Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik CAN über LWL-Netzwerk


von Mike (Gast)


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Hallo,

ich arbeite gerade an einem Projekt, bei dem elektrische Daten (CAN) an 
mehreren Knoten ankommen können und die Knoten untereinander mit LWL 
verbunden sind. Die Signale sollen nun z.B. in elektrischer Form an 
einem Knoten ankommen und an einen bestimmten Knoten übergeben werden, 
der die Signale dann wieder in elektrischer Form weiter gibt.

Bislang verwende ich für meine Überlegungen Knoten mit je einem Sender- 
und einem Empfängerelement und verbinde die Knoten so, dass jeder 
Empfänger jeden sender sehen kann.

Ich hänge nun noch an zwei Problemen. 1. Ist es möglich z.B ein mit 
Adresse versehenes CAN-Signal über z.B. ein einfaches serielles 
Protokoll (10Bit) sinnvoll zu transferieren, so dass ich einen Knoten 
gezielt ansprechen kann und 2. kann so ein Vorhaben auch über eine 
Datenleitung (single wire :) eine LWL zwischen jedem Knoten) realisiert 
werden?

Ich wäre über jeden Hinweis dankbar.

Mike

von gute N8 (Gast)


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sowas gibt es. Werde montag mal@work nachschauen. Wir verbauen sowas 
selten mak.

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Die erste Frage ist einfach: CAN ist ein serielles Protokoll, das 
Physical Layer ist theoretisch flexibel, das kann auch eine einzelne 
Leitung sein.

Optischer CAN ist relativ einfach.
CAN kennt 2 Signale: dominant und rezessiv. Die musst du auf Licht 
an/aus abbilden und deine Knoten mit einem aktiven Sternkoppler 
verbinden. Du brauchst aber je eine Faser für Hin- und Rückleitung vom 
Sternkoppler zu jedem Knoten. Es sei denn, du hast tolle Koppler 
und/oder WDM zur Hand.
WDM ist übrigens einfacher als man denkt: mit einer roten LED, einer 
grünen LED und primitiven Farbfiltern aus dem Tintenstrahldrucker habe 
ich mal 10 MBit bidirektional über eine einzelne Polymerfaser übertragen 
- war aber halt ein wackliger Laboraufbau. Normalerweise hatten wir 
Doppelfasern.

Zurück zum CAN:
"Natürlich" und am einfachsten ist das Mapping dominat = Licht an. Der 
Sternkoppler muss dann einfach die Eingänge verodern und an alle 
raussenden.

Alternativ kann man dominant = Licht aus definieren. Der Sternkoppler 
muss dann aber so clever sein dass ein unbenutzter Eingang nicht den 
ganzen Bus lahm legt. Vorteil: versehentlich unterbrochene Verbindungen 
merkt man sofort.

Grüße Joey

von gute N8 (Gast)


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Ich hoffe dass es noch interessant ist.
Wir verwenden für unsere Vernetzung der Sortiermaschinen das hier:

http://eshop.phoenixcontact.de/phoenix/assets.do?action=techdata&artnr=2708083&general=dede

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