Da ich zu doof für PDU bin habe ich, die doch noch vorhandenen Nokia
Telefone 6210 und 5130, ausgebuddelt und mal versucht diese mit einem
AVR sprechen zu lassen.
Bisher leider ohne Erfolg.
Mit folgender Schaltung hat es mit dem Siemens S35 funktioniert:
1
____
2
AVR/RX o-------[____]--------o S35 Pin 5
3
100ohm
4
____
5
AVR/TX o-------[____]----+---o S35 Pin 6
6
100ohm |
7
-+-
8
/ \ 3.6V Z-Diode
9
-+-
10
|
11
AVR/GND o----------------+---o S35 Pin 1
Im Anhang die Steckerbelgung vom Nokia.
Also Pin 8 an RX des AVR und Pin 7 an TX - GND habe ich auch nicht
vergessen (Pin 9).
Wenn ich jetzt was an das Handy schicke bekomme ich nur ein Echo und
keine Ausgabe des Handys selber.
Ich habe verschiedene Baudraten probiert, aber dasselbe Ergebnis.
Funktioniert es bei einem Nokia nur mit einem MAX232 oä, oder muss ich
noch etwas anderes beschalten?
Danke für eure Hilfe!
Nach deinem pinout.gif sind die Pin 7 und 8 für die Kommunikation.
In deinem Schaltplan verwendest du Pin 5 und 6.
Und dran denken, dass ein Max232 die Signale invertiert.
Ein Max232 macht auch maximal 120 Kbit/s. Laut Schaltplan hat dein Nokia
bis zu 230,4 KB/s, also bis zu 1,84 Mbit/s.
Du müsstest also Sicherstellen, dass dein Nokia "gedrosselt" läuft.
Schließlich sind die 230,4KB/s ja die "bis zu"-Angabe. Die "ab"-Angabe
sagt 9,6 KB/s, das sind 76,8 kbit/s und wäre machbar.
Aber weißt du, welches Busprotokoll genommen wird? Und in welchem
Bereich die Spannungen liegen? Erst wenn du weißt, welche Spannung eine
logische 1 und welche Spannung eine logische 0 auf dem Bus hat, kannst
du sagen, ob du überhaupt einen Pegelwandler brauchst. Mal mit einem
Oszilloskop abchecken.
http://www.nobbi.com/steck_nok.html
Hier stehen die Daten, nur leider bin ich nicht in der Lage daraus zu
schließen wie die Schaltung auszusehen hat, bzw ob ich einen
Pegelwandler brauche.
Der AVR läuft mit 5V also werde ich wohl einen Pegelwandler brauchen,
aber ob es auch so eine einfache Schaltung wie beim Siemens tut, oder
doch so etwas wie ein MAX232 her muss, weiß ich eben nicht.
Mit PDU komme ich eben nicht klar und die Mbus Ansteuerung ist soweit
ich das bis jetzt gesehen habe auch nicht grade trivial, weswegen ich
gerne AT Kommandos verwenden würde.
Am einfachsten wäre es also für mich, wenn ich ganz "normal" über UART
mit dem Handy sprechen könnte.
1.) Dort ist schon mal die Rede von bps, bits per second. Und nicht mehr
Bytes/s. Damit sind wir bei Werten von 1/8 :) Damit sind wir schon
deutlich mehr im Bereich einer normalen seriellen Schnittstelle, die
auch der AVR kann.
2.)Dann steht da eine 0 wird als 0 erkannt, wenn die Spannung unter 0,8V
liegt. Eine 1 wird als 1 erkannt, wenn die Spannung über 2V liegt. Ein
AVR arbeitet am Ausgang mit 0V für eine 0 und 5V für eine 1. Damit
brauchen wir nichts invertieren und die Bedingungen würden auch erfüllt.
Sendend vom AVR zum Handy müsste damit direkt ohne Pegelwandler gehen.
Es sei denn, es gibt noch irgendwo eine Maximalspannung, die anliegen
darf. Dann muss man halt über einen Spannungsteiler aus zwei
Widerständen die Ausgangsspannung des AVR leicht absenken.
Umgekehrt wird es evtl. schon schwieriger. Unter 0,8V entspricht einer 0
vom Handy kommend. Das sollte der AVR ähnlich sehen. Aber eine Spannung
über 1,7V entspricht einer 1 vom Handy kommend. Ich weiß nicht, ob der
AVR die im Extremfall gerade mal 1,7V schon als 1 ansieht, wenn er
normal 5V erwartet. Hier müsste man also evtl. den Pegel wandeln.
Zu 1. noch) der AVR kann auch noch schneller, ist nur immer die Frage,
wie genau die Frequenz dann noch ist und wie genau sie für eine
Kommunikation sein muss. Der auf 120 kbit/s "begrenzende" Faktor, der
MAX232 Pegelwandler, ist jetzt ja in der Überlegung nicht mehr drin.
Jetzt ist halt nur noch das Problem, was genau hier für eine Art der
Datenübertragung genutzt wird. Ist es RS232 wird es natürlich einfach,
aber das wäre wohl zu einfach ;-)