hallo nachdem hier im forum immer wieder ueberlegungen zur verwendeten antenne und zu antennenanpassungen gemacht werden, habe ich mir einen groben ueberblick geschaffen, wie es denn im kongreten bei meinen aufbauten aussieht. ich verwende die RFM12 module von HOPE RF fuer das 433 MHz ISM band. aufgebaut auf pollin testboards. mit einem VNWA habe ich die eingangsimpedanzen der module gemessen. da ich 2 verschiedene boards habe, auf denen das RFM12 jeweils aufgeloetet ist, ist natuerlich dadurch schon ein kleiner unterschied gegeben. das bild rfm12_netio_tx zeigt die impedanz, wenn das modul auf sendung ist. bildmittig liegt 433 MHz. dort wird natuerlich durch die aussendung die messung gestoert und die kurven machen zacken. jedenfalls ist der imaginaerteil nahezu null, der realteil liegt bei etwa 23 ohm. als antenne wird oft empfohlen eine lambda viertel antenne zu nehmen. das ergibt eine laenge von ca 17 cm im 433 MHz band. im bild rfm_rundstrahler die blaue kurve. gleich vorweg, fuer uebertragungsversuche innerhalb eines raums oder eines hauses, ist diese antenne voellig ausreichend. ich habe ein stueck draht auf einen SMA platinenstecker geloetet, damit geht es wunderbar. wenn man versuche vom einen schreibtischeck zum anderen macht, braucht man nicht einmal dieses. allerdings sieht man, dass diese antenne sehr hochohmig ist. das RFM12 aber niederohmig, also nicht ganz ideal zueinander. weiters muss man natuerlich auch eingestehen, dass eine vernuenftige messung einer solchen antenne nicht moeglich ist, da sie unheimlich davon abhaengt, wo sie aufgebaut ist. manchmal wird auch versucht mit einer laengeren antenne betrieb zu machen. z.b. mit einer lambda halben. bei einem lambda halben strahler ist im speise-punkt ein strom minimum und ein spannungsbauch. diese ist wesentlich hochohmer. im selben bild die rote kurve. damit wird man keine optimalen ergebnisse erzielen. ich habe mir dann eine J-antenne aufgebaut. und zwar als strahlenden teil das kurze stueck und das lange element an masse geloetet. wiederum auf einem SMA platinenstecker, weil ich diese stecker gerade habe. diese antenne hat gegenueber dem rundstrahler den vorteil, dass sie nicht so sehr vom umfeld abhaengig ist. im bild rfm12_j_antenne zu sehen, dass die antenne mit einem |Z| von 38 ohm besser dazu passt. das direkt gespeiste element ist ca 17 cm, das andere ca 46 cm, das ich weggebogen habe, um ca 4 cm abstand zu erhalten. ausserdem habe ich noch eine art "radial" mit ca 7 cm angeloetet, um auf die impedanz zu kommen. empfangsseitig sieht das smith diagramm fuer das RFM12 sehr aehnlich aus. siehe rfm12_netio_rx_nosignal. das gilt, so lange nicht tatsaechlich daten empfangen werden. dekodiert das RFM12 modul jedoch, aendert sich die eingangsimpedanz schlagartig. bild netio_rx_wsig. ich bin eher durch zufall auf diese phaenomen gestossen. im bild sieht man die messung, waehrend das modul immer wieder datenpackete empfangt. sweep time ist 2.67 sekunden. ein austausch der funktionalitaeten ( sender <> empfaenger ) der beiden module, hat beim anderen modul das gleiche bild gezeigt. somit kann hier schon a priori keine optimale anpassung geschaffen werden, denn wie sollte die antenne ausgelegt werden, auf einen empfang ohne dekodierung oder mit dekodierung. mich wuerde interessieren, ob auch andere diese erfahrung gemacht haben. dass es zwischen RX und TX unterschiede geben kann, damit haette ich gerechnet, aber nicht beim empfang mit / ohne dekodieren. zuletzt habe ich noch einen ganz einfachen reichweitentest gemacht. das sende modul mit der J-antenne habe ich ins fenster gestellt. am empfangsmodul habe ich den lambda/4 strahler montiert. der filigrane aufbau der J-antenne waere fuer den "mobilen" betrieb auch nicht geeignet. mit dem empfaenger bin ich in den garten und auf die strassen gegangen. mit -21 dBm ( ca 8 mikrowatt ) konnte ich etwa 60 meter erreichen. ich bin im stadtgebiet und da riss mit ende der sichtverbindung auch die funkstrecke mit dieser kleinen leistung auf diesem band ab. mit 0 dBm ( 1 mW ) konnte ich noch bei 180 m entfernung packete empfangen. auch hier natuerlich keine sichtverbindung mehr. verbautes gebiet, der empfang konnte nur ueber relexionen erfolgen. ausserdem weiss ich nicht, wie weit andere aussendungen im ISM band, die im urbanen umfeld sehr intensiv sein koennen, nicht auch gestoert haben. ich schaetze aber, dass mit diesen antennen-konstellationen im guenstigen fall reichweiten von 250 bis 300 meter ohne weiters erzielbar sind. schoene gruesse hans --
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