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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik PCMCIA-Karte selberbauen?


Autor: Sebastian Pischel (Gast)
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Hallo,
hat sich schon mal jemanc Gedanken gemacht, die PCMCIA-Schnittstelle
als Weg für Daten in den Rechner hinein zu nehmen? Ich denke gerade
über eine möglichst einfache Version eines Logic-Analysers nach, habe
dabei aber festgestellt, dass das schnellste gebräuchlihe der EPP-Port
mit ca. 2MB/s ist. Da würde es sich anbieten, einen 8-Kanal LA zu
bauen, aber 2 MHz erscheinen mir etwas wenig. PCMCIA bietet wohl
irgendwas Richtung 4-10MB/s im 16-Bit Modus.
Hat da schon irgendwer was versucht oder geschafft?

MfG, Sebastian

Autor: KoF (Gast)
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was bitte willst du mit so viel bandbreite für eine lichtsteuereung?
also bei mir reicht da gar die normale rs232 mit nen paar kbound :-P

in bezug auf pcmcia denke ich, das sie ähnlich dem pci aufgebaut ist.
wenn das zutrift, wirst du ohne vhdl & co nicht auskommen (wenn
überhaupt).

ich würde mich mit seriellen und paralelen schnittstellen begnügen.
wenn es den schneller sein soll, dann versuch eine usb-anbindung.

Autor: Jakob (Gast)
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Ich denke, dass USB in jedenfall einfacher ist. Such mal bei Google nach
dem Datenblatt für den FT245BM. Der Chip macht max. 8MBit Ttransferrate,
wenn man sich geschickt mit der Prgrammierung anstellt. Das sollte
eigentlich reichen.

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
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Der mit dem mittlerweile* üblichen Cardbus-Interface erreichbare
Datendurchsatz ist um einiges höher als der mit USB erreichbare, dafür
ist aber auch der Hardwareaufwand um einiges höher.

Um den abzuschätzen, ist ein Blick auf das Datenblatt des OXCB950 (zu
finden auf http://www.oxsemi.co.uk/pages/pci/index.html) ganz
hilfreich. Das ist ein serieller Schnittstellenbaustein mit
Cardbus-Interface.

Auch lohnenswert ist ein Besuch hier: http://www.sycard.com/cbdev.html

Wenn es von der erforderlichen Datenrate ein bisschen weniger sein darf
und die Hardware auch mit nicht-Notebook-Rechnern zusammenarbeiten soll,
ist USB IMHO eine gute Wahl.

Wird statt der FTDI-Bausteine (die im Grunde genommen nur Derivate
serieller Schnittstellen sind) ein "richtiger" USB-Device-Controller
verwendet, dann lässt sich auch eine bedeutend höhere Datenrate
erzielen.
Von Cypress gibt es verschiedene Varianten mit MCS51-Kern und wahlweise
USB1.1 und USB2.0-Unterstützung (EzUSB-Reihe).

Soll es ein leistungsfähigerer Prozessorkern sein, dann lohnt ein Blick
auf die neuesten ARM-Varianten von Atmel (AT91SAM7S64..256), die
unterstützen allerdings "nur" USB-"Fullspeed" (12 MBit/sec, wie bei
USB1.1).
Ganz frisch, und daher wohl noch schwer/garnicht zu bekommen sind zwei
AVR-Varianten von Atmel mit USB-Device-Controller (AT76C712/713).


*) PCMCIA wurde die alte, ISA-artige 16-Bit-Schnittstelle genannt.
Notebooks seit der Pentium-II-Klasse (incl. Celeron) verwenden eine
"aufgebohrte" Variante davon namens 32-Bit-Cardbus.
Steckerkompatibel, aber vom Durchsatz her mit PCI zu vergleichen. Der
alte "PCMCIA"-Slot lebt unter der Bezeichnung 16-Bit-Cardbus weiter.

Übrigens ist PCMCIA ein wunderschönes Akronym (people can't memorize
computer industry acronyms).

Autor: Olaf (Gast)
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Es haben schon einige Leute mit dem Gedanken gespielt soetwa zu bauen,
auch ich. :-)

Realisiert hat dies im privaten Bastlerumfeld bis jetzt aber nur ein
Japaner.

Folgendes Problem:

1. Cardbus ist extrem kompliziert.

2. Altes 16Bit PCMCIA ist machbar. Das wird auch noch von neueren
Laptops unterstuezt, aber vermutlich nicht bis in alle Ewigkeit. (1.
Haken!)

Altes PCMCIA ist im Prninzip ISA-Slot. Kann also jeder halbwegs begabte
Bastler hinbekommen. Aber PCMCIA Karten werden ja beim einstecken in den
Bus erkannt. Die Karte muss also ein paar Byte zur verfuegung stellen
die aus bestimmten Registern ausgelesen werden koennen. Das bedeutet
dann wohl CPLD oder FPGA mit EEPROM.
An der Stelle haben wir schon 50% der Gelegenheitsbastler abgehaengt.
Naechstes Problem ist dann die Hardware. PCMCIA-Stecker haben einen
sehr kleinen Pinabstand. Ich glaube nicht das man da seine Leitungen
mit weniger als 4-Layer wegbekommt. Das heisst Platinenlaeyoutprogramm
welches das unterstuetzt und fertigen lassen von Musterplatinen da man
4-Layer nicht zuhause in der Kueche hinbekommt. Und das ist dann der
Grund warum es keine selbergebauten Karten gibt.

Ausserdem ist das fuer einen Logicanalyzer sowieso totaler Unsinn. Dem
verpasst man lieber locales Ram und speicher die Daten da schnell rein,
und liesst sie nach der MEssung langsam aus. Neben vielen anderen
Gruenden, wie z.B ein beschissenes Betriebssystem aus Amiland das einem
das Timing vernichten wuerde, haette man naemlich sonst ein grosses
Problem mit der Kabellaenge. Um z.B 100Ms mit einem Meter Kabel zu
uebertragen ist schon ein grosses Aufwand notwendig.

Also --->USB

Olaf

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