Hallo, ich habe ein messtechnisches Problem, ich hoffe mal, dass ich hier richtig bin :-) Ich möchte (Teil)Entladungsströme messen, indem ich mit dem Oszilloskop den Strom über einen 50 Ohm-Shunt messe. Die Entladungen haben einen steilen Anstieg (tR=3-10ns) und dann einen exponentiellen Abfall (t1/2=80ns). Das funktioniert auch alles ziemlich gut, nur sind die Entladungen immer von einer hochfrequenten Schwingung überlagert. Diese Schwingungen sind auch klar im Spektrum des Signals als ein oder zwei Peaks zu erkennen. Was ich nicht verstehe ist wo die Schwingungen herkommen. In einem ersten Versuch habe ich einen einfachen 50 Ohm Widerstand genommen und mittels eines Koax-Kabels (ca. 1m) mit Prüfklemmen den Widerstand kontaktiert. Hier habe ich im Spektrum zwei Peaks bei ca. 30 und 120 MHz. In einem zweiten Versuch bin ich den Prüfklemmen auf die Quelle gegangen und habe als Shunt einen 50 Ohm-Eingangswiderstand, den ich mittels T-Stück direkt ans Oszi angeschlossen habe, genommen. Ich hatte die Hoffnung, dass die Schwingung durch Reflektionen verursacht wird, habe aber immer noch einen Peak bei ca. 75 MHz. Für den Fall, dass die Reflektionen vom Übergang Koax-Prüfklemme kommt habe ich diesmal sowohl den Shunt als auch den Eingangswiderstand genommen (also quasi 25 Ohm Shunt durch Parallelschaltung). Diesmal habe ich nur noch einen Peak und zwar bei 120 MHz. Messe ich mittels eines 1:10-Tastkopfes am Shunt ist der Peak wieder bei 75 MHz. Ich hoffe, ich habe das alles halbwegs verständlich erklärt, ansonsten bitte nachfragen. :-) Danke für eure Hilfe! Markus
hallo Markus ich glaube, dass du mit deinem thread bei hf, funk & felder besser aufgehoben bist. so wie du auch, wuerde ich das problem durch eine reflexion erklaeren. was mir nicht klar ist, wie das signal erzeugt wird ? vielleicht kannst du mal ein bild vom signal bzw vom anlysiertem spektrum hier herein stellen. gruss hans --
Kann sich jemand vom "(Teil)Entladungsströme messen" im Nanosekundenbereich ein Bild machen? Dem fiele vielleicht was dazu ein... Welche Wege (Induktivitäten) liegen denn zwischen Quelle und Ziel der stattfindenden "(Teil)Entladung"? Wo ist das nichtlineare Element (der Entlade-Schalter), wo ist der Shunt? ..... ? Man könnte aber auch ein Bild liefern: Wie wärs mit einer Skizze vom Messobjekt mit Messaufbau?! Wenn möglich, JPG oder PDF meiden! Eine PNG-Datei - etwa im Bildschirmformat - ist DER Hingucker!
Hallo Hans, das Signal entstammt einer Barrierenentladung. D.h. Hochspannung -> Isolierstoff -> Luftraum (hier treten Entladungen auf) -> Masseelektrode Der Aufbau kann als Kondensator angesehen werden. Die Masseelektrode ist an den Shunt angeschlossen. Ich schaue mal, dass ich es morgen schaffe Bilder der Signale und Spektren anzuhängen. Gruß Markus
Hallo Ralli, hier mal eine Skizze des Messaufbaus. Induktivitäten sollten eigentlich keine (großen) geben, die Leitungen sind eher kurz gehalten. Gruß Markus
So, hier wie versprochen die Signale und Spektren der Messungen. (Die Spektren sind vom kompletten gemessenen Signal, nicht nur vom gezeigten Ausschnitt) Gruß Markus
Bei den Bildern wäre eine ordentliche Beschriftung der Achsen mit Einheiten ganz nett, dann kann man sich ein besseres Bild machen.
Auch wenn das bei mir schon etwas länger her ist: Könnten das nicht Trichel-Impulse sein? Von der Charakteristik her würde das in etwa passen.
Hallo, die Achsen bei den Signalen sind Sekunden/Volt, beim Spektrum Hz/Volt. @Frank: Jein, Trichel-Impulse treten bei Koronaentladungen auf, durch die Barriere in meinem Versuchsaufbau habe ich streng genommen keine Koronaentladung mehr. Gruß Markus
@Frank: oder meintest du die "Schwingungen" sind Trichel-Impulse? (Hier wäre die Antwort nein.)
Hat sonst keiner eine Idee? Kann ggf. auch ins HF-Forum verschoben werden. Gruß Markus
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