PicosCope 3204

Gast #156286
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Hallo,

habe das Thema aboniert um über Antworten per Mail benachrichtigt zu
werden, aus dem Grund weil hier soviel Traffic ist das am nächsten Tag
der Beitrag schon ewig weit unten in der Rangliste ist wenns keine
Antworten gibt.
Gast #156290
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50MS/s Abtastrate besagt ja nach dem Abtasttheorem, dass ein Signal mit
max. 25MHz eindeutig reproduzierbar ist. Wenn du dir aber ein
Rechtecksignal von z. B. 10MHz anschaust, dann besteht dies ja aus
unendlich vielen Oberschwingungen (bei 30MHz, 50MHz, etc.) und diese
können eben nicht mehr reproduiziert werden. Es kommt zu Aliaseffekten,
und das dann letztendlich dargestellte Signal sieht eben nicht mehr so
aus, wie es real vorhanden ist.
Gast #156292
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650 Euro ist wirklich ne Menge, wußte nicht das die so teuer sind. Ich
persönlich kann die Einstiegsteile von Tektronix empfehlen, z. B.
TDS1000-Serie. Kostet weniger als 1000 Euro, hast dafür aber eine
Abtastrate von 1GS/s. Die Analogbandbreite kannst du selbst bestimmen
(40, 60, 100, 200MHz), je nachdem wie voll dein Geldbeutel ist :)

Ein Link:

http://www.tek.com/site/ps/0,,3G-15314-INTRO_EN,00.html?wt=335&link=/site/ps/0,,3G-15314-INTRO_EN,00.html

Ok, 1000 Euro ist nicht wenig, dafür bekommst du aber was wirklich
gutes, das auch eine Weile ausreicht. Meiner Meinung nach lohnt es
sich, die 350 Euro mehr auszugeben. Ich habe die Geräte auch mal bei
eBay gesehen, für ca. 700 Euro. Ich habe mal länger mit so einem Teil
gearbeitet und es macht wirklich Spaß.

Ich bin kein Freund von diesen PC basierten Geräten, kann daher auch
konkret nichts dazu sagen.

> ist denn dieses Scope jetzt für den Hobbybereich zu gebrauchen?

Tja, wenn du nur LEDs blinken lassen willst, schon.
#156293
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Hallo Sven,

wenn Du ein Sinussignal einigermaßen beurteilen willst, dann musst Du
es überabtasten. Spich, mit 2 Samples / Periode kannst Du bestenfalls
noch erkennen das da ein Signal ist, nicht aber wie es aussieht.

Als Faustformel geht man von mindestens 10 Samples / Periode aus. Mit
den 50 MS/s schaffst Du es also höchstens ein Signal mit bis zu 5Mhz
Signalfrequenz darzustellen. Selbst dann hast Du auf jeder Halbwelle
gerademal 5 Messpunkte, aber das reicht um ein Sinus- von einem
Dreieck-Signal unterscheiden zu können.

Die 50 MHz Analogbandbreite sind damit eigentlich nicht zu schaffen. Es
geht trotzdem, solange man sich auf periodische Signale beschränkt.
Dabei tastet das Oszi das zu messende Signal über mehrere Perioden ab
und stellt die Messwerte so dar, als ob nur eine Periode gemessen
wurde. Das funktioniert aber nur, wenn sich das zu messende Signal
während der Messzeit nicht ändert.


Ciao,
Werner
Gast #156294
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geh ins schaltungstechnik-labor deiner uni/fh und bekaue den dort
ansässigen elektronik-/schaltungstechnik-/bastel-heini. der hat mit
garantierter sicherheit das eine oder andere ausmusterungsopfer inner
ecke stehen (auch, wenn er erstmal leugnet...). mußt ihm nur
klarmachen, dass du das teil sooooo dringend gerne hättest und auch
pfleglich damit umgehen wirst.
das klappt natürlich nicht, wenn dein gesicht/name schon aus diversen
laborversuchen einschlägig gebrandmarkt ist.....  ;-)
Gast #156295
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achja; und wenn ich das in messtechnik richtig verstanden habe, ist das
mit der bandbreite auch nur die halbe wahrheit, da die bandbreite ja
bis zur -3dB grenze definiert ist. wer also an dieser grenze mißt (und
leider auch schon ein gutes stück vorher) wird mit einem fehler von
-3dB = -50% bestraft!
Gast #156298
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Danke für die Antworten, die Scopes von tektronix gefallen mir gut, nur
sind 1000€ doch etwas zu viel. Werde mir wohl das PicoScope 2202
holen, hat 2Mhz Bandbreite und eine Abtastrate von 20MS/s und kosten
"nur" 350€.
Für kleine Hobbyanwendungen sollte es (erstmal) reichen. Kann mir
später immer noch ein besserer holen. Der Widerverkaufswert bei Ebay
sollte kein schlechter sein.

Und das ich ein Speicheroszilloskop geschenkt bekommen glaube ich kaum
bei unserer FH ;)
Gast #156302
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Das PicoScope 3204 hat doch eine maximale Samplingrate von 2.5GHz bei
repetierenden Signalen, und 50Mhz nur für Single-Shot. Warum soll es
denn nicht bis 50MHz tauglich sein? Geh ich davon aus, dass mind 10
Samples pro Periode zu einer vernüftigen Darstellung nötig sind, so
könnten mit 2.5GS sogar noch 250kHz Signale gemessen werden, wenn der
Eingangsverstärker das zulassen würde.
In jedem Thread zu Oszilloskopen lese ich immer wieder, dass nur die
Echtzeit-Abtastrate massgebend sei, die Equivalent-Time Abtastrate
(hier  eben die 2.5GS) könne man vergessen. Kann mir jemand erklären
wieso?

Meistens wird dann noch empfohlen lieber ein analoges Oszi zu kaufen.
Aber genau diese Analogen können doch auch nichts anderes als
repetierende Signale darstellen, und das auch bei niedrigen
Frequenzen.

Meine Einschätzung ist also: Ein PicoScope 3204 ist bis etwa 5MHz
Signalbandbreite ein richtiges Digitales Speicheroszilloskop, und
darüber entspricht es etwa einem analogen Oszilloskop.

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