ohje...
aaaalso. mal eine ideale spannungsquelle ohne innenwiderstand angenommen
(das heißt ihre spannung bricht bei belastung nicht ein) kommt aus einem
gleichrichter mit nachgeschaltetem kondensator IMMER der spitzenwert der
wechselspannung raus. bei 12V sind das 17V.
eine einfache diode läßt nur in der positiven halbwelle strom zum
ausgangskondensator fließen, aber trotzdem kommt die volle spannung
raus.
bei einem trafo ohne mittelanzapfung hast du auch kein "null". es
arbeitet immer die komplette wicklung auf den gleichrichter, egal ob
brücke oder einweg.
in der realität hat die transformatorwicklung einen (wenn auch geringen)
ohmischen widerstand, der ihre spannung unter belastung ein wenig
einbrechen läßt. an jeder siliziumdiode fallen nochmal 0,6V ab, an einem
brückengleichrichter also 1,2V weil immer zwei dioden gleichzeitig
leiten. weiterhin wird der ausgangskondensator immer nur in den spitzen
der wechselspannung geladen wenn seine spannung geringer ist als der
momentanwert der wechselspannung. unmittelbar nach dem scheitelpunkt
fließt also kein strom mehr, bis sich der kondensator über eine last am
ausgang bis zur nächsten halbwelle wieder ein wenig entladen hat. in der
realität sind also keine 17V messbar, sondern je nach größe des
ausgangskondensators und belastung geschätzte 12-16V.
bei einer einweggleichrichtung wird nur jede zweite halbwelle genutzt,
dafür ist der spannungsverlust am gleichrichter geringer. man bekommt
also eine geringfügig höhere spannung, aber eine deutlich größere
schwankung (sog. ripple) der ausgangsspannung weil nur halb so oft
nachgeladen wird als wie beim brückengleichrichter.