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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Stromsparender Ethernet Switch oder Daisy Chain Chip ?


Autor: Peter K. (pamkkkkk)
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Hallo Leute!
Ich bin „nur“ Hobby Löter ;-) . Deshalb suche ich mir immer fertige 
Projekte und baue diese um oder hole mir Ideen.
Ich möchte den Webserver von Ulrich Radig in meinem Wohnzimmer 
Multimedia PC (HTPC) Intern einbauen (der von Ulrich braucht nur 3,3V 
:)) .
Der Micro-Webserver soll als Akku gestützte „Zero-Watt“ Lösung laufen.
Wenn der PC läuft wird der Akku über USB geladen.
(Stromversorgung wie auf dem Sparkfun Koala Board 
http://www.sparkfun.com/products/8722)
Hauptzweck sollte sein, das der Micro-Webserver den PC zu Programmierten 
Zeiten aufweckt (ATX Wakeup wie hier: 
http://www.jepsennet.de/vdr/html/vdr-wakeup.html).

Nebenzwecke sind: IR Fernbedienung, LCD Display mit Schaltern (soll 
auch, wenn PC aus ist, Uhrzeit und Infos anzeigen)( 
http://www.lcd-module.de/deu/pdf/doma/dog-m.pdf). Da das ganze 
„Zero-Watt“ Laufen soll, möchte ich mit Ethersex und RFM12 Modul (ASK 
FS20)  die Steckdose ansteuern an der der PC hängt (Haus Automation (von 
ELV)).
Soweit so gut….
Nun weiß ich mit meinem Konzept nicht mehr weiter. Da zu dem Rechner nur 
ein Netzwerkkabel geht und ich den Micro-Webserver auch noch erreichen 
will wenn der PC aus ist.
Ich kann also nur den Micro-Webserver anschließen oder den PC.
Wenn ich einen Netzwerkswitch vorschalte, dann muss der ja auch 
Dauerbetrieb machen und lutsch mir den Akku leer.
Der Königsweg, aus meiner Sicht, wäre ein Stromsparender Netzwerkswitch 
Chip mit 3 Anschlüssen.
Damit könnte man dann so genanntes Daisy-Chaining machen ein Port 
eingang, ein Port uC und ein Port PC oder nächster uC :))
(siehe animierte Grafik: 
http://www.moxa.com/event/net/2009/ioLogik_E1200/index.htm)

Ich habe mir bei Google und auch in diesem Forum schon die Augen wund 
gesucht und finde nichts.
Deshalb hier nochmal die Frage:
Kennt ihr solch eine Lösung oder ein extrem Stromsparenden (billigen) 
Ethernet Switch (3..4..5..Port)? (Lösung sollte massentauglich sein)

Ich hab schon den von Buffalo gefunden 
(http://www.techpowerup.com/index.php?98808) konnte aber nicht 
herausfinden was der im Standby verbraucht (ausserdem finde ich die 25$ 
etwas zu teuer, wenn man andere switch Preise vergleicht).

Autor: Sebastian (Gast)
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Wenn's wirklich ein Chip zum Einbau sein soll, wie wär's mit dem 
(4-Port) LXT915? 
http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/71...
Ist allerdings nur 10 MBit. Bei 100 MBit wird das auch vom Layout her 
kritischer, und die Hub/Switch-Chips sind schlechter beschaffbar.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

habe nur kurz überflogen und den Sinn noch nicht so richtig entdeckt.

Der Webserver zieht gut 0,5W, Display usw. noch nicht gerechnet.
Kann man natürlich mit Sleep-Modi usw. reduzieren, nur dann ist er per 
LAN nicht mehr erreichbar.
Akku muß also relativ großzügig sein, da kommt dann der Ladewirkungsgrad 
noch dazu.
Ein aktuelles kleines Stecker-Schaltnetzteil dürfte da einen besseren 
Gesamt-Wirkungsgard haben.

Einen PC kann auch die BIOS-RTC aufwecken, schon ziemlich langen. ;)

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Marcus B. (raketenfred)
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also ein NET-Board im Betriebszustand über Akku zu fahren...

rechne mal locker mit 150mA-200mA+Peripherie, da wirste hinterher mehr 
akkus haben(die auch alle in einer gewissen zeit geladen sein wollen), 
als elektronik

neben dem, dass du bei dem verbrauch, schon spezielle lade elektronik 
brauchst, um dich a) beim pc anzu melden b) die akkus zu schonen

überleg dir lieber, wie du sinnvoll netzstrom einspeisen kannst, akkus 
als notfall puffer klappen da ehr

Autor: Oliver H. (olitheone)
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Hallo

Ich werfe mal den KSZ8842 von Micrel in den Raum falls ein (sicher etwas 
aufwändiger) Selbstbau zur Debatte steht.
Gibts auch mit 8/16 Bit uC-Interface.


-oli

Autor: Stimmy (Gast)
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Ich sehe nicht, wozu man dafür unbedingt Ethernet braucht: Das Gerät 
könnte ja auch über RS232 oder USB an den PC angeschlossen werden.
Damit würde der Netzwerkchip und der stromfressende Webserver entfallen. 
Den Rest könnte man wirklich problemlos über Akkus versorgen; ein 
Stromverbrauch von <5mA dürfte locker machbar sein.

> Da das ganze
> „Zero-Watt“ Laufen soll, möchte ich mit Ethersex und RFM12 Modul (ASK
> FS20)  die Steckdose ansteuern an der der PC hängt (Haus Automation (von
> ELV)).
Kann man machen. Viel einfacher und billiger wäre es aber, einfach das 
PC-Netzteil primärseitig über ein Relais zu schalten: Da sparst du dir 
die Funksteckdose (die übrigens auch einen Standby-Verbrauch hat - wenn 
schon "Zero Watt" dann bitte richtig!) und das RFM12-Modul.

Autor: Peter K. (pamkkkkk)
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Danke für die sehr schnellen Antworten und für das Lesen meines Post!

Das man manche PCs per RTC aufwecken kann, war mir bewusst. Das benötigt 
jedoch ein Mainboard, daß dies auch gut unterstützt. Ebenso muss der 
Rechner auch sauber in den S3-5 Modus herunterfahren können. Dabei 
verbraucht er wieder Standbystrom.

Ein zuverlässiges PC-Wakeup per Zeit und Datum ist mir nur über uC 
bekannt.
siehe: http://www.vdr-wiki.de/wiki/index.php/WakeUP_Projekte

Wie lange der Akku hält, hätte ich im Praxistest erprobt, aber nach 
euren Warnungen werde ich mein Projekt neu überdenken. DANKE !

@Michael U.  @ Marcus B.
Ich hatte gehofft, den Standby Strom völlig  weglassen zu können. Wir 
haben hier in unserem Haus fast nur noch Schaltleisten mit Schalter und 
meine Frau ist sehr penibel bei Stromverbrauchern ;-)))

@Sebastian
Danke für den Tipp! Dann würde der PC ja auch nur 10MBit bekommen :-(

@Stimmy
Ich recherchiere schon sehr lange nach Bezahlbare USB schaltbaren 
Steckdosen oder einer Relaislösung (Massen DAU Tauglich).
Ich habe auch massenweise IP Steckdosen gefunden. Doch diese sind auch 
zu teuer oder haben keine Möglichkeit PC Programmiert, Zeitgesteuert zu 
schalten.
Ebenso habe ich an ELV CT und Elektor geschrieben. Die wollen an 
„Starkstromlösungen nicht ran!“
Ich habe in der ELV FS20 Steckdose eine bezahlbare „sichere“ Lösung 
gesehen.

Danke nochmal! Tolles Forum hier, ich habe hier schon viel gelernt!
(Bin doch "nur" Tischler ;-))

Autor: Stimmy (Gast)
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Peter K. schrieb:
> Ebenso habe ich an ELV CT und Elektor geschrieben. Die wollen an
> „Starkstromlösungen nicht ran!“
In der Elektor sind doch öfter mal Schaltungen, die einen 
"Starkstromteil" haben. Und auch in der c't gab's sowas schon.
230V per Relais zu schalten ist auch nicht schwieriger als einen 
Printtrafo ans Netz anzuschließen. Und es gibt ja (z.B. in der Elektor 
oder den "30x-Schaltungen"-Büchern) ziemlich viele netzbetriebene 
Schaltungen mit Printtrafos.


Also wenn ich die beschriebene Schaltung mit dem RFM12 und der 
FS20-Steckdose irgendwo sehen würde, wäre mir sofort klar "was Sache 
ist": Der Erbauer der Schaltung wollte um jeden Preis vermeiden, 
irgendwas mit Netzspannung machen zu müssen...


Übrigens: Lt. Bedienungsanleitung schluckt die FS20-Funksteckdose selbst 
schon 0,5 Watt.
Und viele PCs brauchen im Standby nicht mehr als 0,8...1W.
Da stellt sich ganz ernsthaft die Frage, was sinnvoller ist (sofern es 
absolut nicht in Frage kommt, die Netzspannung per Relais zu schalten):
30€ in FS20-Steckdose und RFM12 zu investieren um ein halbes Watt zu 
sparen, oder den PC immer im "Soft-Off" zu lassen und die Schaltung aus 
der 5V-Standby-Spannung zu versorgen...

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