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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik PTC YM120, Bedeutung Kennwerte


Autor: Morten (Gast)
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Hallo,

Ich hätte ein Frage zu Kenndaten eines PTCs.

Ich habe einen PTC Typ YM120 gegeben. Code: bTh 200.
Er hat einen Widerstand von 20 Ohm bei 25°.

http://www.thermometrics.com/assets/images/ym120.pdf


Und zwar geht es mir darum diesen Widerstand automatisch zu testen. (Ich 
habe kein gerät mit dem ich eine Temp vorgeben kann).

Sprich: ich erhöhe die Spannung von 0 V auf einen bestimmten Wert. Dabei 
messe ich den Strom.

Sprich ich kann einen Graphen erstellen: Widerstand in Abhängigkeit der 
umgesetzten Leistung (im Widerstand). Beide Werte (widerstand und 
leistung) kann ich ja aufgrund der spannung die ich vorgebe, und dem 
resultierenden Strom ausrechnen.


Aber (zum eigentlichen problem) ich weiß nicht wie ich die Daten vom 
Datasheet interpretieren/verstehen soll.

Es sind verschiedene Werte gegeben:
I int = 0.192A (maximum current without tripping)
I t =    0.265A (minimum current trip current
I mo =  1.3  A (maximum overload current
I r    =    11mA Residual current


Ich nehme an:
0.192 mA kann ich draufgeben (wären 0.7 Watt) ohne dass sich der 
Widerstand verändert. Aber 0.7 Watt is doch für so ein kleines Bauteil 
doch schon n Haufen Holz, der wird doch dann schon heiß, oder?! (wenn 
ich 20ohm annehme)

ab 0.265A ist der strom bei dem das "trippen" losgeht, also es anfängt 
den widerstand zu verändern. aber wie weit kann ich den Strom erhöhen 
ohne das Bauteil zu zerstören?

bei 1.3A is er kaputt. Sind ja immerhin über 30 W (selbst wenn ich dann 
auch nur 20grad annehme).


Aber irgendwie macht das für mich alles keinen Sinn.

Ich müsste wissen, bis wieviel Ampere ich drauf geben kann damit er 
nicht zerstört wird, bzw. mit denen ich messen kann.

Der test soll nämlich so aussehen dass ich von 0 V anfange, und in 
z.b.100 schritten (angepasst auf das Bauteil) immer die Spannung erhöhe, 
und in jedem Schritt den Strom messe, damit die Leistung ausrechne und 
einen Graphen erstelle.
Aber ich weiß eben nicht wie weit ich die spannung/strom/leistung 
erhöhen darf um das zu messende Bauteil nicht zu zerstören, bzw. kann 
ich das aus dem Datenblatt nicht herauslesen.

Ich hoffe ihr könnt mir dabei einen Tip geben :)

MFG

Autor: Morten (Gast)
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Kann denn keiner helfen?

Ein PTC ist ja nun keine wahnsinns ausgefallene Komponente. Jemand hat 
da sicher erfahrungen.

Bis wieviel Watt ich das kleine Teil nun belasten darf wäre schon eine 
Hilfe. Ich schätze mal ein Watt höchstens...

Autor: Frank Bär (f-baer)
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Du solltest vielleicht mal erklären, auf was du mit der Messung 
hinauswillst, denn auf den ersten Blick macht das erstmal keinen Sinn.

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Ein PTC wird zwar mehr oder weniger schnell, ab einem bestimmten 
Tripping-Current, hochohmig, aber wenn er das tut nimmt auch wieder die 
Leistung, die in ihm umgesetzt wird, ab und er kann abkühlen - wenn man 
ihn lässt.
Ergo gilt es das Ganze auch über die Zeit zu betrachten und ob er seine 
Verlustleistung an die Umgebung abgeben kann oder nicht (Stichwort 
'isotherm' bzw. 'adiabatisch').

Der Sinn dieser Aktion ist mir z.Z. aber ebenso unklar wie Frank Bär.

Ist aber auch Banane - sobald man genau weiß, welche Parameter man bei 
welchen (Umgebungs-)Bedingungen messen möchte, kann man dies (gnadenlos 
und ggf. auch sinnfrei) tun. ;-)

Autor: morten (Gast)
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Hi,
danke schonmal so weit für die Antworten.

Es geht um ein kleines projekt von dir Uni. Wobei der Inhalt des 
projects automatische Testverfahren von nicht linearen Bauteilen ist. 
PTC, NTC, glühlampe. Auch wenn die messung dieser Bauteile nicht 
wirklich sinnvoll ist, es geht um das Schema.

Beispiel, test glühlampe:
Ich hab bestimmte parameter der Lampe gegeben, z.b. die spannung. Diese 
spannung erhöhe ich in 20 schritteen (die lampe wärmt sich pro schritt 
auf), und in jedem schritt wird der Widerstand gemessen und per Graph 
aufgezeichnet. Daraus ergibt sich dass der Widerstand mit der Leistung 
(also temp.) ansteigt.


Genau das selbe Konzept ist des natürlich beim PTC, nur dass ich ihm 
zwischendrin mehr Zeit  geben muss um sich durch die umgesetzte Leistung 
aufheizen zu können. Aber ich hab eben keine Grenzwerte wo ich sage 
"soviel Leistung darf umgesetzt werden". Klar, ich kann 1 Watt für das 
Bauteil annehmen, und das funktioniert auch (wird schön heiß) aber ich 
muss ja irgendwie "belegen" dass bei dieser Leistung sich der Widerstand 
verändern muss. Genau dass will ich ja in dem Test erst feststellen. Es 
gibt für das Bauteil keine Formel, bzw. womit ich die Temperatur bei 
einer bestimmten Leistung durch Eigenerwärmung berechnen kann.

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