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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ATMEGA8515 Übertakten


Autor: Christoph Wagner (Gast)
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Hi.

Ist es möglich, einen ATMEGA8515 16-16 mit 18MHz statt den eigentlich
maximal erlaubten 16MHz zu betreiben ?
Und ist es dann günstiger, diesen Takt per Quarzoszillator oder Quarz
mit gen Masse geschalteten Kondensatoren erzeugen zu lassen ?
Könnte es dann Probleme mit einem angeschlossen SRAM geben (zu schnelle
Ansteuerung) ?
Mein Problem ist, dass ich das USB-Protokoll von IgorPlug für meine
Zwecke abgeändert habe, nun merke, dass ich etwas mehr Leistung
brauche, und nun einen geeigneten Quarztakt >= 15MHz (größer wäre
besser) erzeugen muss, der zudem noch durch 1,5 Teilbar sein muss
(15;16.5;18;20.5;...) (1,5Mb/s USB).

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Für Bastler mag das gehen, Igor hat ja den AT90S2313 auch mit 12MHz
übertaktet.

Ein kommerzielles Produkt würde ich aber nicht so aufbauen.

Die ATMega48..168 sollen ja 20MHz können.


Peter

Autor: Benedikt (Gast)
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mega8515 habe ich schon mit 24MHz betrieben. Die meisten machen das
problemlos mit. Bei 22,1184MHz hatte ich noch nie Probleme. 18MHz sind
also kein Problem. Nur so Spezialfunktionen wie das EEPROM sollte man
dann nicht mehr verwenden.

90S2313 laufen mit 18MHz. Bei 20MHz hängen sich die meisten nach
einigen Sekunden bis Minuten auf, da der Flash zu langsam ist.
Den tiny2313 habe ich auf 24MHz im Dauerbetrieb laufen. Bei 27MHz gibt
es hier ebenfalls probleme mit dem zu langsamen Flash.

Autor: Christoph Wagner (Gast)
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Würde ein SRAM mit 70ns zugriffszeit auch unter so eine
"Spezialfunktion" fallen ?

Autor: Benedikt (Gast)
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Das musst du im Datenblatt nachlesen. Da stehen die Zeiten drin
(2xtclck-10ns usw.).
An einem mega8515 mit 18,1432MHz ist ein 50nS SRAM bei Verwendung ohne
Waitstates das mindeste. Ich verwende für 22,1184MHz ein 25nS SRAM und
ein 74ALS573 ohne Probleme.

Autor: mad_mike (Gast)
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Ich hab mal nen mega16 mit 24 (!!!) MhZ am laufen gehabt. Selbst uart
ging stabil. Denk aber ned, dass eine solche übertaktung gut ist.

Autor: Christoph Wagner (Gast)
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Ich habe als SRAM nur einen 70ns-Teil in Aussicht, daher wollte ich
Fragen inwiefern man den RAM bei 18 MHz betreiben kann.

Im Datenblatt des ATMEGA8515 steht etwas von Wait states. Damit dürfte
man doch theoretisch den SRAM so bremsen, dass es keine Probleme mit
den 70ns Zugriffszeit gibt.

Autor: Benedikt (Gast)
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Mit 1 Waitstate sollte es funktionieren.

Autor: Christoph Wagner (Gast)
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Im Datenblatt steht:

"Due to the high-speed operation of the XRAM interface, the address
latch must be selected with care for system frequencies above 8 MHz @
4V and 4 MHz @ 2.7V. When operating at conditions above these
frequencies, the typical old style 74HC series latch becomes
inadequate. The external memory interface is designed in compliance to
the 74AHC series latch."

Daher frag ich mich : Welchen Chip sollte ich bei einer Frequenz von 18
MHz verwenden ?

Autor: Freak5 (Gast)
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1. Wie hoch kann man die Dinger(beispielsweise ATmege16, oder auch
ATmega32) eigentlich mit dem internen Takt kriegen? Ich habe das
Datenblatt noch nicht bezüglich der Taktung gelesen...
2. Fällt das EProm auch schon bei einer übertaktung von 16 auf 18Mhz
aus? Was passiert denn beim Benutzen? Kommt es zum Datenverlust oder
hängt sich der Atmel auch auf??

3.Kann man die großen ATmegas schlechter übertakten als die ATinys?

Autor: Christoph Wagner (Gast)
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1. Intern kannst du über die CLKSEL-Fuses bis zu 8MHz internen Takt
einstellen (1,2,4,8 MHZ wählbar). Dann besteht noch die Möglichkeit,
über das OscillatorCalibrationByte den Takt noch weiter zu erhöhen.

2.Ob oder wie das EEPROM ausfällt, weiß ich nicht, aber ich denke, dass
es einfach nicht mehr richtig reagiert, und daher bei Zugriffen
Fehlinterpretationen von Signalen auftreten -> Undefiniertes Zeugs
(wäre doch ne Klasse Idee, um einen Hardwarezufallsgenerator zu bauen
:) )

3. Theoretisch müssten sich beide gleich gut übertakten lassen, da der
Kern der gleiche ist; im ATMEGA halt mit allem Brimborium, und in TINY
abgespeckt mit weniger Zeugs in der Wundertüte

Autor: Freak5 (Gast)
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3. Naja die abgespekten CPUs laufen auch schneller

1. Das weiß ich schon(bis darauf, dass ich dachte, dass man auch noch
16 und 20 Mhz einstellen kann, wenn man einen ATmega hat, der das
standartmässig macht)
Aber geht dieses CalibrationByte nicht nur bis 1.5?

Das würde bedeuten, dass man nur bis 12Mhz beim internen Oszilator
kommt...

Autor: Christoph Wagner (Gast)
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3. Bei einer Einstellung von $FF im OSCCAL kann die Frequenz zwischen
100% und 200% der RC-Osc-Frequenz betragen. Bei $00 ist der Spielraum
von 50% bis 100%. Maximal sollte daher 16 MHz möglich sein. Die Angaben
sind übereinstimmend mehreren ATMEGA-Datenblättern entnommen worden.

PS: Der interne Oszillator ist sowas von Ungenau. Du hast nie die
gewissheit, welche Frequenz er gerade hat. Für timingangelegenheiten
wie z.B. UART ist der interne praktisch nicht zu gebrauchen. Generell
sollte man bei höheren Frequenzen generell Quarze verwenden.

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