Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik RFM12 erfahrungsbericht 1


von Hans M. (Firma: mayer) (oe1smc) Benutzerseite


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hallo

fuer mich stellt die kombination digitaltechnik und hf-technik 
hobbymaessig einen besonderen reiz dar. daher habe ich einige versuche 
mit den RFM12 modulen von HOPE RF gemacht. ich verwende sie einerseits 
auf dem ( viel beschimpften ) pollin evaluations board und anderer seits 
auf dem pollin net-io board, bzw jeweils auf dem add-on board davon. in 
beiden faellen natuerlich die 433 MHz type.

da es kaum infos zu den schaltbaren lastkapazitaeten fuer die quarze 
gibt und mich interessiert hat, wie es kongret bei meinen modulen 
aussieht, hier ein paar ergebnisse.

ueber das register 80.. kann man kapazitaeten von 8.5 pF bis 16 pF 
schalten. dabei ergaben sich bei mir unterschiede zwischen groesstem u 
kleinsten wert von ca 1360 Hz. wenn man einen frequenzzaehler an den pin 
CLK ( clock output ) haengt und das modul entsprechend programmiert ist, 
kann man dort bequem die frequenz ablesen. ( die werte sind auf +- 1Hz 
oder weniger genau )

     netio      eval
0   10000608  10000702
1   10000468  10000557
2   10000338  10000418

5   10000002  10000064
6              9999966
7    9999817   9999877

13   9999369   9999444
14   9999309   9999381
15   9999252   9999326

in den angefuegten png's sieht man das ganze als graph. das 10 MHz 
signal wurde herunter gemischt, exakt 10 MHz entspricht 1500 Hz ( in 
bildmitte ) schoen zu erkennen, dass die abstaende nicht gleich sind. 
von rechts unten mit wert = 0 nach rechts oben wert = 15. das spacing 
liegt zwischen 140 Hz am anfang bis ca 57 Hz am ende. im mittel etwa 85 
Hz.

somit kann man hf-technisch einen bereich von ca 1360 * 43 ~ 60 kHz 
durch unterschiedliche C-werte abdecken. ich habe versuche mit 200 kHz 
bandbreite gemacht, indem ich ein modul mit fixer frequenz gelassen habe 
und beim anderen alle 16 moeglichkeiten durch gespielt habe und es gab 
keine probleme beim empfang.

wenn ich den mittelwert 7 nehme, bin ich bei dem einen modul um 183 Hz 
daneben, beim anderen um 123 Hz. durch geeignete wahl komme ich auf eine 
abweichung von 2 Hz ( mit wert = 5 ) bzw 123 Hz ( mit wert = 6 ).

bei schmalen bandbreiten und vor allem beim 866 MHz modul, wo ja doch 
der faktor fast mal 87 ist und bei hoeheren uebertragungsraten, kann ich 
mir gut vorstellen, dass die einstellung der quarz frequenz eine 
wesentliche rolle spielt. wer hier messen kann, ist klar im vorteil.

im dritten bild sieht man die frequnzdrift bei erwaermung. eigentlich 
bin ich da nur durch zufall darueber gestolpet. man sieht wieder ein 
herunter gemischtes signal. die 1500 Hz in bildmitte entsprechen 
433067,45 kHz ( +- 1 Hz) hier wurde durch das modul nur ein traeger 
gesetzt ohne modulation.

nach ca 2 minuten fast permanenten sendens ist die frequenz um ca 190 Hz 
hinuter gewandert. das modul hat sich von ca 28,1 C auf 29,0 C erwaermt. 
der quarz hat sich auch um ca 0,3 C erwaermt. bei einer raumtemperatur 
von 25 C. nun ca 200 Hz bei 200 kHz bandbreite ist nichts. das modul ist 
aber von -40 C bis +85 C spezifiziert, da koennte es hier groessere 
unterschiede geben. da ich die spezifikationen der anderen bauelemente 
nicht kenne, nehme ich von einem derartigen versuch abstand. vielleicht 
gibt es aber von anderen diesbezueglich erfahrungsberichte. mit einem 
temperatursensor und obigen anpassmoeglichkeiten mittels kapazitaeten, 
kann man hier sicherlich moeglichkeiten des ausgleichs schaffen.

bei nahezu konstanter raumtemperatur und einer bandbelegung von 1% oder 
weniger, spielt die erwaermung sicherlich keine rolle.


schoene gruesse
hans

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