaugenommen ist's ja eine Buchse) wieder
anlötest, solltest Du allerdings mit Entlötlitze die alten Lötzinnreste
von der Platine entfernen.
Danach kannst Du -einen geeigneten Lötkolben vorausgesetzt- so
verfahren, wie ich eingangs bereits vorschlug. Mit Deiner
6W-"Lötnadel" wirst Du aber nicht unbedingt Glück haben.

Autor: Netbandit (Gast)
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Hab neulich bei einem Sony TV zwei RAM IC's mit 0,5mm Raster
nachgelötet... es ist schwer aber mit etwas Übung, Flußmittel und
Entlötlitze bekommt man das hin.

Autor: Martin S. (Gast)
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na ja, es ist halt mechanisch ziemlich bescheuert konstruiert gewesen.

Das Flachbandkabel ist an einem Ende am Kopf-Schlitten fest verlötet.
Das andere Ende ist halt dann mit besagtem Stecker auf der Platine.

Ja, natürlich würde es sich"normalerweise" lösen. Irgendwer muß wohl
auch beim Hersteller gemerkt haben, daß dei Konstruktion mechanisch
etwas gewagt ist. Also wurde der Stecker mit dünnem
"Panzer-Klebeband" fixiert.

Ich habe nichts anderes gemacht als vorsichtig dei Platine ca. 1 cm
anzuheben, um an den Stecker dran zu kommen. Chancenlos, da das
Panzerband zu entfernen. "Gott sei Dank" war der über den Stecker
überstehende PArt des Panzerbandes nicht so groß. Fakt ist, daß ich
plötzlich das Flachbandkabel mit angestecktenm Stecker und
draufgepeppten Panzerband "rumhängen" hatte.

Übrigens ist es mit dem Befestigungswinkel 50/50: Links der Winkel ist
noch auf der Platine, also aus dem "Stecker" rausgerissen, und rechts
ist der Winkel sauber von der Platine runter gerupft.

Mechanisch ist alles sauber getrennt, muß halt jetzt nur noch sauber
wieder drauf kommen

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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Naja, nun ist es schon ab. Also nützen die Tips auch nicht, dass man das
hätte vermeiden sollen. Nun ja...

Also: Mit einem richtigen Lötkolben, also so 40 bis 50 Watt, erstmal
die ganzen Lötflächen reinigen. Das gleiche beim Flachbandkabel.

Allerdings könntest Du beim Kabel evtl. ein Problem bekommen, dass der
Kunststoff nämlich nicht so hizefest ist. Also brauchst Du eine präzise
regelbare Lötstation, damit Du die Temperatur schön knapp einstellen
kannst damit Dir der Kunststoff des Kabels nicht verschmort.

Zum Anlöten brauchst Du viel Flussmittel. Die Kontakte auf der Platine
gut naß machen, und das Kabel selbst. Das Kabel zum Löten gut fixieren,
so dass Du beide Hände frei hast, und ordentlich auf den Kontakten
liegt.

Unmittelbar vorm Löten nochmals ordentlich Flussmittel dazu geben. Und
dann eben mit dickem Lötkolben einen Lötzinntropfen an den Kontakten
entlang ziehen.

Am Schluss das Ganze mit Flussmittelentferner ordentlich reinigen, weil
diese Löttechnik doch eine kleine Sauerrei ist... Dabei natürlich
sicherstellenn, dass der Reiniger nicht in irgendwelche Mechanische
Konstrukte eindringt und dass der Reiniger auch nicht den Kunststoff
des Kabels angreift...

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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Ach, Du hast ja den Stecker noch am Kabel. Dann ist's ja noch
einfacher. Dann bekommst Du keine Probleme mit dem Kunststoff des
Kabels. Na dann. Aber die Technik bleibt die gleiche.

Autor: Steffen (Gast)
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Ist aber trotzdem nicht normal. Eigentlich hält die Lötverbindung
wesentlich mehr aus als die Klebverbindung zwischen Platine und Kupfer.

Autor: Martin S. (Gast)
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Ich bin bis dahin auch davon ausgegangen, daß solche ein Stecker (selbst
als SMD montierter) "besser" halten soll. Aber mal ganz nüchtern
betrachten: Die Kontaktfläche für die Winkel beträgt so ca. 1mm*1mm
jeweils links und rechts. Und die 40 Lötfahnen geben wohl nur einen
minimalen Anteil zur Zugentlastung oder mechanischen Befestigung bei.
Bei intensivem Studium der Datenblätetr wird man dann sowieso
feststellen, daß die Kontakte NICHT mechanisch irgendwas
stützen/entlasten können. Meiner Einschätzung nach ist die gesamte
Kontaktfläche aller Kontakte zusammen genommen auch nicht viel größer
als max. 2 qmm.

Macht also zusammen ca. 4 qmm an Kontaktfläche zwischen Stecker und
Platine. Der Klebestreifen war über den gesamten Stecker draufgepappst
und hatte einen Überstand von ca 2 mm auf der Längsseite. MAcht also 20
mm  2 mm Überhang  2 Seiten = 80 qmm

Selbst wenn das "Panzerband" eine im vergleich zur Lötunng
schlechtere Haftung hat, hat es dennoch ca. 20 mal mehr Kontaktfläche
zur Hauptplatine.

Nochmals zur Beschreibung: Es ist das Kabel, welcehs zum Kopfschlitten
geht. Dieser wird jedoch mechanisch ziemlich hin und her zappeln, und
sein gezappel zumindest teilweise auf den Stecker übertragen. Insofern
kann ich es schon verstehen daß man das Kabel mit dem Panzerband
fixiert hat. Im Sinne von kurzen Signalwegen und weniger bewegter Masse
ist es sicherlich auch ok, daß das Kabel so kurz war. Ist aber halt
blöd, wenn man da noch mal dran (genauer: drunter unter der Platine)
muß. Dann rupft es mehr oder weniger unweigerlich den Stecker ab.

Na ja, ich guck mal daß ich mein Operationsbesteck raushole und das
Ding anfange zu operieren.... Vielen Dank für die hilfreichen
Ansätze...

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