Gast
#2153769
Hallo, ich habe ein messtechnisches Problem, ich hoffe mal, dass ich hier richtig bin :-) Ich möchte (Teil)Entladungsströme messen, indem ich mit dem Oszilloskop den Strom über einen 50 Ohm-Shunt messe. Die Entladungen haben einen steilen Anstieg (tR=3-10ns) und dann einen exponentiellen Abfall (t1/2=80ns). Das funktioniert auch alles ziemlich gut, nur sind die Entladungen immer von einer hochfrequenten Schwingung überlagert. Diese Schwingungen sind auch klar im Spektrum des Signals als ein oder zwei Peaks zu erkennen. Was ich nicht verstehe ist wo die Schwingungen herkommen. In einem ersten Versuch habe ich einen einfachen 50 Ohm Widerstand genommen und mittels eines Koax-Kabels (ca. 1m) mit Prüfklemmen den Widerstand kontaktiert. Hier habe ich im Spektrum zwei Peaks bei ca. 30 und 120 MHz. In einem zweiten Versuch bin ich den Prüfklemmen auf die Quelle gegangen und habe als Shunt einen 50 Ohm-Eingangswiderstand, den ich mittels T-Stück direkt ans Oszi angeschlossen habe, genommen. Ich hatte die Hoffnung, dass die Schwingung durch Reflektionen verursacht wird, habe aber immer noch einen Peak bei ca. 75 MHz. Für den Fall, dass die Reflektionen vom Übergang Koax-Prüfklemme kommt habe ich diesmal sowohl den Shunt als auch den Eingangswiderstand genommen (also quasi 25 Ohm Shunt durch Parallelschaltung). Diesmal habe ich nur noch einen Peak und zwar bei 120 MHz. Messe ich mittels eines 1:10-Tastkopfes am Shunt ist der Peak wieder bei 75 MHz. Ich hoffe, ich habe das alles halbwegs verständlich erklärt, ansonsten bitte nachfragen. :-) Danke für eure Hilfe! Markus


