>Kannst Du das evtl. noch mal genauer beleuchten?
Wenn du dir die Angebote bei den diversen CNC-Shops im Netz ansiehst,
wirst du z.B. Schrittmotoren mit der Angabe "3 Ampere seriell, 6 Ampere
parallel" finden.
Das sagt aus, dass du bei serieller Verschaltung der Wicklungen
logischerweise nur den halben Phasenstrom brauchst, um das gleiche
Haltemoment zu erzeugen.
Das Problem dabei ist, dass bei der seriellen Verschaltung die
Induktivität der Wicklung viel höher als bei paralleler Verschaltung
ist. Diese Induktivität verhindert aber den schnellen Stromanstieg, wenn
ich Spannung auf die Wicklung gebe.
Um den Nennstrom und damit das gewünschte Drehmoment zu erreichen, muss
ich bei schneller Schrittfolge eine sehr viel höhere Spannung als im
statischen Betrieb anlegen. Ich habe ja nur die Zeit bis zum nächsten
Schritt, um auf meinen Nennstrom für die Wicklung zu kommen.
Damit der Motor bei geringer Drehzahl und hoher Betriebsspannung nicht
durchbrennt, muss man dann aber Treiberschaltungen verwenden, die den
Phasenstrom überwachen und beim Erreichen des Nennstroms die
Motorspannung herunterregeln. Stichworte: PWM, Chopperbetrieb.
Die Motorspannung kann ich aber auch nicht beliebig erhöhen, das machen
weder die Treiberschaltung noch die Isolation der Wicklung mit.
Bei Anwendungen, wo es auf Geschwindigkeit ankommt, muss man also
parallel verschalten und teure Schrittmotortreiber verwenden, die den
hohen Strom liefern können. Bei Anwendungen mit geringer Schrittrate
wird man sinnvollerweise die Serienschaltung verwenden.